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Nammelmayer 341 Vammelmllyer
Königreichs Böhmen, welche unter dem
Titel: „Kurzer, jedoch gründlicher unl> aulfnlir-
lichll Vlricht, uam Nrzurnnge, AMummen nnd
-Zufällen iier PreiZwnrdigZten bühmizitien Uund-
tatel, lllz de« küstbarsten Nleinud« de« höchst
berühmten Nönizreichz Nähmen" (Leipzig 1738)
erschien, wovon ein Theil im 11. Hefte
der Riegger'schen „Materialien zur
alten und neueren Statistik von Böh>
men abgedruckt ist. Für seine im lang»
jährigen Staatsdienste erworbenen Ve»
dienste wurde R. im Jahre 1747 mit
Diplom vom 4. September in den Adel-
stand mit dem Prädicate von Ramho»
fen erhoben.
Aoelstands.DipIom Ääo. Wien 4, Sep.
tember <747, — Wnppen. Gin roth« Schild,
von einein links gezogenen blauen Balken,
der oben und unten von einem goldenen,
sechseckigen Sterne begleitet ist, ourchschnit»
ten und mit einem zur Rechten in Sprung gc<
sehten silbernem Einhorn belegt ist. Auf dem
Schilde erhebt sich ein geschlossener, mit einem
roth'weih'gelo und blauen TĂĽrkenbunde be-
deckter Helm. Aus dem Helme wächst das
obige silberne Einhorn, zwischen zwei mit
den Sachsen nach innen gekehrten, rechts
roth ĂĽber Silber, links blnu ĂĽber Gold ab-
getheilten AdlerflĂĽgen hervor. Die Helm-
decke,n sind rechts blau mit Gold, links roch
mit Silber unterlegt.
Rammelmayer, Adam (B i l d h a u e r,
geb. zu W i e n um das Jahr 181(1).
Von bürgerlichen Tliem, sollte er an»
fänglich ein Gewerbe erlernen und Pfej»
fenschneider werden, aber sein auögespro-
cheneS Talent fĂĽr die Kunst uerhalf ihm
zu einer edleren Laufbahn. Er erlangte
die ErlaubniĂź, die k. k. Akademie der
bildenden KĂĽnste in Wien zu besuchen,
wo er tĂĽchtige Fortschritte machte, einm
Preis und mit diesem die Anwartschaft
zu einer Reise nach Rom erhielt. Gr bil>
dete sich nun längere Zeit als Pensionär
in Rom, kehrte dann in das Vaterland
zurĂĽck, wo er sich in Wien als Bildhauer seĂźhaft machte und bis zur Stunde seine
Kunst ausĂĽbt. Seit 1832 stellte er bis
1848 ziemlich fleiĂźig in den Iahres-Aus-
stellungen der k, k. Akademie der bilden»
den KĂĽnste bei St. Anna in Wien aus
und waren von seinen Arbeiten zu sehen
im Iahie 1832: „Anchizes, nachdem et «eine
Nebe mit Venus bki linem Gelage verräth, wird
nun Jupiter mit dem Nlitp Nttlnlgt, den Venns
WMngt", Gruppe in Stein; - 1837:
„Ohristns bnsNrenz tragend"-, die Basreliefs
am Piedestal stellen dar: „Nie schüPlulig
des Menzchln"; —> „Nm Snndenillll"' —
„Neu AnZtnnb nach der Sünde"! — „Den
nlten und neuen Nuilb" ; — 1838: „Zit
Mutterliebe' , in bronzirter Maffa', —
1839: „Ghr!«tll« um Rrenze mit Maria nnd
Irchaimcz", aus Metall.' — 1840: „Zu«
Ne5t der Amoretten" ; — 1843: „Se. Kai«.
HlllM Gcherzllg Allr l Vnbmia«. Statuette
aus Carrara'Marmor; — „Zer Staut«-
Kanzler FĂĽrst uan Mettern ich-Minne-
borg", Statuette aus Carraiamarmor;
— 1646: ,3« H. Hnwt", in Zink ge>
gössen von Karl Mohrenberg, Eigen»
thum des Grafen Harnoncourt> Un>
verzagt; — „Albekka" , Modell zu
einem Zinkguß für Brunnen; — „Gin
musmrenller Engel", in Marmor gearbe!»
tet, Eigenthum Ihrer Majestät der Kai»
serin-Mutter; — 1847: „Nie H. Giirilia",
Modell aus Gyps; — „Herknlll". Sta>
tue, in Bronze gegossen in Wien von
Joseph Glanz. Diese Statue kam zu»
folge des Allerh. bewilligten Antrages
deS k. k. Banaler Militär-General-Com»
mando's nach Mehadia, wo sie in den
dortigenHeikulesbädern aufgestellt wurde;
— „Madonna mit dem Ninde". Hautrelkf,
in Zink ausgefĂĽhrt von Karl Mohren-
berg in Wien (80 fl.); — 1848: «Gia
Necher", nach einer Zeichnung von Eduard
Van der Nu l l und Eduard Engerth.
mit R,'s Beihilfe in Silber ausgefĂĽhrt
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon