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ist, sondern schon lauge früher erhal-
ten haben, dc> ihn Meusel im „Sie»
beuten Nachtrage zur vierten Ausgabe
des gelehrten Teutschlcmds" (Lemgo
1804) , in der, zweiten Abtheilung,
S. 438. bereits im'Jahre i804 als
„Kammerdiener zu Wien" aufführt.
Oesterreich i sch e Natiu naI > Vncy kIopn>
die von Gräffer u»d Czikann (Wien
<833, 8°,) Nd, IV, S, »llg — Neaüs
Curiositäic»! und MemoradilieN'Lrxikon r>on
Wien. HrrnuSs,, ro» Anton Köli ler <Wien
<84<>. gr, «",) Vd, I I , S, 27U, — Frank!
(Llibw. Äug Dr.), Sonntaalblättrr (Wien,
8°) I I . Jahrg. (<843), S. ?7«.
, Franz Johann Joseph von
(Buchhändler und Schriftsteller).
Lebte als Buch. und Kunsthändler in
den ersten Decennie» des laufenden Jahr-
Hunderts in Wien, wo er als sogencmn-
tei „gelehrter Buchhändler" sehr in
Achtung stand. Neber seine sonstigen
Lebensverhältiiisse,' seine Geburt, seinen
Lebens» und Bildungsgang sind nähere
'Nachrichten nicht bekannt. Der Ninzige.
der zu wiederholten Malen und immer
in rühmender Weise seiner gedenkt und
bedauernd bemerkt, daß keine Biographie
über ihn vorhanden ist, ist Franz Graf»
fei ; einmal gedenkt er seiner, als er
eine Revue der älteren Wiener Buch-
und Kunsthandlungen abhält, ein cmde-
reö Mal, als er interessante'Persönlich,
leiten seiner Zeit in seiner pikanten Weise
in kleinen, aber scharfen Contouren sil-
houettenartig zeichnet. Nei l ly war auch
als Schriftsteller thätig. Unter seinem
Namen sind erschienen: „UntechiZmus der
nennten Grdlttschmlinng", 2 Theile (Leipzig
1809. Barth- 2. Aufl. Wien 1818, 8°.i
die erste Aufl. mit 6 K. K. u. 6 Karten;
die 2. Aufl. mit 3 ill. K. K.): — „Zluz,
zirte Nillgl'nsijii?,! t>rr bernlimiezten Feldherren
Gesterm'chs umi Mniimit i l lN I. big unt
Franz II. Zn Veiliindnng mit ticr Geschichte ilirn Aeit nnti mit ihren rchtrn
(Wien 18<3. Heubner, mit 60 Nbbil.
düngen, gest. von Langer u.A., 4»,)', —
„Sinngedichte in 3 Nnchrr». «weite uermetilte
Hnflnge mit riiur ZHihnndlnng Wrr dll5 Sinn-
gedicht" (Wien 18!9, 8°.), daS.Datum
der ersten Auflage gelang mir nicht auf»
zufmdcn. Außerdem gab er. ohne sich zu
nennen, heraus: eine „Niliüuthck der
scherze", in 6 Bänden, „mit fleißiger ehr»
licher Nennung der Quellen und von
einer in Stuttgart späler herausgegebe-
nen ähnlichen Sammlung stark geplün»
dert"; — „Uülndin, oder Feen-, HeIden->
Nittrr- nnli A»!Nlu,«si!egel" (Wien 18l4,
8°.); — einen großen AtlaS, der als
Anhang zx Büsching's neuer Grdbe.
schreibung dienen sollte, aber fehlschlug,
und ein Schema der k. k. Armee, nach
dem Muster des preußischen, aber, wie
Gräf fer bemerkt, „abscheulich gezeichnet
und noch abscheulicher illuminirt". Seine
skizzirte Biographie der berühmtesten
Feldherren ist ein gutes Buch und die
von Ios. Be l l ing , Seb. Langer und
A. Mayer gestochenen Bildnisse der
österreichischen Feldherren sind nach guten
Vorlagen ciuögrführt. Seine „Suuige»
dichte" nennt Gräffer „besser als die
EpigrllmmeKä st n e c's und L e ssin g'S".
R. lebte nls Inhaber des geographischen
Verschleiß'Comptoirs m Wie», war aber
in seineu letzten Jahren immer leidend
und, wie Graffer bemerkt, „mehr im
Bette als in seinem Laden in der Rau»
hensteingafse". Sein Todesjahr findet
sich nirgends angegeben.
Ftllnei (L, A, vi-.), Sonüwasblätter (Wien,
gr. 8°.) I. Iahrg, (!842), S, 529. im Auf.
satzc: „Wiens Kunsthandlungen uor einigen
D<>cennien", uon G ffr. (Gräffrr); I I . Iahr>i.
S. 49?,' „Von unsere»! Neilly", von-
Gräffer,
Rciimrt, siche: Reinhart, Walther
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon