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Namberg 30? Namberg
gante, Witzige, Heitere vorherrscht. Daß
er aber auch im großen Oelbilde Bedeu»
tendes zu leisten vermag, hat er eben in
dem schon erwähnten Bilde: „Fried-
rich's I I . Hof zu Palermo" bewiesen,
welches als eine in lieblichster Weise aus.
geführte, mit echtem Schönheitszauber
und überraschender individueller Wahr/
heit getränkte Veilebendigung einer ent>
femtenGeschichtsperiode bezeichnet wurde.
Noch sei bemerkt, daß der älteste Sohn
deS Freiherr« und Maria Theresien»Or-
densritters GeorgHeinrick Freiherrn
von Ramberg ^s. d. Folgenden^ auch
Arthur heißt. Ist unser Maler Ar thur
von Ramberg, der jedoch nirgends
als Freiherr aufgeführt erscheint, etwa
dieser Sohn?
Zeitschrift für bildende Kunst (LeipM, V.
A. Seemann, 4".) Vd. I , S. 3»; Vd. IV,
S, Sl u. N4; Beiblatt, Bd, I, S. 2, 5, l2,
4L; 60; Nd. I I , S, 3- Bd. IV, S. 72, —
Allgemeine Zei tung (Augsburg, Cotta,
4°.) <88l), S. 32!> u. 30??. — Nat iona l .
Zeitung (Berliner polit, Blatt) «888,
Nr, 49l, im Feuilleton.- „Dio allgemeine
deutsche Kunstausstellung in München", Von
Ernst Förster, — Neue freie Presse
(Wiener polil, Blatt) l8S8, Nr, 1483, im
Feuilleton: „Die Qesterreicher in München".
— Süddeutsche Zeitung (Frankfurt
a. M,) <8«2. Nr. 6l , im Feuilleton: „Die
bildende Kunst in Weimar und die Kunst«
schulen".
Ramberg, Georg Heinrich Freiherr
von (k. k, Feldmarschal l-Lieute
nant und Ritter des Maria Theresien
Ordens, geb. zu H annover 28. Februar
1786, gest. zuT ep litz lnBöhmenL.Sep
tember 1838). Bei seiner Vorliebe zum
Soldatenstande las er im Glternhause
vorzugsweise militärische Schriften und
trat im Jahre 1803. damals 19 Jahre
alt, als Europa gegen den corsischen
Helden in Waffen stand, in die preußische
Armee. Er wurde in derselben bald Offi» cier in einem reitenden IägercorpS. machte
die Feldzüge 1808 und 1807 gegen die
Franzosen mit, focht bei Friedlaich.
Gylau, Königsberg u. a. O., und halte
unter einem tüchtigen Kriegsmeister, dem
General Scharnhorst. dem er zuge-
theilt war, Gelegenheit sich militärisch
auszubilden. Nach dem Frieden vou
Tilsit im Jahre 1808 verließ er aber die
preußische Armee, brachte einige Zeit in
seiner Heimat zu, trat jedoch noch im
nämlichen Jahre als Cadet bei Schwär»
zenberg'Uhlanen in die Dienste des öste»
reichischen Heeres. Im folgenden Jahre
wurde er Unterlieuteuant im Regiment«:
und bald darauf dem General-Quartier-
meisterstabe zugetheilt. Im Hauptquartier
des Erzherzog Kar l machte er den Feld
zug in Bayern mit und wurde für seine
ausgezeichneten Leistungen in der Schlacht
bei Regensburg zum Oberlieutenant im
Generalstabe ernannt. Dem 2. Armee-
corps deS Feldzeugmelsters Prinz Hohen-
zollern zugetheilt, focht er bei Aspern,
Wagram und Znaim. In der Schlacht
bei Aspern verlor er' zwei Pferde unter
dem Leibe und als ein Bataillon Froh»
li ch von französischer Kavallerie bereits
geworfen wurde, holte R. aus eigenem
Antriebe Kavallerie herbei, wodurch das
Bataillon seiner Vernichtung entging.
Sein Name wurde in der Relation über
die Schlacht bei Aspern rühmlichst ge.
nannt. Bei Wagram, als er gewahrte,
wie die feindlichen Sturmcolonnen die
Höhen von Baumersdorf bereits er-
stiegen hatten, warf er sich denselben
mit 4 Escadronen Hessen «Homburg»
Huszaren, die er, ohne Befehl dazu
erhalten zu haben, herbeigeholt, ent»
gegen und sie über den Rußbach wieder
zurück. Nach dem Waffenstillstände arbei-
tete er an den Verschanzungen der Posi»
tion von H.cs bei Komorn, kam dann
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon