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Netter 261 Veittenberger
lichen u. s. w. (Wien <843, Iac, Dirnböll.
8°.) S, 8.^>
Reiter, auch Reitter, siehe noch
unter: Reutter.
Reithllffer, Anton (Maler, aus
Wien gebürtig). Zeitgenoß, ein Sohn
des (am 6. Mai 1872) in Wien verstor
benen Kautschuk' und Guttaperchawaa
reN'Fabrikanten Ioh. Nep. Re i th offer.
Anton R. erscheint auf dem auSgegebe
lien Partezettel seineö Vaters als „Histo
rienmaler". Von seinen Arbeiten find
nur zwei Bilder bekannt, welchi: in den
.Jahren 1832 und 1883, lind zwar im
ersteren Jahre in der Ausstellung in der
k. k. Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna: „lSin stillledln" (228 fl.), in
letzterem in der MonatS.Ausstellung des
österreichischen Kunstoereins.- „Gin Ztu-
tmiikuPf" (70 fl.) zu sehen waren. Andere
Arbeiten des Künstlers gelangten nicht
in die Oeffentlichkeit.
Kata log der Kuüstauöstelluna bei St. Anna
1822. S. l2, Nr. 1?u. — Monats>Ver<
zcichniß der Autstelluna del> österreichischen
Künstuereine I8V8, Juli Är, 33.
Reitmayer. Franz (k. k. Of f ic ier ,
geb. im Jahre 1739, gest. zu Wien im
Juni 1868). R., der in der kaiserlichen
Armee gedient, lebte seit Jahren als
penfiomrter Lieutenant in Nien. wo er
im Alter von 76 Jahren starb. <2r hm-
terließ ein gut geschriebenes Tagebuch
seiner interessantesten Erlebnisse, feiner
eine detaillirte Geschichte deS italienischen
Feldzugeü vom Jahre 1889 mit äußerst
werthvollen Zeichnungen und Plänen,
welche zwei Mannscripte er letztwillig
dem k. k. geographischen Institute ve»
schrieben hat. Behufs der letzteren Arbeit
hatte er sich, um sick die verschiedenen
Positionen der kampfenden Heere reckt
anschaulich zu machen, aus Papiermachee
eine Miniatur-Armee von elwa 10O.l)00 künstlich gearbeiteten Figuren aller Waf>
ftngattungm zugerichtet, mit welchen er
die Aufstellungen vornahm, nach denen
cr dann seine Zeichnungen und Pläne
auüführte. R. besaß mehrere Orden und
andere Auszeichnungen. die er jedoch
niemals trug.
Der Kamerad (Wiener Solvatenblatt) i8L«,
Nr. 31. — Bohemia (Präger polit, und
Untechaltungöblatt! 1««5, Nr. l»2, S. 1922,
— Hoff inger ( I , Ritter von), Ocsterrei»
chische Ehrendalle (Wien, Anton Schwaiger
u. Comp., gr, 8°.) IV. isL«, S, 21.
Kcitteubergcr, Kaspar Karl (Abt
des Stiftes Tepl in Böhmen, Gründer
von Marienbad, geb. zu Neum nrkt in
Böhmen am 29. December 1779. gest.
im Stifte Wi l ten bei Innsbruck am
2«. März 1860). Die Eltern, achtbare
Bürgersleute, ließen ihren Sohn studiren
»nd dieser trat in das Prämc>nstratenser>
siift Tepl, in welchem er zu Prag die
theologischen Studien beendete und 1804
die heiligen Weihen erlangte. Im Stifte
versah er längere Zeit die Stelle eines
Secretärs bei dem damaligen Abte Lorenz
ChnMomus P f r o g n e r sNd. XXII ,
S. 2U4^, nahm als solcher an den Ge-
schäften deS Hauses umfassenden Antheil,
wurde so das belebende Princip der
ganzen Stiftsuerwaltung, welche er nach
allen Vmzelnheiten auf das Genaueste
kennen lernte. Als Pfrogner im Jahre
1312 starb, wurde N. im Jahre 1813
mit Stimmenmehrheit zum Adle gewählt.
I n dieser Stellung richtete er sein erstes
Augenmerk auf die in den Wirren der Zeit
herabgekommeoen Oekonomieuerhältnisse
des SlifteS, ließ das SUftsgebäude neu
herstellen, neue Volksschulhäuser erbauen,
die vorhandenen erweitern, und als das
Hungerjahr 18<7 mit all seinen Schrecken
über die Bevölkerung hereinbrach, war er
nach allen Seiten bemüht, den Jammer
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon