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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 370 -
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370 weisen, sind durch Heirathen männlicher wie! weiblicher Seits mit dem höchsten ungarischen ! und nur ausnahmsweise mit auswärtigem Adel verschwägert. Von ersterem weist aus der Stammbaum die Namen der Horväth, Gyulay, Czobor, Eßterhäzy, Ko< häry, Scnnyey, Zay, Med» yänszky, Pr6nay, Forgäch, Balassa, Pon< gracz, Pälf fy, Nyary , Kealevick, Hal l er u. A,, von Letzteren: Schafgot» sche, Nbensberg, Carcacciolo und Scdlnihky. — Der gegenwärtige Chef des Hauses ist Simon Freiherr von Rsvay (geb. ?. März 182»), Thuroczer Obergespan, und aus seiner Ehe mit Helene Tajnay Uater dreier Kinder: Sarolta, -Maria (s) und Int ins (geb. <822), II, Einige denkwürdige SprolZen ie« nngalischcn Adelsgtschlechte« der Neuan. Außer den de> reits oben angeführten sind noch erwähneus> werth: 1. Nlexius Nsval). lebte im acht» zehnten Jahrhunderte und war ein Sohn des Nalthasar N6uay (gest. tä. September 1728) aus dessen Ehe mit Therese Schloß» berg. Alexius trat zu Neutra in den Orden der Franziskaner, in welchem er bereits die Stelle des Quardians und Superiors. bekleidete, als er mit einem Male das Klo» sterleben aufgab, zu den Evangelischen über- trat und im Jahre >752 als Candidat der Gottesgelehrtheit auf der hohen Schule zu Wittenberg erscheint, wo er daS nachstehende Werk herausgab: ,DeS Herrn Ioh. Ios. Grafen Trautsohn, Crzbischoffs zu Wien ,c. Hirtenbrief, welchen er den 2, Iän< ner l?32 an seine Geistlichkeit, besonders an die Prediger abgelassen, hat nach der Richt» schnür der evangelischen Wahrheit mit prak< tischen, moralischen und theologischen Anmer« kungen erkläret Alexius de Ncva, Aus dem Lateinischen übersetzt" (Frankfurt und Leipzig 1752, 4°.). — 2. Anton Rsvay (gest. . 26, December 1783), uon der Danielischen Linie, ein Sohn des Grafen und Thuroczer Obergespans Peter R. au« dessen Ehe mit Christine Gräfin Eßterhllzy. Wdmete sich dem geistlichen Stande, war von 1709 bis 173» Domherr zu Neutra und Propst zu Vagujhelyi, wurde dann im Jahre 17?6 Bischof von Rosenau und kam in gleicher Eigenschaft im Jahre 1780 nach Neutra, wo er starb. — 3. I ranz von Rsuay (gest. 1. November 1353), ein Sohn des Ladis» laus von N. aus dessen Ehe mit Anna Cßteleky, war ein in den Rechten des ungarischen Volkes wohlerfahrener Mann, der in der Kirchenbewe«ung, welche zu seiner Zeit stattfand, eine große Rolle im Lande spielte. Mit mehreren Genossen seines Standes, u, A. mit Peter Freiherrn Persnyi , Kaspar Gra> fen Dragf i , Thomas Grafen Nädasdy und dessen Sohne Franz, mit den Thur> zo'S. I l l sshäzy, Czobor, Balassa, förderte er die Ausbreitung der evangelisch, lutherischen Lehre in Ungarn, für welche zu jener Zeit vornehmlich Mathias Deuay und der Lutheraner Stöckel thätig waren. Auch wurde Franz auf dem im Jahre 1542 ^ Preßburg abgehaltenen Convente einstim« mig zum Pro-Palatin gewählt. Franz war ferner Thuroczer Obergcspan, und hinter» ließ aus seinen Ehen zuerst mit Barbara Gyulay, dann mit Anna Paksy vier Söhne und zwei Töchter, nämlich Michael, Lorenz, Franz unc, Johann, welche alle im Jahre 155L ungarische Barone wurden, und Magdalena und Helena. Die Söhne Michael, Franz und Johann pflanzten das Geschlecht fort, jedoch blüht nur der von Franz begründete Zweig bis zur Stunde. — 4. Paul Freiherr von R6uay, aus der Stephanischen Linie, lebte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ein Sohn des Freiherrn Thomas Sigmund u. R, aus dessen Ehe mit Susanna Lehoczky. Dem geistlichen Stnnde sich widmend, war rr zuerst Domherr in Zips, dann l?3! zu Gran, wo er später Domcustos und zuletzt Bischof in z»»illbu« von Dibon wurde. In dieser Eigenschaft hat er viel für die Kirche gethan, unter Anderem der Kirche ein Antipendnim aus geschlagenem Silber gewidmet, dem Seminar von St. Stephan und der Capitelbibliothek ansehnliche Schenkungen gemacht, u«d die Stiftungen für die Kirchenmusik, die Domkicche und die Lanbkirchen zu Csiffär und Neue» ansehnlich vermehrt; auch taufte er in Tyrnau das an das St, Stephans'Seminar angrenzende Haus urH richtete es für die Zwecke des Seminars und zur Aufnahme für die in die Stadt kommenden Landgeisilichen vollkommen ein. IMsmoi-i», Vasiüc:«,« 8ti-iL<nnsn»iL anno 132L, ^. lieimei ut L»LiI, I^osui»,, schm, 4».) z>. 167.) — 5. Peter de Nsuau (geb. 2. Fe. bruar 1508, gest. l7. Juli l«2ü), ein Sohn des Freiherrn Michael aus dessen Ehe mit mit Anna Vatich. R. war Obergespan de« Thuroczer Comitates und zu Anbeginn des
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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