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Neiner 206 Neinhart
bild, vorstellend „Die Apostel St, Philipp
und St, Jacob", bestimmt für die Pfarrkirche
zu Heiligeneich, ausgestellt war. Weiteres
über diesen Künstler ist incht bekannt. sKa>
talog des österreichischen Kunstucreinö «832,
Iu>n Nr, <U.) — 4. Kar l Reiner, ein
zeitaenössischcr Aquarellmaler, rwn dem iui
Jahre 18iu in der Iahres-Ausstellunn in der
k k. Akademie der bildenden Künste zu St,
Anna in Wien zwei Aquarelle! eine „Bri,
gantine" und eme „Parthie aus dem Naß>
thale", zu sehen waren. ^Katalug der I>i>
resÄusstellung in der Akademie der biloen»
den Künste bei St, Anna, «84«, S, 7, Nr. <0?;
S. U, Nr, 105.1
Reiner, siehe auch: Rainer und
Najlicr ^Bi>. XXIV, S> 279 u. 29^.
Neiliert, Karl (Wa ld Horn. Vir-
tuose, geb. in Böhmen um daS Jahr
1730, gest. zu L » dwigslust im Jahre
1894). Erlernte in seiner Heimat die
Kunst und bildete sich im Spiele auf
dem Waldhorn zum Virtuosen aus. Mit
einem zweiten Künstler auf demselben
Instrumente. Namens Bach m a n n ,
spielte er einige Zeit bei der Nicolinischen
Truppe, trat aber dann mit ihm zugleich
im Jahre 1788 zu Sonderhausen in die
Capelle des Fürsten von Schwarz»
bürg. Von dort trat er in einigen
Jahren, wieder mit seinem Collegen
zugleich. !„ die Capelle zu Stuttgart in
Dienste deS Herzogs uon Wiir t tem-
berg über. Daselbst aber trennte sich
N. in einiger Zeit von seinem Spiel«
genoffen und ging als erstet Waldhornist
zur Mecklenburg.Schwerin'schen Capelle,
in deren Diensten er bis an sein Lebens«
ende blieb. Tr wie sein Freund spielten
mit großer Virtuosität ihr Instrument
und leisteten sowohl im zarten Adagio
wie im Allegro das Ausgezeichnetste. R.
war auch Componist und schrieb für
sein Instrument einige Duetten, die er
dann eben mit seinem Freunde vortrug.
— Seine Gemalin Miigdalena^ mit der er sich im Jahre 1770 vermalt hatte,
war eine geborne Nrspr in g er aus
Mannheim und eine ausgezeichnete Sän.
gerin. Sie war am herzoglich Mecklen«
burg'Schwerin'schenHoftheatei und hatte
sich in Italien, wohin sic ihr Gemal
begleitet hatle, im Gesänge ausgebildet.
Dlabacz (Gottfried Ioh), Allnememee histo.
rischeö Künstler>Lerikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
l8!3, Gottl, Haase, 4°.) Vo, I I , Sp, :>»7, —
Gatzner (F S 0r,), Unwrrsal°2el>kun 2er
Tonkunst Neue Handausgabe in einem Vmide
(Stuttgart >849, Frz, Köhler. Uel.8°) S, ?!?.
— Neues Uniuersnl'Lerikon der Ton>
lunst Angefangen uon vr. Iul. Schlade.
bach, fortgesetzt uon Co. Vernödorf (Dreüden
l«»?, N»b. Schäfer, «r. «".) Bd. I I I , S. «07.
— Gerber (Ernst Ludw,), Historisch>biogra>
phiiches Lexikon der Tonkünstlcr (Leipzig »792,
I , G. I , Breilkopf, gr. 8°.) Bd. I I , Sp. 262.
— Meyer (I.), Das große Conuersations«
Lexikon füo die gebildeten Siäüde (Hiloburg.
hausen, Vibliographisches Institut, gr. 8°.)
Zweite Äbtheilg, Vd. V, S. 8Uö.
Reinhart ;u Thurufels und Ferklehen,
Ignaz Freiherr (Director des gehei.
men Haus», Hof- und StaatuarchiveS in
Wien, geb. zuInngbruck 17. Nouem»
ber 1782, gest. zu Wien 7. Mai 1843).
Sein Vater Joseph war ständischer
Verordneter in Tirol und wurde in An»
erkennung seiner Verdienste alü General«
Referent der tirolischen Landschaft im
Jahre 1797 von Kaiser Franz I. in
den Freiherrnstand erhoben. Seine Mut»
ter Gabr ie le Theresia war eine
geborne von Vin tler zu Platsch und
Runkelstein. Der Sohn Ignaz be-
endete daü Gymnasium, die Philosoph!,«
schen Studien und einen Theil der juci»
dischen in Innsbruck, hörte das letzte
Jahr der Rechte 180.'» in Wien, wo er
im folgenden Jahre im k. k. geheimen
HauSarckive in den Staatsdienst trat.
Dort lebte er ganz den bibliothekarischen
und archiualischen Arbeiten-seines Insti«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon