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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 374 -
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374 8°,) Bd. IX, S. ?<?, — (Hormayr's) Archiv für Geschichte, Statistil. Literatur und Kunst (Wien. 4«.) XV. Iahrg, (!824), Nr, 1^2 u. i»3, S, 824: „Denkmale der Wohlthäter des ungarischen Clerus", von Dr, L, Hohen egg er. ), Michael Baron. Derselbe er. scheint in Theodor Ignaz Leitner's von Leitn er treu „Ausführlicher Ge- schichte der Wiener-Neustädter Militär- Akademie", Bd. I, S. 466. als Maria Theiesieii'Ritler. Es stellt sich aber her- aus, daß dieser Baron Michael eine und dieselbe Person ist mit dem Maria TheresieN'Ordensritter Emerich Freiherr von R6vay. dessen LebenSskizze bereits auf S. 371 mitgetheilt worden. ), Nikolaus (ungarischer Poet, geb. nach Toldy zu Nagy»Szent- MiklüS im Tor,ontalerComitate24. Fe- bruar 1749. gest. 1. April 1807). Dieser, von der ungarischen Nation hochgefeierte und wegen seines Einflusses auf die unga- rische Spraye „berGroße" zubenannte Poet und Schriftsteller führte ein beweg- tes Leben, dessen Darstellung noch der quellenkundigen und fichtenden Hand harret. Nach den Forschungen M6ry'S der auch, wie in dcn Quellen angedeutet, sein Geburtsdatum von den üblichen An- gaben abweichend festsetzt, vermuthet man, daß er mit dem im Thuroczer Lomitate ansässigen altadeligen Freiherren» und Grafengefchlechte decR6vay verwandt sei. Den ersten Unterricht erhielt er in Csanäd und Szegedin, und machte na- mentlich in der lateinischen Sprache große Fortschritte. Eine von ihm zu jener Zeit in lateinischer Sprache gedichtete Ode auf EsanädS Ruinen, welche er dem Scmnazari nachgebildet halte, erregte, als daS Werk eines 16jährigen Jung- lings, verdiente Aufmerksamkeit. Nun trat er in den damals als Vereinigung hochgelehrter Männer in Ungarn in hohem Ansehen stehenden Piaristenordeil, in welchem er, während er selbst zu Dotis und Veszprim in den unteren Schulen Unterricht ertheilte, die eigenen Studien fortsetzte. Im Jahre 1783 versuchte er eS, von deS Jesuiten Johann Baptist Molnär ^Nd. XIX, S. 21) Beispiele angeregt, ungarische Gedichte in der VerSform der Alten zu schreiben. Nach' dem er zu Nagy-KHrolyi die Philosophie und zu Neutra die Theologie beendet, erlangte er die h. Weihen, und einem eigenen Dränge, sich in der Zeichenkunst auszubilden, folgend, begab er sich im Jahre 1777, von dem Grafen Käroly unterstützt, nach Wien, wo er Unterricht im Zeichnen und in der Baukunst nahm. Nach einjährigem Aufenthalte daselbst erhielt er den neu errichteten Lehrstuhl der Zeichen- und Baukunst an der Großwar» deiner Nationalschule und wurde schon ein Jahr später außerordentlicher Pro» fefsor,der Philosophie an der dortigen Akademie. Eine von ihm um diese Zeit veranstaltete Ausgabe ungarischer Elegien fand ungetheilten B»ifall. Ebenso machte seine im Jahre 1780 auf den Tod Mar ia Theresia's gehaltene Leichen» rede allgemein seinen Namen auf das Rühmlichste bekannt. Aber kaum ein Jahr versah er sein Lehramt, schon im Jahre 1781 legte er dasselbe, ohne daß die Ursache bekannt wäre, mit einem Male nieder und hatte nun einige Zeit mit den widrigsten Schicksalen zu käm» pfen, bis es ihm über Empfehlung eines Freundes gelang, zu Loos im Hause des Grafen Viczay eine Trzieherstelle zu erhalten, die ihm auch zusagte und in welcher er sich ganz behaglich fand, bis er mit dem Gesinde in solchen Streit gerieth, daß er seine Stelle aufgab und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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