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unterhalt vom Musikunterrichte, indessen
aber wurde er sich immer klarer über
seine neue Lehrmethode, deren Werth er
bei seiner praktischen Beschäftigung immer
genauer kennen und würdigen lernte. Ei
entschloß sich nun, die Resultate seiner
theoretischen und praktischen Studien zu
veröffentlichen, um die Urtheile der Fach»
männer kennen zu lernen. Es erschienen
nun folgeweise: »2>a«i6
« (Paris 1814, auch 1834,
4".), mit einem Hefte Musikbeilagen; der
berühmte Mähu l wollte dem Institut
clo?ranoo eine ausführliche Würdigung
dieses an neuen Ideen so reichen Werkes
vorlegen, aber sein unvermuthet eingetre»
ner Tod vereitelte dieses Vorhaben. —
Dieser Arbeit folgten: „Q?«?-«
' ? au
dieses WeikNeichll's hatte einen großen
Erfolg, und während R. dafür nicht
mehr denn 3000 Francs erhalten hatte,
gewann der Verleger damit 70.000 Fr.;
«, 2 parties (?ari3 1824 st 1828,
Oo., 4».), schließt sick organisch
als Fortsetzung an die beiden vorgenann-
ten an und behandelt die verschiedenen
Arten von Contrapuncten und Canons
mit dm alten und neuen Instrumental»
fugen, mit den Doppelchören, mit der
Anwendung des fugirten Genre in der
Kirchen», Instrumental» und Theater»
musik, endlich mit der Form und der
Abtheilung der Musikstücke, woraus die
eigentliche Symphonie und die daraus
hervorgegangene Kammermusik bestehen; (?a,ri8 1833, ^.. ^arsno, 4«.), voll treff<
licher Bemerkungen über die Prosodie,
die Poesie, die Stimmen und die ver»
schicdenen, beim Theater gebräuchlichen
Musikstücke. Noch sind einige kleinere
theoretische Arbeiten Reicha'S anzufüh»
ren, welche in die Folge seiner unnum»
merirten Opera aufgenommen erscheinen
und die Titel führen:
und
". Diese Arbei»
ten, namentlich die erstgenannten vier,,
haben Reicha'S Ruhm in der Musik«
welt bleibend begründet, sein Ruf ging
über die Grenzen Frankreichs hinaus
und er zählt allgemein als der erste
Compositionslehrec unserer Zeit, ein
Ruhm, der ihm bis zur Stunde nicht
streitig gemacht worden ist. Nach dem
glücklichen Erfolge dieser theoretischen
Werke wurde Reichn schon im Jahre
1817 zum Compositionölehrer an Mö>
h u l 'S Stelle im Pariser Konservatorium
ernannt; im Jahre 1831 mit dem Kreuze
der Ehrenlegion geschmückt und vier
Jahre später zum Mitgliede des Institut
ro^al äs I^anoe erwählt, nachdem er
über die Zulassung in die Reihe der
Mitglieder schon im Jahre 1831 ein
Memoire an die Mitglieder der Akademie
der schönen Künste gerichtet hatte, unter
dem Titel: „^4 msHsisu?'« is
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon