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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 299 -
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299 mentale Fach engagirt wurde. Als sie aber im Jahre 4841 von T y l . der in» dessen ihre ältere Schwester Magda» lena geheirathet hatte, Nachricht erhielt, daß Director Stöger in der Rosengafse in Prag ein öechisches Theater errichte und Ty l sie aufforderte, als Mitglied bei demselben einzutreten, ging sie darauf ein, begab sich nach Prag und wurde dort bald ein beliebtes Mitglied der öe> chischen Bühne. Aber diese hatte nur eine kurze Dauer, im Jahre 1844 wurde da> selbst zum letzten Male gespielt. Die «echischen Darstellungen fanden dann wieder auf der ständischen Bühne an den Sonntagen Statt, und jene Mitglieder des öechischen Theaters, welche nicht auch Mitglieder des deutschen warm, spielten unentgeltlich. Zu diesen letzteren gehorte Anna Rajskä. Erst im Jahre 1849, nachdem auch dem öechischen Theater eine Subvention bewilligt worden, ei» hielt sie Gage. Bald aber hörte diese Subvention auf. Nun organisirte Ty l 1851 auf Zureden einiger Freunde eine eigene Gesellschaft für die Provinz und trat, da er für seine Person keine Con» cession erhalten konnte, zuerst mit dem Director KulaZ, dann mit Zöl lner in Verbindung. Mit dieser Gesellschaft begab sich Anna R. auf Wanderung und blieb, nachdem Tyl im Jahre 1836 gestorben war, noch fünf Jahre bei der> selben. In der Zwischenzeit uermälte sie sich mit einem Heim Turnows ky und begab sich mit ihm im Jahre 186! nach Prag, wo sie im folgenden Jahre Mitglied des öechischen Theaters wurde. Im Jahre 1868 spielte sie auch mit der Gesellschaft, welche in Pilsen böhmische Vorstellungen gab. Noch als Ty l lebte und sie von Lemberg nach Prag zurück» gekehrt war, versuchte sie sich in schrift- stellerischen Arbeiten und veröffentlichte Mehreies Pseudonym in den öechischen Unterhaltungsblättern „ü>et?", d. i. die Blüthen, „Vösla", d. i. die Biene; spater war sie für die Bereicherung des öechischen Bühnen > Repertoires durch Uebersetzung beliebter deutscherund fran» zösischer Stücke thätig und ha! sie über» setzt: „Die blinde Braui", Drama von Dumanoir , „Die drei Eichen", Le> bensbild uon Hon wald, „Bürgerlich und Romantisch", von Bauernfe ld. „Die hübsche Schwester", Lustspiel, frei bearbeitet nach Wi lhe lmi , „Wer ist der Schuldige", Lustspiel nach K. B lu m, „Der Pariser Taugenichts". „Die Kir- schen ", uon Fe ld m a u n, „ S chuld und Sühne", Schauspiel in vier Aclen von Reinhardt , „Der Lumpensammler". Drama in vier Acten, und „Der Vetter", von Benedir. Nur das letztere erschien in der von Iaroslav Pospisi l heraus» gegebenen „LiMotLlca äivaäslni^ d. i. Theater-Bibliothek, im 9. Hefte, unter dem Titel: „?ÄQ Ltregösk. VeLLlonra v 3 HsäuHmck,". Alle anderen vorge» genannten Stücke sind Bühnenmanu» scripte. Dkü. I l i LßL i , d. !, Conoersations'Leiikon Redignt uon Dr. Fmnz Ladislauö Rieger (Prä« 1829, I , L. Köder, Le:. 8«,) Vc>. VI I , Rllkiö, Vincenz (serbischer Schrift» stell er, geb. zu Seml in im Peter» wardeiner Grenz-Regimente zu Anfang der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, gest. in Serbien im Jahre 1824). Den ursprünglichen Taufnamen V a s i l i j tauschte er erst nacv, seinem Uebertiitte in's Kloster mit dem Namen Vincenz um. Ueber seine frühere Lebensgeschichte liegen keine Nachrichten vor. Er war vecheirathet, und als er seine Frau durch den Tod verlor, trat er im Jahre 1786
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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