Seite - 372 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
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cr die Truppen des Feldmarschall'Lieute
nants Varon Sp läny i auf ihren Mär
fchen dirigirte, ihre Positionen bestimmte
und für ihre Verpflegung die zweck
mäßigsten Anordnungen traf. Der Com<
mandirende, Prinz Coburg, ertheilte
ihm das ehrenvolle Zeugniß, „daß jeder
General, unter dem dieser rechtschaffene,
würdige Mann und unermüdet eifrige
StabSofsicier diente, ihm bezeugen muß,
wie er so im Exercieren, wie im inner-
lichen Negimentsdimste und in Mannes,
zucht, als besonders in allen feindlichen
GelegenheitenunausgesehtenFleiß, gründ-
lichen Verstand und wahre Herzhaftigkeit
bewiesen hatte". Rävay rückte nun zum
Oberstlieutenant vor und zeichnete sich
noch bei der Eroberung von Gladowa,
am 9. November, 1789, aus. Für seine
Wassenthatm wurde Rövay in der
23. Promotion, welche am 19. December
1799 Kaiser Leopold I I . im kaiser-
lichen Hoflager zu Wien in Person
vornahm, mit dem Ritterkreuze deS
Maria Theresien-Ordens geschmückt, aber
schon wenige Monate darnach beschloß
der Held im schönsten Mannesalter von
erst 40 Jahren sein thatenreicheg Leben.
Freiherr Rsv ay war mit einer Gräsin
Szöränyi vermalt, welche ihm drei
Töchter gebar: Iosepha. Leopol»
dine und Antonie, letztere Aebtissin
eines Ursulinerinenklosters.
Hictenfeld (I.). Der Militär<Maiill The«.
fieN'Orden und seine Mitglieder (Wien l827,
Staatgdruckerei. kl, 4».) S. 305 u. 1734.
Reval), Johann Graf (Bischof von
Zips, geb. zu Czaszkä cz im Thuroczer
Comitate Ungarns 8. August 1748, gest.
zuEavnik 9. Jänner 1806). Von der
Danielischen Linie. Ein Sohn des
Grafen Johann R. aus dessen Ehe
mit Jul iane geb. Freiin von Bossa- ny i. Für den geistlichen Stand bestimmt,
erhielt R. im Elternhause eine sorgfältige
Erziehung, kam alsdann auf die Schule
nach Tyrnau und von da in die There-
sianische Ritter»Akademie nach Wien, wo
er die rechtswisfmschaftlichen und theolo»
gischen Studien beendete, worauf er zu
Jablonih. einem seiner Güter in Ungarn,
die h. Weihen empfing. Nun beredete ihn
der Wiener Srzbischof Graf Migazzi .
eine Reise nach Nom zu unternehmen,
und von der Kaiserin Mar ia Theresia
selbst, mit Empfehlungsschreiben an den
h. Vater und die vornehmsten Höfe Ita-
liens versehen, trat R. diese Reise an
und traf im Jahre 1771 in Mailand
ein, wo er der Hochzeitsfeier des Erz»
Herzogs Ferdinand mit der Prinzessin
Beatr ix von Modena beiwohnte und
von dem erlauchten Brautpaare in wohl»
wollendster Weise empfangen wurde. I n
Rom angekommen, fand er bei Papst
ClemensXIV. die gnädigste Aufnahm?,
und gewann die Kardinäle Colonna,
Borgh ese und de Santa Croce zu
vertrauten Freunden. Daselbst setzte er
auch seine theologischen Studien fort und
machte sich insbesondere in der liota
manll mit dem Gerichtswesen der ro>
mischen Curie bekannt. Von Rom aus
besuchte er Neapel, wo er am dortigen
Hofe auch in freundlichster Weise empfan-
gen wurde. Nach zweijähriger Abwesen»
heit kehrte er in seine Heimat zurück,
wo er, alle ihm zugedachten Ehren ab»
lehnend, von Stufe zu Stufe durch sein
eigenes Verdienst vorzurücken die Absicht
hatte. Zunächst verweilte er in Tyrnau,
und dort bewarb er sich um die eben in
Erledigung gekommene Pfarrerstelle zu
Ofen. Aber die Kaiserin, seinem Wunsche
nicht willfahrend, ernannte ihn im Jahre
1774 zum Domherrn von ZipS. Auf
diesem Posten brachte er nahezu zehn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon