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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 332 -
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Nettich 332 Nettich Margaraff u. A, (Alten bürg und Leipzig 0. I., 8«) Neue Ausgabe, Bd, VI, S, 182. — Blätter für literacische Unterhaltung (Leip, zig, Brockhaus, 4».) 1866. S. 270. im Feuille. ton. — Debatte (Wiener polit. Blatt) 1867. Nr. 10l, im Feuilleton.- „Eine <3rin< necung an Julie Rettich", von Dr. N. Bect. — Deutsche Schaubühne von Martin Perel«, I I . Jahrg. (I86l), Heft 9 u. 10.- «Biographische Slizze" von Fiiedi. Steine, bach. — Fremden'Blat t , Von Gustav Heine (Wien. 4°.) <8eo. Nr, 100. im Haupt» blatt und in der I. Beilage: „Julie Rettich" snach diesem gest. am 10. April 1866) — und ebenda Nr. 1»2. — Hoffinger ( I . Ritter von). Oesterreichische Lhrenhalle. IV. 1866 (Separatabdrucl au« dem „Oesterr. Volke» unl, Wirthschafts.Kalender für «868«) (Wien <3li7. Anton Schweiger u. Comp., gr. 8°) S. 82. — I l lust r i r te Zeitung (Leipzig, 1. I . Weber, Fol.) l8L0, Nr. <19l — I r i s (Graher Modm> und Musterblatt, fchm. 4«.) ^V. Jahrg. (l8«3), Bd. I I I , Lieferung I I , S. 138: „Frauen-Gallerie. VI I . Julie Ret< tich". — Männer der Zeit. Biograph!« sche« Lexikon der Gegenwart (Leipzig 1862, C. N. Lorck. 4».) In, Anhange der I I . Serie: Frauen der Zeit, Sp. 98. — Meyer (I.), Das große üonversations'Leiilon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut. gi.8°.) Zweite Abth. Bd. V, S. 97i. — Neue freie Presse (Wienerpolil.Blatt) 1806, Nr. 58l vom 13. April snach dieser gest. 11. April 1866 .^ — Oesterreichische National 'Cncyt lopädie von Gräffcr und Lzi lann (Wien 1833, 8°.) Bd. IV, S, 27? s>ach dieser geb. zu Hamburg im Jahre 1803). — Paol i (Betti). Julie Net. tich. <3!n Lebens« und Charakterbild (Wien <86N, Leop, Sommer, 3« S. 8°.). — Presse (Wiener polit. Blatt) 1866, Nr, 10«: „Bio. Zraphie". — Thalia. Taschenbuch (Wien, l2».) Jahrg. 1868: „Biographie". — Wald. Heim'S IllustrirteBlätter (Wien, gr.4°) <8«6, Nr. 17, S. 134: „Julie Rettich". — Wan. derer (Wiener polit. Blatt) 1860. Nr, 100, im Feuilleton- „Julie Rettich". — Weil (Philipp). Wiener Jahrbuch für Zeitgeschichte, Kunst und Industrie. und Oesterreichische Walhalla (Wien 1851, Ant. Schweiger. 12°.) Liste Abtheilg. S, 93, — Wiener Thca. ter<Chronil. Herausgegeben von L. A, Sachse, 1866, Nr. 16 sonach dieser war sie im Jahre 1803 in Hamburg geboren). — Wiener Theater-Post 1866, Nr. 4, im Feuilleton: „Julie Rettich'. — Wiener Zeitung 1866, Nr. 90, S. 19l: „Julie Ret. tich im Burgtheater". — Wiener Abend« post (Beilage der Wiener ^amtlichen) Ze>> tung) 1867. Nr. 297 u, 298: „Julie Gley und Ludwig Tiecl", von H(ermann) U(rinert). Hl. Zur künstlerischen Charakteristik von Julie Rettich, il) Aussurüche von Fachmännern. Heinrich Laube, dem wir eben nicht nachrühmen tonnen, die „alte Garde" des Burgtheaters, die nicht mehr lebt und mit deren Abgang diese Hofbühne aufgehört das erste deutsche dramatische Kunstinstitut zu sein, mit Glacehandschuhen angefaßt zu haben, und der auch gegen Frau Julie Rettich weder die der Künstlerin noch der Frau ge> bührende Schonung- hatte wallen lassen, läßt an ihr doch so viel noch gelten, daß manche andere heutige Tragödin aus Herrn Kiersch- ner's Theaterschule genug daran zu zehren hätte. Laube schreibt unter Anderem über Frau Rettich: „Julie Nettich hatte die Energie in sich, umzuändern, was nur irgend erreichbar war, sobald man ihr die Nothwen» digtcit überzeugend auseinandergesetzt hatte. Ich fand sie zum Neispiel in einer singenden Unmanier, welche die letzten Worte des SatzeS in die Höhe ringelte. Das war ihr eingeimpft worden durch die Declamationistücke, welche so lange im Burgtheater herrschten und denen Halm'S Verse Vorschub leisteten. Ichmachte sie unerschrocken darauf aufmerksam. Sie wollte es nicht glauben, »Darf ich jedesmal, wenn der singende Aufschlag lommt, mit dem Stocke aufstoßen?" — „Freilich!" — Wir probirten „Iphigenie". Mein Stock setzte sie in Verzweiflung; aber sie arbeitete von da an unablässig an Vesiegung der Unart und — sie siegte. Sie war eine starte Stütze des Theaters und hatte Rollen, die ihr nie nach« gespielt werden können. Namentlich solche, welche dem geistigen Verständnisse allein heim» gegeben sind, wie die Prinzessin von Parma in „Cgmont", die Wräfin Terzky in der Uebeiiedunasscene. Sie war überhaupt Met. sterin in der Rhetorik. In der Redekunst kann der Weist viel eher die Zügel allein führen, als in der Darstellungttunst, Mit überlegener Fähigkeit wußte sie die schwierigste Rede so zu acuppiren, daß ihr die feinste Gerechtigkeit widerfuhr, da tonnte ihr startec Geist seine ganze Ueberlegenheit geltend machen, AuS solchen Gründen lagen ihr die Halm'schen Rollen am vorteilhaftesten. Gerade Julie Rettich konnte eine Thusnelda durchführen,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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