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Netz 343 Neher
der Erste und Einzige aus dieser letzteren,
zum Ordensgeneral der gesammten Ge.
sellschaft erwähl!. Auf diesem Posten
behielt er das Wachsthum seines Ordens
nach geistiger und materieller Richtung
ebenso in seinem engeren Vaterlande
Böhmen, wie überall auf dem Ecdrunde,
wo sich Mitglieder dieser unausrottbaren
Gesellschaft befinden, fest im Auge und
gehört zu jenen Generalen seines Ordens,
die das 5u mHorsm vei Floriam, wenn
unter Deus der Orden verstanden wird,
gehörig auszubeuten verstanden haben.
Reh hat auch viel geschrieben, nament»
lich war er in schriftstellerischer Richtung
für den Unterricht sehr thätig, jedoch ist
von seinen Schriften nichts im Drucke
erschienen und werden die von ihm hin»
terlaffenen zahlreichen Manuscripte, dar»
unter (üoiumsntariuZ in
lüonoiones, Orktiones,
2,5L6tioa, InLtitutionulN äialeotioarum
tomi 3 u. s. w. in der Clementinischen
Bibliothek in Prag aufbewahrt.
Imä,. R ls^s i - , d. i. Eonversatioüö'Lerikon
Redigirt von Dr. Franz Lad. Nieger (Prag
l8S0. I . L. Köder, Ler. 8°.) Vd. VI I , S. 363.
— Porträte, i) S t rahows lu 8o. (4<>.), —
2) B i rÄhard t «e. (4°.)^ — 3) P. Nelli
<1ei.< I , Frey »°. (4».); — 4) Anonymus
eo. (4°.); — S) mit der Unterschrift: ?l»u-
üonsrull» 8c,o!«tlltl3 oleotu,» H.. l720, odiit
Nani»o H,. j l?30 <1!« l9 I^ov. > F. Bsi' icn
«o. ?r. (8°). — Noch ist bemerkenswerlh:
Thomas de Reh (Venedirtiner-Adt des
Gtiftes Lambach, gest. 3. Jänner li?4), einer
der berühmtesten, wo nicht gar der berühm»
teste Abt seines Slistes, den das Epitaph auf
seinem Grabe selbst: „1koiu»8 e!»««Limu«
erat, . . ." nennet. Durch 32 Jahre stand er
ruhmvoll seinem Stift« vor und war er es,
der die so wichtigen Verbindungen mir ande>
ren Klöstern, und zwar mit Melt (l447),
Tegernsee(!448).K«msmünster(l449),Mond'
see und Sanct Peter in Salzburg (<453), , Göttweih <l432), zur h. Mutter Gottes w
Zell (<4V6), Schotten in Wien (1466), A!ten>
bürg (l4«7), Altaich (t47i), ferner mit den
Klosterherren zu Neuburg (545?) lind Vorcill
(!489) und mit der deutschen Dominikaner.
ordens'Prouinz, endlich mit diesem ganzen
Orden geschlossen tM. Ueber die Verarößenm,
gen des eigenen Ordenshauses, über den Bau
einer neuen Kirche, übel die unter ihm dem
Kloster zugewachsenen Stiftungen und wie
er überhaupt für die Förderung des Glanzes
seines Hauses thätig war,' darüber gibt die
unten verzeichnete Quelle ausführliche Auf»
schlüssc. l(?. Pius Schmieder 0. 8. V.)
Reher, Joseph Friedrich Freiherr
von (österreichischer Poet und Schrif <>
steller, geb. zu Kremü am 28. Juni
1784, n.A. 1738, gest. zu Wien am
18. October 1824). Ein Sohn des im
Jahre 1800 mit Diplom vom 29. April
in den Frcihermstand erhobenen Bankal>
Gefällen-Administrations-Assessors W en>
zelHadr ian Edler v. Reher aus defsex
The mit Mar ie B enedicte Bllrouin
Palazz i 'Romani , Eine Verwandt»
schaft dieses Geschlechts mit dem steiri-
rischen der (Kdlen von Neher, das im
Mannsstamme bereits im Jahre 1579
erloschen, und dessen die Mittheilungen
der k. k. Central'Commisfion zur Ecfo»
schung und Trhaltung der Baudenkmale
(Wien. 4".) IX. Jahrgang (1864),
S. XXXIV, gedenken, ist nirgends ange^
deutet. Nachdem Reh er im Eltenchause
eine sorgfältige Erziehung genossen, kam
er im Jahre 1762 in die Theresianische
Ritler-Akademie in Wien, in welcher er
biS zum Jahre 1774 verblieb, worauf n
alS Praktikant bei der damaligen Mim»
sterial'Banko.Hofdeputation angestellt
wurde. Im Jahre 1782 erfolgte seine
Ernennung zum Hofconcipisten, in wel'
cher Eigenschaft ihm im folgenden Jahre
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon