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Nepeschitz 300 Nepickn
Nergeleien machte endlich ein Macht»
spruch deS Kaisers Franz ein Ende,
welchem zufolge der ohne Pension ent>
lassene R. nicht nur einen Pensionsnach»
trag von über fünfthalbtausend Gulden,
sondern auch eine jährliche Pension von
über fünfthalbhundert Gulden zugewie»
sen erhielt. Für dieses Werk hat er nur
alS Numismatiker, Sammler und Berei»
cherer des krainischeu LandeS»MuseumS
Bedeutung. AlS im Jahre 4831 Graf
Hohenwart Präsident der k. k. kraini»
schen Landwirthschaftö-Gesellschaft diese
Versammlung am 4. October mit einer
Ansprache eröffnete, zollte er den Ver>
diensten R.'s um das Museum öffentliche
Anerkennung, und bemerkte ausdrücklich,
daß R. die Münzen deS Museums geord-
net, und in der Eröffnungsrede deS folgen»
den Jahres theilte der Graf mit: daß die
Münzensammlung durch ein ansehnliches
Geschenk von R. um 24 Gold-, 606 Sil-
ber> und 1728 Kupfermünzen aus der
ältesten und älteren Zeit vermehrt wo»
den. Seine eigene Sammlung, welche
sein Erbe, der Dragoner>L!eutenant I .
B. Li l leg, nach Wien zum Verkaufe
mitgenommen, bestand auS 7 goldenen,
2793 silbernen und 3679 kupfernen
Münzen der neueren, mittleren, römischen
ultd noch älteren Zeit. Außerdem besaß
R. ein kleines Natucaliencabinet und
einige auserlesene Gemälde. Von seinen
Büchern und Schriften legirte er jene,
welche die französische LandeSverwaltung
KrainS betrafen, dem Landesmuseum
und 4900 ft. seines kleinen Vermögens
bestimmte er zu zwei Studentenstipendien
zunächst für Verwandte und in deren
Abgang für zwei BürgerSsöhne oder
Eingeborne des Pfarrbezirkes Laas.
Mi t the i lungen deS historischen Vereins für
Krain (Laibach. 4«.) j«5l. S. 5«: .Joseph
Repeschih, ein krainischei Stifter und Wönmr
de« LllndeS.Museums". Von G(thbin) C(osw). Repickl), Johann (SprachfolscheI.
geb. zuNeU'BarS, n. A. zu Karpfen
ln Ungarn 23. April 1817. gest. zuPesth
26. März 1883). Der Sohn eines Flei»
scherS, der mit seinen Eltern frühzeitig
nach Karpfen übersiedelte und dort das
Gymnasium besuchte. Dann ging er nach
Schemnitz und später nach Preßburg, an
welch letzterem Orte er am evangelischen
Lyceum die theologischen Studien hörte.
Den Lebensunterhalt erwarb er
sich
durch
Unterrichtertheilen. In Preßburg verlegte
er sich insbesondere auf daS Studium
der orientalischen Sprachen und erlernte
daS Arabische, Hebräische und Türkische.
Im Jahre 1842 ging er mit Unter»
stühung der Preßburger evangelischen
Gemeinde nach Tübingen, wo er neben
dem Studium der theologischen Wissen»
schaften jeneS der orientalischen Literatur
mit besonderem Eifer betrieb und na»
mentlich Ewald'S Vortrage über Sans»
kritsprache besuchte, aber auch in den
anderen wissenschaftlichen Disciplinen als
Erd- und Volkskunde. Geschichte u. s. w.
sich mannigfaltige Kenntnisse erwarb.
Von Tübingen begab sich R. nach
Wien,wo er sich mit dem Studium deS
Persischen beschäftigte. Dann ging er
nach Pesth, lebte dort vom Unterricht»
ertheilen, bis er im Jahre 1847 eine
Crzicherstelle erhielt, auch wurde er im
nämlichen Jahre unter die Mitglieder
der ungarischen Akademie aufgenommen.
Im Jahre 1848 gelang eS ihm, an der
PestherUniversitätS-Bibliothek als Scrip.
tor angestellt zu werden, und im Jahre
1881 ernannte ihn der an der Seite des
Militär-Gouvemements mit der Leitung
der Ciuil'Angelegenheiten in Ungarn be»
traute Baron Geringer zum Privat»
Docenten der orientalischen Sprachen an
der Pesther Hochschule. Nach vierjähriger
Thätigkeit auf diesem Posten raffte ihn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon