Seite - 271 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
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Ncland 271 Nelkovi«!
zeichnungen: „Nir ÄnziinZs t>e5 Punqna";
— „Im Nüncnthll! bei Nianeltn" und „In
Mknlltmrg". R. besaß auch eine reiche
Sammlung von Kupferstichen und Radi.
rungen älterer Meister, die er als tüchti»
ger Kenner selbst mit Sorgfalt ausge»
wählt hatte, sie ging in das Eigenthum
deS Wiener Sammlers Herrn Hub er
über. Der größte Theil der Nadirungen
befindet sich in sehr schönen Exemplaren
im Besitze Sr.kai f. Hoheit des Eizherzogg
Franz Kar l . I n seinen radirten Blät»
tern herrscht, wie schon Nag ler bemerkt,
große Sicherheit und Reinheit der Nadel.
Ewige derselben tragen seinen ganzen
Namen, andere sind nur mit seinem Mo>
nogramme bezeichnet.
Monats-Verzeichnisse deö österr, Kunst«
oereinS 1854, Juni Nr, » l , 34, 43- Juli
Nr. 48—87. — Not izenblat t der I'istor.'
statistischen Section der t. k. mädr.'schles, Ge»
sellschaft zur Veförderunn des Ackerbaues, der
Natur, und Landeskunde. Herausgegeben uon
d'Eluerr (Vrünn, 4«) 18.">7, Nr, 4, S. 28:
«Maler Franz Rektorzil". — Neuigkeiten
(Älünncr polit, Vlatt) 1«!>7, Nr, lU2, im
„Historischen Ennnerungskalender", — Nag<
ler (G. K. Di-.), Noueö allgemeines Kunst»
l>.'!.''Leriko!l (Mluichcn l«29, Fleischniaiül 8°.)
Bd. XI I , G. 4i<.
Rcland, auch Rehland, Pseudonym
für Ludwig Edlen von Löhn er, siehe:
LölMt IM. XV, S. 390).
ron Ehrendorf, Mathias
Anton (croatischer Schrift steller, geb.
im Dorfe Suinjar im Gradiscaner
Grenzbezirke 4. Jänner 4732, gest. zu
Vinkouce 20. Jänner 4798). Sein
Vater war Haufttmann in der k. k. Mili-
tärgrenze. Die erste Erziehung erhielt
der Sohn in einem croatischen Kloster,
dann kam er nach Ungarn, und von da
zurückgekehrt, half er dem Vater im
Schreibgeschäfte. Im Jahre 1748 trat
er als gemeiner Soldat in die kaiserliche Armee, wurde bereits im folgenden
Jahre Fähnrich und im Jahre 4783
Lieutenant im Vrooder Grenz-Negimenle.
Er machte die Feldziige des subenjahri«
gen Krieges mit, kämpfte bei Kollin,
Vreslau, Torgau und Maien, an welch
letzterem Orte er in der linken Hand
verwundet wurde. Bei Breslau wurde
er gefangen und nach Frankfurt a. O.
abgeführt, wo er die Zeit seiner Gefan»
gcnschaft zur Erlernung der französischen
Sprache benutzte. Aus der Gefangen»
schaft entlassen, kehrte er zur kaiserlichen
Armee nach Dresden zurück, wo er
mitten im KriügSgetüse seine« „8«,tiir"
schrieb und dem Drucke übergab. sDie
Titcl seiner Werke folgen auf S. 272.)
Als er nach beendetem Kriege heimkehrte,
dienle er in seinem Regimente fort und
beschäftigte sich nebenbei mit literarischen
Arbeiten. Er rückte zum Oberlieutenant
im Brooder Grenz>Negimente vor und
hatte zu Samac an der Saue seine
Station. Zuletzt wurde er Hauptmann
trat als solcher in Pension und übersiedelte
nach Vinkovce, wo sein Sohn Joseph
Stephan 15 S. 273 d. Quellen) als
Stadtpfarrer lebte. Die Titel der uon
Relkoviu herausgegebenen Schriften
sind in chronologischer Folge: „>?«?<> «7l
H'l^V colH a ÄS?'«'/i"> d. i. Satyr oder
der wilde Mensch, in Versen (Dresden
1761); eS ist dieß die erste, uon dem
Dichter selbst besorgte AuSgabe dieses
Gedichtes, das sich uon Seite seiner
Landsleute der beifälligsten Aufnahme,
die eS auch verdiente, erfreute. Eine
zweite, stark vermehrte, gleichfalls noch
bei des Dichters Lebzeiten erschienene
AuSgabe wurde in Tffeg beiDiwald im
Jahre 1779 verlegt. Als Herausgeber
der dritten, in Esseg im Jahre 1822
erschienenen Edition ist zu Nnde des
Buches, wo sich eine kurze Biographie
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon