Seite - 282 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
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Nemenyi 282 Nemönyi
ihm einige Transkriptionen und verschit'
dene Volksweisen bekannt. WaS nun
seine Bedeutsamkeit als Künstler betrifft,
so läßt ihn die Fachkritik als den virlno»
festen und wahrscheinlich gebildetsten
Interpreten ungarischer Musik gelten.
Liszt selbst in seinem geistvollen Buche:
„Des ZolismienL et äe leur lnuLiczus
on Hon^rie", wo er ihm eine längere
Stelle widmet, betrachtet ihn doch nur
als den begabtesten, ja einzigen Erben
deS musikalischen Zigeunerthums, und
räumt ihm nur „uns plaee taute
äans lu,
ont Isvä
äs I'art," ein; dieser ab-
sterbende Kunstzweig ist eben die Zigeu>
nermusik. Remöny erinnert Liszt an
den großen Nihä,ry, dieses iäeal da-
kemien" der Musik. Wie sckon bemerkt,
spielt Remönyi auch classische Musik
und unter seinen eigenen Lompositionen
manche, die ganz und gar nicht an
Zigeunermusik mahnen und worin er
sich auf allgemein künstlerischen Boden
zu stellen sucht. Daß eS dem unter
allen Umständen bedeutenden Künstler
auf seinen Fahrten m der alten und
neuen Welt an Huldigungen und AuS>
zeichnungen mannigfachster Art niä t ge-
fehlt hat. daß selbst die Muse in schwung»
vollen Versen ihren Tribut zu seinen
Füßen niedergelegt ^veigl. u. a. „Fata
M 0 r g a n a " (Peslher, Unlerhaltungs»
blcit') 1868, Nr. <2. — „Werscketzer
GebirgSbote" <8«3. Nr. 18^, begreift
sich bei der europäische» Sitte, der Kunst
zu huldigen, von selbst. Ja, als Re>
mönyi im Jahre 1862 auf einer Nund.
reise durch Uxgarn auch die berühmte
Aggteleker Höhle im Gömörer Comitate
besuchte u»d der ihn begleitenden zahl'
reicden Gesellschaft in der ihm zu Ehren
mit bmgasischem Feuer beleuchteten Höhle daS „82022t" und den „Räk6czy-Marsch"
aufspielte, wurde ein Saal der Höhle
auf seinen Namen getauft. Ob dieß
Ereigniß irgendwo immatrikulirt oder
grundbücherlich eingetragen worden, ist
nicht bekannt. I n den Musik.Leriken, in
denen eö von Geigern und Tastenschlä»
gern mindester Sorte geradezu wimmelt,
wird ein Name wie jener Rem6nyi 's
mit Befremden vermißt.
Pestcr Lloyd 186«, Nr. i93. — Agramer
Zeituna t8«l, Nr. !«I — Gai teulaubr
(Leipzig, Vrnst Keil, 4°) Bo, IX (<8Ll),
Nr. 48, S. ?6l: „Göracy's Geifer" IM
nachgedruckt, u. a. im Fremden-VliM von
Gustau Heine <8Ll, Nr. »24^ — Pest.
Ofner Zr i tunü 186», Nr. 2««i I8U2.
Nr, 3. — Zellnei 's Vlnt ter >ür M '^sik,
Theater. Kunst u, s, w. (Wien, k!, F°l.) j8«i,
Nr. l<12. — Prcßburgcr Zeitünn <»L2.
Nr. 9«: „Renwnyi in Berlin". — Freni.
oen.Vlatt . Vo» Gust. Heine cWim, 4°.)
i862, Nr. 287; ,8«ä, Nr <?<)'. <«?<. Nr 3«3.
— Vorstadt.Zeitunn (Wien Fol.) <8L2,
Nr. «.- „Der Vioün,Virtuose Ld. Nem«»yi".
— Neue« Fremdcn.Nlatt (Wim 4°.)
l8ü?, Nr. »47; l««>>, Nr. ULO; unü l872.
Nr. 2!»ö. im Feuilleton: „Der Gci'ner der u».
gariscken Nailon und — ihre Antiquitäten".
— Bohemia (Prnger belletrist. uno polit,
BI.Ut, 4°.) l«L2, Nr. U3, S «2U. — Prelsc
(Wiener poüt. Vlalt) l««2, Nr. <4. im
Feuilleton uon E. Hnnölict; — dilftlbe,
i8L», Nr. <lU, im Feuillelon: „AuS Pari«".
— Magazin für Literatur des Auelandes,
non Lebmann (Leipzig 4,«) Isui. S. ?5l.
— Neue freie Presse l«N9, Nr. <841. —
Vu,»llrnai>I u^süß, d. !. SonntagsZei«
tung (Pesth, 4°.) lü56, Nr. 47 l»ach dieser
geboren am l7 Juli l83!!^. — L^indl i«!
uaptäi ' l837 <<vio, d. i. Thealer Kalender
auf da« Jahr !8,1? (Pcsth. Elwch, lzc. «°.)
Klausenburaer Zeitung, «8L0, Nr. <!! snach
di>ser gel>. am <ä. Juli <»UU). — Lyöi-i
Icä^Iöu?- <8L0, Xr. 43. — ^.2 oi-22ll8
tUki-o, d. !. Der Reichöspi^ ael (Pesther
illustr. Vlatt, gr. 4°) j8«i, Nummer vom
i. Jänner ^nach diesem geb. am ^3. Juli
l»29). — m<ls, d. i. die Slinime (Präger
polit. Blait) 1862. Nr. ?2. — Xäi-oäni
i ist,^, d. i. Volle Zeitung (P.ag). i86!i
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon