Seite - 160 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
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Neicha 160 Neichan
steffen Anton obwaltet. Gerber zählt
nämlich uon ihm auf: „ 1^/^)«o« aonc?.
p. V. st I^l'oionc.", 2 I^ivraiLouL, Op. 1
(Bonn 1798)', — „ ^ 7 Oo?!o. ^o?^ ia
6.«, 3 I.ivr.1 0^.. 2 (ebd. 1799);
ei 5^e.«, 0x. 3 (ebd.)' — „
z). s^ I'^^ö. i^i D si 0." (Paris), auch
jedes einzeln I — „ / ^ ^ i o s ^ . 1^«o^o?l
«l N^e.«, 0^>. 4 (1802): auch bemerkt
Gerber indererstenAuSgabe seines histo»
risch>biograph!schenLexikonSderTonkünst-
ler, daß mehrere seiner Compositionen, u.a.
acht Violiuconcerte, ein Flötenconcert,
zwei Duette für zwei Violoncelle, 1784
in den Musikniederlagen zu Hamburg
und Leipzig im Manuscript zu finden
waren. Betreffs dieser handschriftlichen
CompositiZnen kann eine Verwechslung
mit den Arbeiten seineü Neffen nicht
möglich sein, da dieser damals erft
14 Jahre alt war und auch erst zehn
Jahre später, 1793, in Hamburg sich
befand. Joseph R. wird als tüchtiger
Componist gerühmt. Ein nicht geringes
Verdienst besitzt er auch um die musikalische
Ausbildung seines nachmals so berühmt
gewordenen Neffen Anton R. s^S. 183^,
der, flüchtig aus seinem Vaterhause, bei
ihmScbutz und Unterkunft fand und jenm
gediegenen Unterricht in der Musik er»
hielt, wodurch die Grundlage zu seiner
spateren Berühmtheit als Musiktheoreti-
ker und Compositeur gelegt wurde.
Werber (Ernst Ludwig), Historisch>biographi<
scheS Lenkon d« Tonkünstler (Leipzig l?9N,
I. G. I. Vreitkopf. gr. L°.) Vd. I I , Sp, 280.
— Derselbe, NeueV historisch-bionraphi'
schc« L«ikon der Tonkünstler (Leipzig lsl3,
A. Kühnel, gr. 8«.) Nd. I I I , Sp. 813, —
Neues Uniu ersal<Lelikou der Tonkunst.
Angefangen uon Dr. Julius Schladebach,
fortgcs, von Ed, VeinSdorf (Dresden l887,
Nob. Schäfer. gr. 8°.) Vd, I I I , S, 297. —
I^ aä. lüsFor, d, i. Conversations'Lexikon, Rebig, von Dr. Franz Ladisl. Rieger (Prag
l85<), Kober. Lei. 8°.) Vd. VII, S. 30«.
ReichlM, Nlois (Maler. geb. zu
Lemberg um das Jahr 1810). Erscheint
auch Raichan, Rajchan und Rej-
han geschrieben. Gehört einer Künst-
lerfamilie an, welche aus Sachsen nach
Polen und Galizien eingewandert ist;
ein Mathias R. lebte lim die Mitte des
18. Jahrhunderts in Polen und werden
Fresken und Malereien von seiner Hand
noch in polnischen Kirchen gefunden. —
Ein Joseph R,, in Polen geboren und
erzogen, diente im Jahre 1794 zur Zeit
der Belagerung Uon Warschau in der
polnischen Armee. In der Folge befand
er sich als Porträtmaler zu Pulawy am
Hofe des damaligen Generals der podo-
tischen Truppen, A. Fürsten Czarto-
rysky. Im Jahre 1798 kam er nach
Lemberg, wo er sich bleibend niederließe
und um daS Jahr 1822, im Alter von
60 Jahren, starb. Joseph R. malte
vorzugsweise Bildnisse, aber mit solchem
Geschicke in Farbe, Haltung, Ausdruck
und Aehnlichkeit, daß sein Nuf weit über
Lemberg sich verbreitete. Einige im Jahre
1800 ausgeführte größere Oelbilder mit
landschaftlichen Darstellungen und ein im
Auftrage von Wladiölaw Czarnecki
gearbeitetes Nltargemälde ernteten sol»
chen Beifall, daß ihn letzterer um jeden
Preis überreden wollte, nach Nußland
zu übersiedeln; aber schon war sein Nuf
in Lemberg fest begründet und die Beste»
lungen häuften sich daselbst so sehr, daß
R. alle Anerbietungen ablehnte und m
Lcmberg blieb. Seine meisten Arbeiten,
Bildnisse von Privatpersonen, befinden
sich in Lemberg, zerstreut im Besitze der
dort lebenden Adels- und Vürgerfami-
lien und auf den Besitzungen galizischer
Edelleute. Von seinen Bildnissen ist be»
sonders bekannt jenes des berühmten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon