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Kunstausstellung in Wien, welche im
April 4871 im Künstlerhause stattgefun-
den hat, waren von ihm zwei nach der
Natur modellirte Pocträtbüsten, beide im
Gypsabgusse ausgeführt, zu sehen, deren
eine den Linzer Bischof Rudi gier, die
andere den österreichischen Volksdichter
Franz Stelzhammer darstellte.
Kataloge der III. großen internationalen
Kunstausstellung im Künstlerhause in Wien,
1871, April, Nr. 382, 384.
Renner, Sigmund Freiherr (k. k.
Genera l -Major , geb. zu Nydau
im Canton Bern im Jahre 1727. gest.
zu Neuwald egg nächst Dornbach dei
Wien 28. August 1800). Er trat im
Jahre 1738 als Volontär in die kaisei,
lich österreichische Armee und that sich
als Adjutant des Generals 3acy in der
Schlacht bei Hochkirch am 14. October
g. I . in so ausgezeichneter Weise hervor,
daß ihn der General am folgenden Tage
zum ersten Lieutenant in seinem Regi»
mente beförderte. I n der Schlacht bei
Torgau, im November 1760 — damals
bereits Hauptmann — zeichnete er sich
neuerdings in rühmlichster Weise auS,
im stärksten feindlichen Feuer behauptete
er standhaft seine Position, worauf ihm
in Anerkennung feiner Waffenthat der
Adel verliehen wurde. I m Jahre 1768
rückte er zum Oberstlieutenant vor und
wurde von 3acy in daS Corps jener
Ofsiciere aufgenommen, das aus den
Ausgezeichnetsten der Armee bestand und
alS eine Bildungöschule für die Generale
und Eorps-Adjutanten dienen sollte. Im
Jahre 1776 wurde R. zum Obersten, im
Jahre 1783 zum General'Major ernannt,
nachdem er noch im Jahre 1788 den
Feldzug in Böhmen mitgemacht hatte.
I m Jahre 1774 erlangte er den Frei»
herrnstand.
Oesterreich ische National < E »cytlopä> die von Wräffer und Czitann (Wien
<833, 8«,) Bd. IV, S. 3?»; Vd. VI, Suppl.
S. 286.
Rensi, Andreas (Ma le r , aus
Tr ient gebürtig, lebte im 18. Iah»
Hunderle). Die Quellen, die übel diesen
Künstler Nachricht geben, wifsen über
dessen Lebensumstände nichts Näheres
mitzutheilen. Er, wie ein zweiter Künstler
desselben Namens, Johann Rensi,
beide entweder Vater und Sohn oder
Brüder, erscheinen auch mit z, Renzi,
geschrieben und befanden oder befinden
sich noch ihre Bildnisse in dem vormals
dem Könige Ludwig von Bayern, jetzt
dem ehemaligen Neichsraths.Abgeordne»
ten Dr. Julius Schindler gehörigen
Schlosse LeopoldSkron nächst Salzburg.
AndreaS N. war fürstlicher salzburgi»
scher Truchseß und von 1727 bis 1748
Hofmaler des wegen Vertreibung der
Protestanten in anrüchigein Andenken
stehenden Salzburger Erzbischofs Leo»
pold Grafen Firmian. Man kennt
noch mehrere Werke dieses Künstlers, die
sich vornehmlich in und um Salzburg
befinden. I n der Domkirche daS Hoch»
altarblatt und zwei Bilder in der großen
Sacristei, im Schlosse 3'eopoldSkron theils
in der dortigen Hauöcapelle, theils in
den Gemächern des Schlosses viele Wand.
und andere Gemälde, darunter: „3n
P. Petrus nun Nknntara"; — „Vie
hnng bhiisti"', — „Nie Rnnzignng
— „«lhriztuz um Otlliergl"', — ,3ie heiligt
Familie"' — ,6t>ll2<nz lllz Lchrer"; fer.
ner eine große Menge von Bildnissen
der gräflichen Familien F i rmian und
3odron, mehrere Siudienköpfe und
allegorische Bilder. — Von Johann
Baptist R. kommen Bilder in InnS<
brück vor, und zwar im Landhaüssaale
das Nildniß des Grafen von Thun,
Fürstbischofs von Trient, und zu Trien
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon