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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 251 -
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Aeisner 251 N eisner leriewaffe in der kaiserlichen Armee, welche nun durch Reisn er zu einer bis her unbekannten Vortrefflichkeit gehoben wurde. Im Feldzuge des Jahres 1800 erhielt N. in der Schlacht von Marengo durch line Kleingewehrkugel eine so schwere Wunde am Kopfe, daß R. an den Folgen derselben sein ganzes Leben hindurch litt und daß dieselbe als Haupt ursache seines Todes anzusehen ist. Ohne die Heilung abzuwarten, nahm er an den folgendenKämpfen dieseS Feldzuges Theil und wohnte den Gefechten bei Vallegio, Villafranca und Verona bei. Nach dem Friedensschlüsse übernahm R. dag Eom- mando seines Regiments, welches er bis zu seiner am 11. September 1808 erfolgten Ernennung zum General- Major führte. AlS im genannten Jahre wieder der Kampf gegen Frankreich begann, wurde R. neuerdings zum Artilleriechef der italienischen Armee ernannt, als welcher er in der Schlacht bei Caldiero, dann bn Vicenza, Sacile und an der Piave neue Beweise seiner so oft erprobten Tapferkeit und Umsicht gab. I m Jahre 1809 wurde Hi. zum Feldmarschall'Lieutenant ernannt und bei Ausbmch des Feldzuges in diesem Jahre wieder mit der Leitung des Aitil» leriediensteS bei der italienischen Armee betraut. Ei befehligte daS Geschütz bei Pordenone, Sacile, Villanuova', an der Piave erhielt R. mehrere Säbelwunden am Kopfe und in der rechten Hand, und erlitt, als er von feindlicher Cavallerie umrungen und gefangen wurde, während einer viermonatlichen Gefangenschaft von Seite der feindlichen Soldaten die gröb» sten Mißhandlungen. Nach Abschluß deS Friedens kehrte cr auf seinen Posten nach Grah zurück, erhielt aber bald eine Artillerie-Divlsion in Wien, wo er bis zum Ausbruche der Feindseligkeiten im Jahre 1813 blieb, worauf seine Grnen» nung zum General »Artillerie»Director erfolgte. Die Aufgabe war eine um so schwierigere, als die Artillerie durch die ungünstige Unternehmung gegen DreS» den bedeutend gelitten und auch sonst in einem Zustande war, der eine rasche und umsichtige Organisation erforderlich machte. Reisn er entwickelte sofort eine großartige Thätigkeit, wohnte der Schlacht bei K»lm bei und hatte an den glänzenden Tagen bei Leipzig so wesent- lichen Antheil, daß er nach errungenem Siege mit dem Commandeurkreuze des Maria Thercsien-Ordens, mit dem russi» schen Sanct Anna-Orden 1. Classe und dem preußischen rothen Adler »Orden 2. Classe auggezeichnet wurde. Noch hatte er an den folgenden Kämpfen und Gefechten bei Hochheim, Troyes, Brienne, Bar sur Aube. ArciS, Vitry, Före'Champenoise und vor Paris ent- scheidenden Antheil. Nach dem Friedens» schluffe übernahm R. wieder seinen Posten in Wien und traf nun alle Anstalten dahin, der österreichischen Artillerie jene Bedeutung zu geben, die ihr selbst in unglücklichen Feldzügen, auch von frem« den Armeen nie streitig gemacbt worden ist. Als der Feldzeugmeister Freiherr von Unterberger starb, trat Neisner am 23. April 1818 beim Artillerie-Haupt- amte an dessen Slelle, und »ach dem noch im nämlichen Jahre erfolgten Tode des FeldmnrschallS Joseph Grafen C ol> loredo führte R. die Geschäfte der Gcnelal'Artillerie-Dlrection, bis dieseS Amt von Erzherzog Ludwig übernom» men wurde. Indessen traten die Folgen der bei Marengo erhaltenen Kopfwund« immer bedenklicher hervor und wurden durch daS Ableben seiner Gemalin, welche am 4. August 1820 starb, nur noch ge> steigert. Aber seine starke Natur kämpfte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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