Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 300 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 300 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

Bild der Seite - 300 -

Bild der Seite - 300 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

Text der Seite - 300 -

300 in das Kloster Fenek, in welchem er Mönch wurde und am 3. Juli d. I . von dem damaligen Karlowitzer Bischof« Ste- phan Stratomiiovich die Priester- weihe erhielt. Als der Krieg mit der Türkei auSgebrocben war, verrichtete er in denIahren 1788—1791 dieDienste eines Feldpaterü der österreichischen Armee und hielt sich meistens zu Schabacz auf. Nach Beendigung des Krieges kehrte er in sein Kloster zurück, in welchem er in kur- zer Zeit die gewöhnlichen Stufen des Mönchslebens durchmachte, und zwar nacheinander Paraklesiarch, dann Beicht» Vater in Semlin, Vicar und zuletzt im Jahre 1796 Hegumen wnide. Im Jahre 1798 folgte er einem Rufe der Triester griechisch » orientalischen Gemeinde und wirkte dort als Pfarrer derselben durch mehrere Jahre. Im Jahre 1807 befand er sich nock daselbst, dann aber gab er seine Stelle auf und kehrte nach Serbien zurück, wo er im Privatstande lebte und um das Jahr 1824, wie es den Anschein hat, im ziemlich hohen Alter starb. Ra> ki6 gehört ;u den fruchtbarsten serbi» bischen Schriftstellern, namentlich im Fache der Theologie, obwohl er auch auf anderen Gebieten der Zlteratur thä- tig war, und zwar auf grammatikalischem durch Herausgabe eines Conversationö« buches, auf poetischem durch mehrere er> > zählende und andere Gedichte, auf histo- rischem durch eine Geschichte des Klosters Fenek, vornehmlich aber auf religiösem, auf welchem er neben mehreren rituellen und liturgischen Büchern auch Predigten u. dgl. m. veröffentlichte. 8».farik in dem in den Quellen bezeichneten Werke zählt seine sämmtlichen Schriften nach ihren serbischen Originaltiteln auf. Paul Joseph säfai ' ik 's Geschichte der süd. slavischen Literatur. Aus dessen Handschrift, lichem Nachlasse hrrausaegeben von Joseph I ireeek (Prag i863, Friede, Tempsky, 8°.) I I I . Das serbische Schriftthum, 2. Abthei. lung, S. 32», Nr. N3; S, 3??, Nr, 3<N; S. 38i, Nr. 291; S. 3Ul, Nr. 432; S. 393, Nr. 466—47«; S, 39s, Nr. 479; S. 427, Nr, 70N u. 701; S, 43l, Nr, 858- S, 439 Nr, 9U8—9!l; S, «8 , Nr. 939 u, 98»; S. 470, Nr, 976 u. 977; S, 472, Nr. 998 u. 983; S. 473, Nr. 10N2 U, 1l1N3; S. 474. Nr, lNU4, S. 47«, Nr, 1Ul2 Rllkosy, auch Rakosi. Eugen (imga. rischer Poet, Geburtsort und Iabr un- bekannt). Zeitgenoß. Ueber die Lebens- umstände dieses noch jungen ungarischen Poeten ist nichts Näheres bekannt. Im November 1866 kam im ungarischen National'Theater sein fünfacNgeZ Lust- spiel „^,L8oi>"zui Aufführung und wurde wiederholt mit so außerordentlichem Er- folge gegeben, daß selbst die deutsche Presse davon Notiz nahm und das in der Quelle angefühlte Journal einen ausführlichen Bericht darüber brachte. „ In diesem Erstlingsweike".heißt es dort unter Anderem, „finden sich Blitze eines Geistes, der bemfen scheint, umwandelnd lind zündend auf die verkommenen un> garischen Nühnmvechältnifse einzuwirken. Neben dm Mängeln, zu denen vor Allem ein breitspuriger Dialog und Anachro» nismen gehören, bestehen die Vorzüge des Stückes in einer an manchen Stellen berauschenden Schönheit der Sprache, in der kernigen, in meisterhaften Pinselstri> cken gezeichneten Charakterifirung der Personen und in dem erquickenden Hauche des Talentes, der durch das ganze Stück weht. Es ist nicht vollendet in der Form — aber eS ist genial gedacht und ge> schrieben. Trotz aller Mängel lauscht man mit Interesse der Liebesgesckichte des grie- chischen Fabeldichters, man intnguirt, liebt und lebt mlt den einzelnen Personen und fühlt stch geistig gestärkt und ange» muthet. Unfertig ist die Hülle, köstlich
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich