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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 286 -
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Seite - 286 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Aamer 286 Nainis Rainer (Servitenmönch und Miniaturma ler, «eb. zu Innsbruck 30. April <7l3, gest ebenda 31. Jänner 1?i>2), Ueber die Leben« Verhältnisse diese« Mönches, der wohl aus einer der zahlreichen, in Tirol — namentlich im Puster, und Zillerthale — uorkommenden Familien abstammt, liegen keine näheren Nachrichten vor. Die einzige Quelle, die aus führlicher über ihn berichtet, bezeichnet ihn als berühmten Miniaturmaler, der bei der Miniaturmalerin Mar ia Elisabeth M i l dorfer (geb. 1713. gest. 1732), einer Toch, ter des Innsbrucker Maler« Michael Ignaz Mi ldor fe r , seine Kunst erlernt hat. Von seinen Arbeiten werden erwähnt die „Bildnisse" uon sieben Qrdensvätern und eine „Grable< gung Christi", welche sich im Priorate deS Seruitenklosters zu Innsbruck befinden und ebenda im National.Museum weiden zwei herrliche Miniaturbilder, uon seiner Hand gemalt, aufbewahrt. ^(Leman), Tirolisches Künstler>Leiikon (Innsbruck 183«, 8°.) S.202. — Tschischka (Franz), Kunst und Alter- thum in dem österreichischen Kaiserstaatc (Wien 1836, Franz Neck, gr. 8«.) S. 13» u. »NO. — Brunner (Sebastian), Die Kunstaenossen der Klosterzelle (Wien !8L3, Vraumüller, 8°.) S. 231.^ — 2. Georg Nniner (Tiroler Schützenhauptmann, geb. zu Bienersdorf im Unterinnthale Tirol« 4. September l?L1, gest. 28. November 1821). Lebte al« genchte» tec Nirlh zu Biencrsoorf an der Nrirencr' straße, bis ihn die Ereignisse seiner Heimat auf den Kampfplatz riefen. N. hat sich in der Vertheidigung seines Vaterlandes einen ehrenvollen Namen erworben. Schon im Jahre 1793 zog er an der Spitze einer Lan< oesschützeN'Compagnie in die Schluchten uon Engadin; im Jahre 1LUN focht er am Thier» berge und auf dem KiechelNeg. Cine Haupt« rolle aber spielte er im Jahre 1809; er war Mitglied der Schatzdeputation und wohnte ihren Berathungen bei; Hofrath uon Rösch» mann zog ihn an sich, um sich seines Vin> flusses auf das Volk, der sehr groß war, zu bedienen. Bei der im genannten Jahre aus- gebrochenen Volksbewegung hatte er wicht,, gen Antheil an der Leitung und Durchfüh- rung derselben und bewies sich bei den da- maligen schr heiklichcn Verhältnissen als höchst muthig, besonnen, klug, nur von dem Gedanken an sein Vaterland uno dessen Be> frriung uom Fremdjoche erfüllt. Als am 16. August 1814 die Tiroler den Kaiser Franz als ihren wiedergefundenen Landes» Herrn begrüßten, befand sich auch Hauptmann Rainer unter den dazu Ausgewählten. Im Jahre 1815 zeichnete ihn der Kaiser durch die mittlere goldene Ehrenmedaille au« und im Jahre l8«9 erhielt er einen jährlichen Gnadrngehlllt von lüllfl. Aber die feindliche Plünderung und später wiederholte Unglüsi, fälle hatten seinen einst blühenden Wohl, stand vernichtet und ihn um all sein Hab und Gut gebracht. Er starb als Nreis in, Alter von ?<> Jahren in Armuth. Von seinen uierzehn Kindern haben die fünf jüngsten »um Staate Erzichungsbeiträge erhalten. sStaff, ler (Johann Jacob). Das deutsche Tiro! und Vorarlberg, topographisch mit geschicht' lichen Bemerkungen; in zwei Bänden (Inns> brück 1847, Felic.'Rauch, 8°.) Bd. I, S. 8«.) — 3. Johann, auch Johann Joseph Rainer (auch Nein er), ein Vildnihmoler, der in den Vierziger, und zu Anbeginn der Fünfziger'Iahre in Wien lebte und vornehm» lich Bildnisse, aber auch Frucht- und Thier» stücke in den Iahre«>Ausstellun,ien der k. k, Akademie der bildenden Künste bei Nt, Anna ausstellte, so im Jahre 1843 neben mehreren Porträten uon Privaten ei» „Fruchtstüll"; — im Jahre 181N ein Bild- „Die Vergänglich' keit"; — 184l>: „Austern und Häringe"; — l847- „Früchte", ferner die „Vildnisse uon Wust. V arth" und von dem „Chormeisterdcs Wiener Männergesan^Vereiu«, ?I. Storch" u, s. w. Seit dem Jahre 1822, in welchem ein Costum Porträt uon ihm ausgestellt wnr, erscheinen keine Bilder uon seiner Hand mehr. ^Kataloge der Iahres'Auöstellungm der k, k. Akademie der bildenden Künste in Wien 18«, «848, 18LU u,!d l8ü2.) — 4. Ei» Maler Rainer (mit a bei Dudik, mit e hei Nolnu) endlich, dessen Taufname nicht bekannt ist, lebte in Brünn und befindet sich uon seiner Hand in der Pfarrkirche zu Schwarzkirchen im Brünner Kreise das H°ch> altaruilo. Wann er gelebt, ist auch nirgend« angegeben. l^Wolnl) (G,), Kirchliche Top» grnphie uon Mähren, Brünncr Diöcese, Vd.II, S. 31. — Schmidt (Adolph), Ocster. reichischc Blätter für Literatur und Kunst (Wien, 40.) I . Jahrg. (l«44), IV. Qu«rtal, S. LIL, im Aufsätze: „Kunstschätzc aus de>» Gebiete der Malerei in Mähren", uonDudit.) Rainer, s. auch: Reiner, im xxv.'Bde. Rainis. Joseph, siehe: Joseph ^S. 296).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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