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Neiffeuftein <k Nösch 198 Neiffenstuhl
in Wien. Für die auö dieser Kunstanstalt
hervorgehenden Arbeiten sind namhafte
KĂĽnstler, wie ;, B. I . Bauer, Conrad
Orefe. I . Marastoni , L. Petro»
vicS, Franz Schams, I . V a rönne
l>. A. lhälig und sind von den ans ihr
liervorgegcmgenen Kunstblättern anz»
führen: „Die Freude", gemalt von
Boecker, — „Der nächilicke Fisch»
fang", gemalt von Gude; — »Der
Schmerz", gemalt von Boecker; —
„Die Weinlese", gemalt uon A. GareiS,
alle vier chromolithographirt von I .
Bauer ; — „Partie vom Achensee",
gemalt von Krause, chromolith. uon
Berke; — „Das Familienständchen",
gemalt uon Gesellschau; — „Judith",
gemalt uon Prof. Niedel ; — „Hol'
ĂĽber", gemalt uon Neuheit , alle drei
chromolĂĽhoglaphirt uon Conrad Grefe;
— „Der Eiökahrkogel" , gemalt uon
Schwemminger, chromolilh. von L.
Pet rov i tS; — „Mädchen mit Eich-
Hörnchen", gemalt von P! t tn e r, chro>
molith. von Ebendemselben; — „Enten",
gemalt uon Intz', — „Pfau und Hüh»
ner" , gemalt Uon Ebendemselben; —
„Mittagsruhe", gemalt uon Kol ler ,
alle dre! chronwIith.vonI. Marasto n !;
— „Vor dem Examen", gemalt von
Bank; —„Brustbild", gemalt von Franz
Ruß; -— „Mädchen mit der Katze",
gemalt von Beyschlag; — „Uaäonnu,
äellkäoäil,,") gemalt von Naph ael; —
«Knabe mit dem Hunde spielend", ge>
malt von Paul M a r t i n ; — „Rubens
Frau", gemalt Uon P. P. NubenS; —
„Mutter und Kind", gemalt von Npv;
alle sieben chromolith. uon Prof. Franz
SckamS; — „Abend am Chiemsec",
gemalt uon Gude, chromolith. von I .
Varonne. Auch ging aus dieser Kunst»
anstalt das große Prachtwerk: „Die Ba>
learen", mit siebzig von I . Varonne, , I . Marak, G. SeeloS. I . Sel-
! leny und A. Schäffer in Aquarell'
! manier ausgefĂĽhrten Ansichten hervor.
Kllnstkataloge uei'schiedencr Ausstellungen
i»! k. k österrlichischen Museiuu, !>n östel'>
rcichischen Kunstun-em u. in, a.
Reiffenstuhl, auch Neisscnstllcl, Anton
(Landschaftsmaler, geb. zu Salz»
bxrg). ZeitgenoĂź. Tntstammt einer zu
Aüsang deö achtzehnten Jahrhunderts aus
Ehiemsee in'<) Salzblirgische eingewan»
dertenKĂĽnstlerfamilie, uon der mehrere in
derKunstwelt einen Namen haben, so z.B.
der Hofbaumeister des Herzogs Maxi>
mi l ian I. von Bayern, Hans Simon
Neiffenstuel (gest. 1624), der Erbauer
der künstlichen Soolenleitung von Reichen»
hall nach Traunstein, dann dessen Sohn
Simon (gest. 1620), einer der Mittheil-
nehmer an dem Baue der berĂĽhmten
und trefflichen Wasserleitung in MĂĽnchen,
dem auch noch die Erbauung der Isar>
trift, deS Triftabrecheiis, des Triftholz'
gartens u. m. a. zugeschrieben werden.
Der Erste, der von der Familie Reif.
fenstuel nach Salzburg gekommen, ist
der Handelsmann Gccn'g Niklas Reif»
fenstuel, der sich im Jahre 1707 mit
M a r i a B a r b a r a , Tochter der cmgese»
henen SalzburgerBĂĽrgerfamilie P a urn>
feind vermalte und der Stammualer
der noch heute in Salzburg lebenden
und wohlhabendeil Sprossen dieseö Ge»
schlechtes ist. Von diesem erschienen meh>
rere zu verschiedenen Zeiten als Würden»
träger der Salzburger Sladtgemeiude, so
z. B. Georg Niklas Neiffen stuel.
Verwalter deS Gotteshauses in MĂĽlln.
uon 1732 b!S 1741 als Stadtrath. Iu-
haun Christian Neiffenstuel, Stadt»
ftfarr» und Armensäckeluerwalter. von
1768 bis 1772 gleichfalls als Stadtrath
u. f. w. Anton Neif fenstuel, ein
SproĂź dieser Familie, lebte in den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon