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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 317 -
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Seite - 317 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24

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Namoser 317 VllMÜHY mündliche Discussion hinausgekommen so wäre vielleicht die Sache nicht weite beachtet worden. Als aber der Ordens prior über diesen Gegenstand soga Schriften drucken ließ, griff die kirchlich Obrigkeit in dieses Treiben ein und de Papst Pius VI . gab Befehl, die Gesell schaft auseinander zu treiben. Ramoser kehlte nun nach Rom zurück, wo er, wi überhaupt in Italien, nur unter dem Namen Pietro F i l ipp ino bekannt war. Obwohl sick R. durch seine kunst vollen Arbeiten namhafte Summen ver> diente, so achtete er doch den Werth des Geldes gering, verschenkte VieleS, wurde, da man seine Herzensgute mißbrauchte, mitunter hintergangen und zuletzt, wo er hinkam, bestohlen. Sein väterliches Erb theil hatte er früher schon seinen dürfti gen Verwandten, namentlich seinem gleichnamigen Nissen, dem Maler Ra mosei. in Botzen geschenkt. In Folge der vorbeschriebenen Umstände gerieth der Künstler, der sich nicktS erspart und waS ei in seiner Heimat besessen, ver> schenkt hatte, für seine alten Tage, in denen er nicht viel arbeiten konnte, selbst in die drückendsten Verhältnisse. AlS sein Neffe davon Kenntniß erhielt, eilte er versönlich nach Rom und führte den alten Onkel in seine Heimat zurück. Dort leble nun Ramoser den Rest seiner Jahre, nur von einer Idee, welche er in Italien gefaßt, beseelt. Gr wollle näm» lich auf einem Hügel außerhalb dcr Stadt Foligno Stationen und eine Kirche des h. Grabes bauen. Er entwarf zu dieser seiner Lieblingsidee selbst die Zeichnungen und forderte alle seine Be> kannten in Briefen zur Betheiligung da» ran auf. Diese Idee verließ ihn auch nach seiner Rückkehr in's Vaterland nicht, er nahm sie in sein Grab mit. R. starb im Greisenalter von nahezu achtzig Iah> ren. WaS seine Arbeiten betrifft, so wird von Kennern die außerordentliche Sorg» fält gerühmt, die sich in Zeichnung und Ausführung kundgibt. Die Figuren sind überall mit erstaunlicher Feinheit gear« beitet, seine größte Stärke jedoch besaß ei in Säulengängen und in anderen Petspectiven. welche er mit seltener Kunst» fertigkeit auszuführen verstand. Sai» ml er für Geschichte und Statistik Tirols (Innsbruck. 8".) Vd. I, S «8. — Naglet (G. K, Dr.), Neue« allgemeine« Künstlet' Lexikon (München 18!lli, Fleischmann, l>«.) Vd. XI I , S. 284, — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt oon Dr. Karl Klun zinger (Stuttgart l8UU, Ebncr u, Seubert, «r. 8°) Vd, I I I , S. »l4, — TirolischeK Künstler.Leiikou (Innsbruck !8»0, Fel. Ranch, 8°.) S, 203. — Oesterreichische Nationll l 'Encytlopädie von Gräffer und Czitann (Wien l835, 8".) Vo. IV, L. 24? Inacn dieser »eb. am <?. März l?22). — Tschischta (Franz), Kunst und Alter< thum in dem östeireichischen Kaiserstaate (Wien. Fr. Neck. gr. 8».) S. 3W. —Staff- ier (I°h, Inc), Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschichtlichen Bemerkungen (Innsbruck l84?, 8«.) Nd. I I , S 8«9 l^nach diesem geb am 22. Jänner i?22). — Meyer ( I ) , Das große Con> versations'Lenlon für die gebildeten Stände (Hildburghnusen. Vibliogr. Institut, gr. «".> ZweiteAbthlgBb, V. S, 43!. RllMÜzy, auch RllUlnczl), Valerian gelehrter Benedict iner und Schul, mann, geb. zu GünS in Ungarn 6. April 1807, gest. zu Oedeuburg, 20. Juni 1864). Von deutscher Abstam» mung und heißt eigentlich RammerS> offet. Nachdem er daS Gymnasium in feiner Vaterstadt beendet, trat er Mitte October 1821. seinem inneren Dränge olgend, im Stifte Martinsberg in den Benediclinerorden, in welchem er zu Raab die philosophischen Studien been» ete und sich nun zunächst dem Lehramte uwendete. Nachdem er zu b
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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