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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Band 24
Seite - 345 -
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Nank, 343 Nank an Euer Herz geführt; es lächelt über Euren Wahn, um welchen ihr es scheiden machtet. Mit Kindesbangigkeit legen wir Euch das Vaterland an's Herz. Hegt es, wie es guten Söhnen ziemt, die nu» die Sorge ganz allein auf sich genommen haben; liebt es mit der vollen Kindesliebe, dke nu» berufen ist, des Vaterhauses Glück und Lust zu schaffe»; schützt es mit der ganzen Wachsamkeit und Kraft, die Euch die Ehre auferlegt im Na> men Eurer ganzen Nation. Unsere Verban- nung wird erträglicher, sofern es Euch im Vaterland«: wohl ergeht. Einen Schmerz er< spart uns in Zukunft- daß wir des Vater» landes Wangen gramgefurcht, sein Auge thcänenschwer, die Locken grau geworden se° den, wenn wir nicht einst zum zweiten Male uns durchgeschlagen haben an sein Herz. Mit vielen Feinden habt Ihr's aufzunehmen, s>e> krönten und nicht gekrönten, nach innen und nach außen. Rüstet und seid wachsam. Brüderlichen Herzens will Deutsch-Ocsterreich sein Ohr erwartungsvoll an Eure Grenze legen, um Euch nimmer, trotz der Trennung, in Gefahr allein zu lassen," V. Nnnk'Z Handschrift. Henze charakterisirt dieselbe mit den Worten i „populär,, natür» lich, npfelblüthig". sHenze (Adolf), Die Handschriften der deutschen Dichter und Dich» terinnen mit 2N!> Facsimiles u. s. w. (Leip> zig 18!i5. Vernh. Scklicke, 12») gibt aber ein unrichtiges Geburtsdatum, den 13. (statt des 10.) Juli <5lä an.) VI. Porträte, 1) Unterschrift. Facsimile des Namenszuges: Josef Rank. Eduard Kai- ser (lith.) 184?. Gedruckt bei I . Höfei ich (gr. 4°.), auch als Beilage zur „Wiener Zeitschrift" 1848; — 2) Facsimilie des Na- menözuges: Josef Rank, darunter: geb. am 10. Juli 1813 zu Friedrichslhal im Vöhmer» walde. Gcz, 1883 in Wien, gest, uon Carl Mayer's Kunst-Anstalt in Nürnberg. Auch als Titelblatt zur „Lidussa" !«38. Noch sind zwei Brüder, Joseph und Kar l Rank, anzuführen, welche jedoch mit unse< rem deutschen Joseph Rank in gar keiner verwandtschaftlichen Beziehung stehen. Dieser mußte gar aus Anlaß einer stattgehabte,! Verwechslung in den öffentlichen Blättern dagegen Einsprache erheben, l, Joseph Rank (geb. zu St. Hub.ertschloß im Saazer Kreise Böhmens 22. Octobcr 1833), kam nach Prag zu seinem Onkel, dem bekannten Lexikographen Joseph Frantci .8umauöry I M . IV, S. L4l)), bei dem er sich mit der vaterländischen Literatur bekannt mackte. Auch gewann er bei den leiikogwphiscken Arbeiten seines Oheims große Vorliebe für die slavischen Sprachen, deren verschiedene Dialecte er eifrig studirte. Zugleich betrieb er Musik und nahm bei I . Mayer, 2em nachmaligen Orchesters ireclor des Prager Theaters, Unterricht in derselben, und be- suchte in den Jahren l33l—I8V3 dk' Präger Oraelschule. Schon seit 18I!j unter- stützte er seinen Onkel Franta bei der Ve> arbeitung des von demselben begonnene:! panslauistlien Wörterbuches, dessen Vollen- dung jedoch durch Franta'S im December l837 erfolgten plötzlichen Tode unterbrochen 5iurde, In diesem Jahre trat nun N. bei dem Prager Stadtarchiv in öffentlichen Dienst und hatte dort Gelegenheit, sich mit dem Urkundenschatze dieser Anstalt bekannt ;u machen. Im Jahre ll><>l wurde R. Adjunct bei diesem Archive, bei dcr in dni Jahren l8ü2—18«t durchgeführten AemtrvOrganisi» rung Hilfsämter-Aojmn't. in welcher Eigen» schaft er bis zur Stunde bedienstet ist. Seit Anfang der Sechziger.Iahre beschäftigt sich N, mit sprachlich compilatorischen Arbeiten der verschiedensten Art, welche ihrem Gehalte nach nicht über den Charakter gewöhnlicher Buchmacherei hinauskommen. Auch hat cr sich im Jahre <8L3 mit einem Libell im publicisti« scheu Gebiete versucht, auf welchem er jedoch uon der competenten Kritik entschieden zurück' gewiesen wurde. Seither hat er das Felo d^ grammatikalischen Kompilation nicht wieder verlassen und folgende Schriften herausgebe, ben: im Vereine mit Ioh. Hlauata die dritte und vermehrte Ausgabe dc6 in erster, von Ioh. Voüa? Iv veröffentlichten: „(I'Llik? 3tö ül'Läm'kü" i t. ä., d i. Der eechische Nechtsfreund zum Gebrauche für jede» Staats» bürger, insbesondere für Beamte u, s. w, (Prag 1862, Kober, 8°.)- — „Ivu,M8in «lav- ülk ilovin^r,«!cx, v uewZ «u nkekä-eHi Kleine« Zeitungslerikon. worin lie Wörter fremder Sprachen zu finden sind (ebd, l8U2, Äober, gr, lL°); — n^°^^ slovui!: k2po^ni inuilnu,, 8uWav3ksna ». mu. i., auck mil deutschem Titel, Neues Toschenwörter buch der böhmischen und deutschen Sprache nach Iungmann, sumausky u. A. (Prag 13«», Gottlieb Haase Söhne, 12«), böhmisch'deutscherunddeutsch'böhmiscker Theil,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Band 24
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Prokop-Raschdorf
Band
24
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1872
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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