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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 247 -
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Neistch 247 Neisinger „Selbst ist der Mann, hilf dir selbst »nd der Himmel wird dir helfen". Tagespost (Gratzerpolit, Blatt) 18L8, Nr,68: Nekrolog, Reisich, Joseph (Arzt. geb. zu Hrochowteinitz in Böhmen 10. April 1798, gest. zu Prag 27. Nouember 1863). Besuchte in Elbekosteletz. dann in Prag die Normal- und Gymnasial-, in Königgrätz die HmnanitätSclassen und hörte in Prag die philosophischen und medicinischen Studien. Nach Beendigung derselben ging er nach Berlin, wo er durch mehrere Monate an den Kliniken uon Beh re ü S, H u fe land, Gräfe und Nust sich foribildete. Nach seiner Rückkehr erlangte er im Jahre 1823 in Prag die medicinische Doktorwürde, war dann vier Jahre lang Prosector und supplirtö durch längere Zeit zuerst Anatomie, dann Physiologie. Bei AuSbruch der Cholera schickte ihn die Regierung mit noch vier anderen Aerzten nach Wien. um die Seuche kennen zu leinen, und N. be> gründete, als dieselbe in Prag ausbrnch, durch seine ärzlliche Thätigkeit seinen Ruf. Be! dem Umschwünge der ärztlichen Wissenschaft, namentlich in praklifcher Richtung, in den Dieißigei-Iahren übe» nahm R. aus freien Glücken, 1833, trotz seiner ausgebreiteten Praxis die Leitung der medicinischen Klinik an der Prager Hochschule und behielt sie durch drei Jahre; im Jahre 1843 wurde er Decan der medicinischcn Facultät und 1847 Rector der Hochschule. Als solcher grün- dete er eine Stiftung für arme DoctorS» Witwen. Als ihn in der Folge ein schwe» res physisches Leiden an der Ausübung der KrankenpraxlS hinderte, verlegte er sich mit großem Eifer auf die Pomologie, gewann auf Ausstellungen für seine Er> zeugniffe zu wiederholten Malen Preise, ließ auS Belgien, Frankreich Bäume, Reiser und philologische Werke bringen, legte eine- Topforangerie von über 400 Stücken an, um schnell Kenntniß der besten Obstsorten zu erlangen, die er dann zu verbreiten suchte. Au,ch war er mehrere Jahre hindurch Geschnftsleiter deS Prager pomologische» und Directions» Mitglied des Anpflanzungsvereins. In Würdigung seiner mannigfachen ver> dienstlichen Wirksamkeit wurde er im Jahre 1865 mit dem Titel eines kais. Rathes ausgezeichnet. Mit den Jahren nahm sein Leiden zil und endlich einen so bösen Charakter an, baß N. in einer Anwandlung von Trübsinn sich die Adern öffnete, was seinen Tod zur Folge hatte. N. war 70 Jahre alt geworden. Reisich elscheint auch mit g, Reisig, geschrie« ben, waS jedoch unrichtig ist. Äohemia (Präger polir, und Nnterhaltungs' blcttt, 4»,) l8«l>. Nr. 283, S. l4l3; Nr. 28». S. !423; Nr. 28!). S. l « l ^Nekrolog und Veliattungi. — Fremd en-Nlatt. Von Gust. Heine (Wien, 4°.) 18!»!!, Nr, 33 l, — Wiener Zeitung l8L», Nr. 274, S. «38. — slovnik nauäu^. Ileil. !)!>. I'rllut. I>»ä. Illo30l', d. i. Conuersatioiis'Lttikon. Nedigirt von v?. Franz Ladisl, Rieger (Praz, 1859. I . L, Kober. Ler. 8°.) Nd. "VII. S, 29g. Reisillger, Maximilian Freiherr (k. k. Feld marschal l 'Lie uten ant , geb. zu Schönberg in Mähren im Jahre 1776, gest. zu Königgr 5 h 28. Februar 1848). Entstammt einer wackeren Sol> datenfamllie, denn schon sein Vater und Großvater haben als Oberst dasselbe Regiment commandirt, dessen Obersi Freiherr Max im i l i an R. gewesen, »nd sein Großvater Joseph N. war von Kaiser Ka r l VI. mit Diplom vom 4. Juli 1731 in den erbländischen Adel- stand erhoben worden. Max imi l ian R. kam, nachdem er in der Theresiani» schen Ritter-Akademie ausgebildet wor-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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