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Nemellay 278 Nemellan
(Wien 1846, IaSper, 8«.); — „
") d. i. Elementar Geographie,
mit besonderer Rücksicht auf Ungarn
(Wien 1847. Iasper. 8".)'. — «Sz/cl^
koT'/ail' n^nsi ilil/s/üian,", d. i. Praktische
deutsche Grammatik (Wien 188«, Tend-
ler ». Comp., 8°.). MS R. in Würdi-
gung dieser literarischen Thätigkeit am
26. Juni 1848 zum correfpondirendcn
Mitglieds der kais. Akademie der Wissen»
schaft ernannt worden, hielt er in einer
Akademie>S!tzung desselben IahreS einen
Vortrag: «Ueber die Identität der Ma>
gyaren und Iazygen". Auch ist eine von
ihm bei der am 3. Juni 188! stattgehab-
ten Eröffnung der Arbeitsschule in Pen»
zing gehaltene Rede bei So l l inger im
Drucke erschienen. Cin großes ungarisch»
deutsches Lexikon soll er druckfeitig liegen
haben.
Nach den Arten der kaiserlichen Akademie der
Wissenschaften.
Remellal), Gustav (ungar. Schrift»
steller, geboren zn Pesth 6. Jänner
t820. gest. ebenda im April 1866).
Der Vater, Salzbeamtcr in Szolnok,
ließ den Sohn studiren und dieser be>
suchte daS Gymnasium in Pesth und
Ezegedin, hörte die philosophischen S>u>
dien in Pesth, Waitzen und Szegedin
und beendete die Rechte in Erlau, wo»
auf er bei dem Oberrichter deg Pesiher
ComitateS, Samuel Va t ta , die Rechts»
Praxis ausübte. Nachdem er dem Land»
tage 1839/1840 beigewohnt und im I .
18<0 die Advocatenprüfung abgelegt,
wurde er nock im nämlichen Jahre
UntersiScal der Stadt Pesth, in welcher
Eigenschaft er sich wesentlich an der Er»
richtm'g des Pesiher Arbeitshauses bethe!»
ligte und zur Förderung dieser Angele,
genheit einen Band Novellen und Eczäh.
lungen herausgab. Früher bereits trat er in „liajsolHtok", d. i. Zeichnungen,
und in anderen schöngeistigen Blättern
mit kleineren historischen und belletristi»
schen Arbeiten auf, in welchen er auch
die Rechte seiner Muttersprache mannhaft
vertheidigte. Die Revolution des Jahres
1848 rief auch ihn aus der Sphäre
seineS friedlichen Kreises. er wurde
zuerst Dolmetsch im Ministerium des
Innern, später aber übernahm er daS
Amt eines Kreisrichters, wofür er, nach»
dem die Erhebung bewältigt worden,
selbst vor die Kriegsgerichte gestellt und
zu 18 Jahren Festungsstrafe verurtheilt,
aber schon im Juli 1886 begnadigt
wurde. Die Zeit seiner Haft benutzte er
zu literarischen Arbeiten. Nach erlangter
Freiheit war er einige Zeit als Mit-
redacteur bei den Journalen „NaF^ar
Ll^to" und „^2,^2,1- Mxillp" thatig.
Zuletzt erhielt Remellay eine Anstel-
lung als Beamter bei der ungarischen
Assecuranz. Die Titel der von ihm ver»
öffenllichten Schriften sind: «^ nsnsm
ö«/oil/a«n /i««,inH m«U'<t?'a", d. i. Der
Einfluß deS FrauengeschlechtS auf die
Vergangenheit unseres Jahrhunderts
(Pesth 1847); — «NWz/llci« ^cknos.
HsF^«?/") d.i. Johann Hunyadi. Noman,
2 Bände (Pesth 188., 8«.); - «//««««?-
es üüäveHs«, d. i. Der Huszar und sein
Liebchen (ebd. 188.. 8".); — „5-6,^
d. i. Der h. Stephan. Ungarns erster
König (Szegedin 1860. S. Bürger.
d. i. Die
Frauen unserer Vergangenheit. Vater»
ländische Geschichte. I n romantischer
Lhromkform für ungarische Frauen,
2 Bände (Pesth 1860. Mor, Rath. 8».);
d. i. Kreuz und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon