Seite - 284 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
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Kirche auf dem Griesplahe daS Hoch»
altarbild.' ,3er h. ^rnn, de Pnnlll", in der
Kleidung des von ihm gestifteten Mini»
menordenS, auf der Vrust das Wort
Olillritag mit einer Glorie und neben
ihm der Erzengel Michael. Neide Bilder
verrathen echtes Kunsttalent. Ueber an»
dere Arbeiten und sein Leben ist nichts
mehr bekannt. In Nagler's Künstler»
Lexikon findet sich dieser Künstler nicht.
Daß er in Mül ler .Klunzinger 'S
.Künstler all« Zeiten und Völker" nicht
vorkommt, ist bei der großen Lückenhaf»
tigkeit dieseS Werkes nicht zu verwun»
dein.
Schreiner (Wust Dr.), Grätz (Grätz 1846,
ll. 8».) S, 2!)l u. 209.
Reml), Ludwig von (Architekt,
lebte !n der zweite» Hälfte des 18. »md
in der ersten Hälfte deS 19. Iahrhun»
drrtS). Ueber diesen Hofbeamten, der
e'mel belgischen Familie angehören bürste
und zur Zeit der Losreißung Belgiens
mit noch vielen Anderen in kaiserliche
Hofdienste übernommen worden sein
mag, liegen nur sehr spärliche Nachrich-
ten vor. Tschischka führt in seinem in
in den Quellen bezeichneten Werke nur
seine Aemter und Würden an. Nach lhm
war er k. k. Rath und Kanzleidirector
der k. k. General'HofBaudirection. be>
ständiger Secretär und Rath der k. k.
Akademie der bildenden Kl'mste in Wien,
überdieß Ritter deS kön. französischen
militärischen Ritterordens vom h. Lud»
wig und in den Dreißiger-Iahren des
laufenden Jahrhunderts noch am Leben.
Er hat den Plan zu den Bauten deS
großen kaiserlichen Gewächshauses in
Wien, deS unterirdischen Communica»
tionSganges und deS Wohngebüudes
entworfen und die Ausführung des Gan>
zen selbst geleilet. Als dieser Bau im
Jahre 18l1 vollendet worden, wurde er zu jener Zeit — einer Zeit deS tiefsten
Verfalles deS Geschmackes in allen Zwei-
gen der Kunst — als vollkommen in
Hinsicht seiner inneren Verhältnisse und
einzig in seiner Art nach seiner äußeren
Form bezeichnet. Auch hätle Remy
verschiedene Pläne zur Verschönerung der
Stadt Wien entworfen, von denen später
mehrere Grundzüge beibehalten wurden.
Wenn aber diese je in Ausführung ge>
kommen, so sind sie wohl zur Zeit der
Stadterweiterung Wiens und deS Falles
der Basteien 4886 bis 1872 durch die,
großartigen Baupläne, welche sich in
dieser Periode in und um Wien voll»
zogen, verdrangt, vernichtet oder doch
bis zur Unkenntlichkeit verändert worden.
Nagler (G K. Ui-.), Neues nllgemeineö Kunst»
ler»Lerilon (München lssö, E, II. Fleischmann.
8».) Nd. XI I , S. 55l. — Tschischta
(Franz). Kunst und Alterthum in dem öster»
reichischen Kaiserstaate (Wien l83ti, Fr. Veck,
gr. 8°.) S. 3!>«. — Meyer (I.), Da« große
Connersalions'Leiiton für die ncbildrten Stände
(Hildburghausen. Viblioar. Institut, gr. 8°,)
Zweite Abthlg. Bd. V, V. 80t,
Rendek, Joseph (theologischer Schrift-
steller, geb. zu Tata in Ungarn am
27. Mai 1810). Sohn bürgerlicher El-
tern, besuchte er zuerst die Sä-ule» seineS
Geburtsortes; als der Vater im Jahre
!8l8 starb, brachte sich R.. da die
Mittel seiner Mutter nicht hinreichten,
durch Untcrrichtertheilen fort. und als er
18 Jahre alt war, suchte er um Auf»
nähme im Graner erzbischöflichen Semi»
nar an, um die Theologie zu studiren;
alS ihm aber dieselbe verweigert wurde,
sehte er in Großwardein die Philosoph!»
schen Studien fort. Seine Wahl war
auf Großwardein gefallen, um dort sich
die sluvakische Sprache eigen zu machen.
Indessen erhielt er eine Lehrecstelle in
einer Familie, in welcher nur deutsch
gesprochen wurde, und daS Slovatische
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon