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Neselfeld 310 NeZihuber
I«Srpli, Palllliu nun Nngnrn",
Gypsabdruck von einem Topas I —
1848: „Medaille nut die k. K. M-Nommn-
«inssllin Fran Jenni; Vnt; er-N ing e l«tet, t".
in Bronze. Für das in einen fast zwei
Zoll großen TopaS geschnittene-Bildnlß
des Königs Friedrich Wi lhe lm IV.
wurde der Künstler im Jahre 1844 mit
der preußischen goldenen Medaille für
Kunst ausgezeichnet. Im Nebligen war
R. als Künstler vun keiner Bedeutung.
Allgemeine Theater-Zei tung, hcrausg.
uon Ad. Väuer le (Wien, gr. 4°) 33. Jahr.
gang (1342), Nr « , S. «3 ; — 37. Jahrg.
(1«44), Nr, 80, S. 122. — Franl l (Ludw.
Aug.). Sonntageblätter (Wien, 8°) I. Jahrg.
(1842), S. 472. — Kataloge der Jahres»
Auestellungen der k. l. Alademie der bildenden
Künste bei St. Anna in Wien (»».) 1841,
1842, l843, 1844, l848, 134L. 184? u. 1848.
— Parträt. Facsimile des Namenezugeö.-
Jacob N. Nesek. C. Kaiser 1844 lithogr.
Wedr. bei I , Rauh (Wien, Halb-Fol) lnach
diesem im Jahre 1844 gemachten Rilde er<
scheint der Künstler als ein Vierziger, er mag
somit um dcn Anfang des laufenden Jahr»
Hunderts (1800) geboren sein).
Refelfeld und Reslfeld, siehe: Rösel.
feld.
Reslhllbcr. Augustin (Abt deS Be-
nedictinerstifteS Kremsmünster, geb. zu
Sa aß bei Garsten in der Nähe von
Stadt Steyer 8. Juli 1808). Seine
Cltern, Besitzer eines kleinen Bauern»
gutes, schickten den Knaben, der in der
Taufe den Namen Wol fgang — so
hieß der Vater — erhalten hatte, sobald
ei sechs Jahre alt war, in die Pfarr»
schule nach Aschack, der Pfarrer daselbst
ertheilte dem Knaben, der nun daS
Gymnasium in KremSmünster beziehen
sollte, im Jahre 1820 noch besonderen
Unterricht, und nun kam im November
g. I . der zehnjährige Knabe in das
Stiftsgymnasium, zu dessen besten Zög»
lingen er gehörte. I m Jahre 1826 begann er daS philosophische Studium
und nach Beendung desselben entschied
er sich zum Eintritte in das Stift, daS
seit einem Jahrtausend für Unterricht
und Wissenschaft so erfolgreich gewirkt.
Am 2. October 1828 wurde der damals
20jährige Wol fgang — der nun den
Klosternamen Augustin erhielt —als
Novize des BenedictinerstlfteS Krems»
münster eingekleidet, besuchte als solcher
das erste Jahr der theologischen Studien
am Lyceum zu Linz, die übrigen drei an
der Hochschule zu Wien, wo er zugleich
unter Ett ingShausen und I . I . von
L i t t row höhere Mathematik undAstro»
nomie hörte. Am 20. September 1832
legte er die OrdenSgelübde ab und am
18. Juli 1833 empfing er die h. Weihen.
Ein Jahr, bis November 1834. wirkte
er als AushilfSpriestcr !n der dem Stifte
nachbarlich gelegenen Pfarre Ried, wor-
auf ihn der Abt in das Stift zurück»
berief, um als Adjunct deS Astronomen
auf rein wissenschaftlichem Gebiete thätig
zu sein. Uncrmüdet arbeitete er nun im
Dienste der Sternwarte, an welche, wie
sein Biograph Amand Baumgar ten
treffend bemerkt, sich so rühmliche Tra»
ditionen KremsmünsterS knüpfeNi Im
October 1841 übernahm er noch die
Professur der Naturgeschichte an der phi»
losophischen Lehranstalt deS Stiftes, auf
welchem Posten er bis Ende des Schul»
jahreS 1884 wirkte. I n der Zwischenzeit
hatte er im November 1847 die bereits
seit 1834 stillschweigend geführte D!»
rection der Sternwarte factisch übernom»
men und führt dieselbe auch nach seiner
am 2. October 1860 erfolgten Wahl
zum Abte deS Stistea bis heute fort.
DaS Leben deS gelehrten Priesters geht
fast ganz in den Arbeiten deS priesterlichen
NerufeS, in der Leitung deS Stiftes und
in den Forschungen der Wissenschaft, in
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon