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Nammershoffer 312 Namming
von Joseph Glanz. Er wurde dem
Director der drei allgemeinen österreichi»
schen Gewerbe.AuSstellungen, Herrn Ja-
cob Reuter, von den Ausstellern als
Ehrengabe verehrt. Außer diesen össen-
lich ausgestellt gewesenen Arbeiten R. s
sind mir nock bekannt: eine lebensgroße
„Zwni de« NlliZrrs Frlin) I.", in sitzender
Stellung, im Jahre 1842 gearbeitet; —
eine imIahre1847von dem Künstler aus
Rom an die Wiener Kunstakademie ge-
schickte Zeichnung zu einem Monumente
für Mozart, Beet ho ven.Gluck und
Haydn. das in der Wiener KaclSkirche
in der Seitencapelle rechts — links be»
findet sich das Denkmal des Dichters
Col l in — aufgestellt weiden sollte; —
dann eine im Jahre 1847 für daaSoura-
portal des Eingangs der Kapelle vom
Miiabelplahe in Salzburg ausgeführte
plastische Arbeit. Von seiner Hand sind
auch die Modelle der in Radetzky'S
Ruhestätte zu Wetzdorf aufgestellten Sta-
tuen, welche in der Salm'schen und
M ohrenber g'schen Gießerei gegossen
worden sind, sich aber nicht über ge>
wohnliche Duhendarbeit erheben.
Kataloge der Kunstausstellunne» in der k. t.
Akademie dec bildenden Künste bei St, Anna
in Wien (»»,) l832, l837—l8t«, »843. 18«
biß 1848 ^in Vene» ei,' stets mit eine», >»,
Nci »iclmayer, geschrieben erscheint^, —
Frankl (Ludw, Aug, I->r.), SonntagSIilät'
tec (Wien, 8°) 1842, S. 22; l844, S, 3UU;
1847, S, ^8 u.' 4?.
Rammelshoffer, siehe: Ramüzy, Va-
lerian sS. 317 d. Bds.^.
Räumung von Riedkirchen, Wilhelm
Freiherr (k. k. Feld marschall - 3 i eu>
tenant und Ritter des Maria There»
sien°OcdenS, geb. zu Nemo schiß in
Böhmen im Jahre 1813). Sein Vater
Wilhelm (geb. im Jahre 1770 zu
Lastau in Sachsen). zuletzt Rittmeister
und Commandant des Nemoschützec Mi» litärgestüts, wurde in Anerkennung seiner
vieljährigen Dienste und insbesondere
seines umsichtigen Verhaltens im Feld.
zuge deS Jahres 1809, im Jahre 1822
mit demPrädicatevonRi ed kirchen in
den erbländischen Adelstand erhoben. Der
Sohn, gleichfalls Wi lhelm, kam zur
militärischen Ausbildung in die Wiener»
Neustädler Akademie, wo er so ausge»
zeichnete Fortschritte machte, daß er im
October 1834 als Unterlieutenant zum
7. Kürassier'Regimente Graf Hardegg
ausgemustert wurde. In demselben diente
er bis 30. November 1839, worauf er
zum Oberlieutenant im General°Quar>
tiermeisterstabe befördert wurde. I n die-
sem rückte er am 20. Juni 1848 zum
Hauptmanu. am 21. Februar 1849 zum
Major vor. Am 4. Juni 1849 wurde er
Oberstlieutenant im 11. Infanlerie'Re»
gimente Erzherzog Rainer und noch an:
20. October desselben Jahres Oberst im
General'Quartiermeisterstabe. Im Mai
1834 erfolgte seine Ernennung zum Ge>
neral'Major, am 28. Juni 185!) zum
Feldmarsckall'Lieutenanl, worauf er zu>
nächst als Divisionnr zum 3.Armeecorft<;
in Laibach, aber schon im Jahre 1861
als Stellvertreter des General'Quartier>
meisters nach Wien kam und im I . 1862
dem-Kriegsministerium zugetheilt wurde,
Bald darauf trat er, angeblich aus Ge>
snndheitörücksichten, in den Ruhestand,
den er jedoch im I . 1866 wieder verließ,
um daS Commando des 6. Armeecorps
zu übernehmen. Dieser außerordentlich
raschen Beförderung — denn R. war mit
39 LebenS- und 20 Dienstjahren bereüs
General — liegen auch außerordentliche
Leistungen zu Grunde. Sckon im Jahre
1848 als Hauutmann dem Reservecorps
unter Feldmarschall-Lieutenant Freihecrn
von Welden beigegehen, gab er viel-
fältige Proben von Umsicht, Entschlossen-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Band 24
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Prokop-Raschdorf
- Band
- 24
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1872
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 450
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon