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Neiffenjtuhl ' Neil
Dreißiger- und Vierziger-Jahren unsere
Jahrhunderts in Salzburg, wo er sich
wie Süß berichtet, „in der Kunst de
Landschaftsmalerei durch seinen von be
sonderen Talenten unterstützten Fleiß
auf eine hohe Stufe schwang". De
größte Theil seiner Arbeiten mag woh
in seiner Vaterstadt geblieben sein, wi
eS denn auch nicht bekannt ist. ob er d>,
Kunst blos als Dilettant oder aber zum
Lebensunterhalte ausübte. I n den Iah
ren 1332. dann 1839 und 1840 hat er
auch die Iahreö-Äusstellungen in der
k. k. Akademie der bildenden Künste be
St. Anna in Wien mit seinen Arbeiten
beschickt, und zwar waren daselbst zu
sehen im Jahre 1832: „Ansicht des sage.
nannten Hllim»li5 in Oberuiuen, nm FnZse die
staut Huüein"' — «Ansicht u°n der Rnigl
nach schumg"; — „NerchteZgnden mit dem
Wlltnnann" ; — „Anöicht nun dem Mminn-
mrke Hllmmeran bei Znlzlinrg," ; — im
Jahre 1839: „ZUsi°n ant dem schalberge
gegen siiden" ', — „ZUpm ant dem schniklrge
mit der FernZicht gegen Norden"; — im
Jahre 1840: „ZlMillndZchlllt an« dem
Hllchgelnrge uun slllftnrg". Später hat er
nicht mehr ausgcstellt, und ist über den
Künstler, der, wenn er noch lebt, schon
bei Jahren sein muß, nichts bekannt ge»
worden.
Süß (Maria Vinccnz), Die Bürgenneister in
Salzburg oon t433 bis l84U (Salzburg <84N,
8°,) T, 92 im Terlc und in der Anmerkung,
S. «U4 ,',„ Texte. — Nagler (O. K, Dr,).
Neues allgenieines KünstIer>Lei!kon (München
l839, E. A. Fleischmann, 8°.) Nd, XI I , S, 285
smit ausführlicheren Nachrichten über die
älteren, in Bayern ansässigen Sprossen dieser
Familie, namentlich über Hans S imon
und Simon Rnffcnstuel^. — Kataloge
der Iahrrs.Ausstellungen in der k. k. Alade»
mie der bildenden Künste bei St, Anna in
Wien, 1832, S, <», Nr. »3, 36. »?; S, 2l,
Nr. ««6: 183!», S, !2, Nl. «3; S. l4.
Nr, ION, I8^U. 2, i i , Nr, «3. — Noch isl
des Jesuiten Ignnz Nciffcnstuel l (geb. zu Lilienfeld in Niederösteireich l3. October
i6L4, gest, zu Wien 28. Februar «720) z»
gedenken Es ist nicht bekannt, ob er zu der
»beiwohnten Salzburger Familie gehört, I»>
Jahre i68i, i,„ Uiz^ uon l? Jahren, trat
er zu Wien in den Orden der Gesellschaft
Jesu. Daselbst vollendete er die Studien,
erlangte die philosophische und theologische
Doctorwürde, lehrte dann kurze Zeit Philo»
sophie und Polemik in Wien, wurde aber
bald seim-r ausgezeichneten Nedueraabe wegen
im Predigtamte verwendet, welches er zuerst
in Grah, dann in Wie» in den Kirchen des
Ordens, später in der Metropolitantirche ,u
St. Stephan bis a» sein Lebensende versah.
Zugleich war er als Schriftsteller thätig, »nd
außer einer ansehnlichen Menge von beson»
ders gedruckten Gelegenheits, Fest- und Lei»
chenreden sind von ihm in lateinischer Sprache
im Druck erschienen- „1'Iie««» HliütotLlivaL
tzt I I . " (1?al et l7N2, 12°.); — „0o«mu«
»rodiäullaNZ ItsLläoutlns" (Vlenn»o l?03,
I'ol.); davon eischien auch in, Jahre !?l3
eine deutsche Octauausgabe; — ^Oon^rapdi^
»uLtriaek" (I'ol,). Von seinen Fest< und
Leichenreden sind erwähnenswert!? jene an>äß>
lich der Leichenfeier des Kaisers Leopold ! .
!7UA und des Kaiscrö Joseph I. i71l cr>
schienenen, ferner die Festrede bei Gelegenheit
der Einführung des Grafen S!«ismund von
KolonicS auf den Vischofstuhl in Wien,
und die Grabrede auf den Bischof Franz
Freihcrrn non Rumel, beide au« dem Jahre
l7>6. ^Iille^e?' <Vc>/i.^ <!z>.)> serizitoi-e» ?:<>'
Reil, Johann Anton Friedrich (k. k.
Hofschauspieler und Schriftstel.
er, geb. im Thale Ehrenbreitstein
!. Februar 1773, gest. zu Penzing
ächst Wien 22. Juli 1843). Frühzeiti-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon