Seite - 324 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Bild der Seite - 324 -
Text der Seite - 324 -
324 Vettich
ponirte die Festcanlate zu des Cau, Giov.
F rappor t i «I^'al!mi»io in terr»", mit wel<
cher die Zaratiner Gemeinde am l2. Februar
182» die Geburlsfeier Sr, Maj. des Kaisers
Franz I. ini Stadtiheater festlich beginn. —
3, Ein Gugento Resti besinnt die Frauen
Dalmatiens im I. Jahrgange des „ä,uuu»i'io
äuImatiLo" (8palato 18»3, 8«.) x. 208 o «.:
Ne«ti". — 8. Endlich ein Johann Freiherr
von Rest i 'Ferrar i hat mehrere Jahre als
Präsident des Obcclandeögei-ichtes in Venedig
gedient und diesen Posten erst verlassen,
nachdem Venedig im Jahre 1866 aus dem
Staacsuerbande Oesterreichs gegeben worden.
Seit dem Jahre 1889 geheimer Rath, seit
l8L2 Commandeur des Leopold.Ordens und
dem zufolge Freiherr, wurde er bereits im
Jahre l8ül als lebenslängliches Mitglied in
das Herrenhaus des österreichischen Reichs«
rathes berufen. Später wurde er Oberlan.
desgerichts,Präsident in Innsbruck. Die Um»
stände, unter welchen er diesen letzteren
Posten zurückgelegt, erzählt die „Meraner
Zeitung" !8?0, Nr. 5l. Vielleicht ist er auch
der Verfasser der folgenden, uon einem Resti»
Fer ra r i herausgegebenen Werle: „I8tru>
«iani teai-ieo z>rllti<:d« xsi I» i-eßolaro z>ro>
üslittl e äello zi^no z>er i»L2c> 1omI>»rHo.
veueto . . .«, 2 tomi MIki io 1816, 8°.), und
'daräo-'VeuLtc! lztitnltl ö,^ OaHlee
»ustiiaco«, 4 vol. (N^ntova 1819 a 1820,
8°.).
Restii, siehe: Resti. Giugno sS.322^.
Rbtsay de Retse, siehe: Mcsel) de
Recse, Adam Freiherr ^S. 101^.
Rettenbach, siehe: Wierer von Ret»
tenbllch, Franz. ^
Rcttenbacher, Simon, siehe: Redten«
bllcher, Ludwig l^S. 121 l!i den Quellens
Rettich, Julie (k.k. Hofschau spie-
le r in , geb. zu Hamburg 7 j . April
4809. nach Anderen 1810. auch schon
1808. gest. zu Wien 11. April 1866).
Von ihren Eltern, der Vater war Schau»
spiele?, die Mutter eine beliebte Opern»
sängerin, erhielt Ju l ie eine sorgfältige Erziehung, die jedoch auf nichts weniger
als die dramatische Laufbahn abzielte.
Die Kinder» und die Madchenjahre ver-
lebte sie in Strelitz, wo im Jahre 1817
Julien'S Mutter als großherzogliche
Kammersängerin angestellt war, und in
Dresden, wo die Familie im Jahre 1823
ihren bleibenden Wohnsitz nahm. An
letzterem Or!e war es, wo sie einer Vor»
stellung deS „Wilhelm Tell" im Hof»
theater beiwohnle und davon so begeistert
wurde, daß sie den festen Entschluß faßte,
sich der Bühne zu widmen. Der Vater
wollte davon nichts wissen, aber endlich
— in der Meinung, die Probe werde
mißlingen — ließ er sich unter der Ne»
dingung dazu herbei, wenn sie auf einer
ersten Bühne in einer ersten Rolle Beifall
finde. Freiherr von Lütt ichau, der
damalige Intendant des Dresdener Hof»
theaters, ließ sich zu diesem Experimente
herbei, und J u l i e G ley betrat am
22. September 1828 als Margarethe
in I f f land'S „Die Hagestolzen" zum
ersten Male die Bühne und spielte ihre
Rolle so meisterhaft, daß der Beifall
allgemein war und Lüttichau am nach-
sten Morgen den Contract in's HauS
brachte, der sie sofort zum Mitgliede deg
Dresdener HoftheaterS machte. Auch
Ludwig Tieck, mit dem vorbeschriebenen
Experimente nichts weniger als einver»
standen, weil durch ein solches Wagniß
AlleS auf einen Wurf gesetzt war, wurde
durch diesen schönen Erfolg auf daS
Freudigste überrascht und blieb fortan
der treue Freund und Mentor der jungen
Künstlerin. Hermann Meyner t gibt in
feinem kleinen Essay: „Julie Gley und
Ludwig Tieck" eine anmuthige Darstel»
lung des fruchtbringenden Verkehrs zwi>
schen Meister und Schülerin, welch Letz»
tere in späteren Jahren mit innigster
Pietät ihres geistvollen Mentors, dem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon