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wie e3 sich später schrieb: Revertera, von
den hohenstauffen'schen Kaisern bedeutende
Würden und Auszeichnungen, darunter auch
den Grafentitel erhalten, der in späteren
Urkunden von den Kaisern aus dem Hause
H a b s b u r g anerkannt w urde. Au? der Linie,
welche seit dem 16, Jahrhunderte in Neapel
sortblühte, »hielt Don F«ancesco Rever»
ter im Jahre lS!3 von König Phi l ipp I I I .
von Spanien den Titel eines Herzogs von
Salandra. Außer diesem in der Provinz
Nasilicata gelegenen Lehen besaßen Don
Francesco's Nachkommen auch die Mark»
arafschaft Calciano, dann Triccmco. Migl!o<
nico, Saiagusa u, a, Güter. Seit dem Jahre
l?45 führte mit königlicher Zustimmung der
«rstgebotne Sohn des jeweiligen Herzogs non
Salandra noch den Titel G ra f von
Tricarico. Nicolo Ippol i to Reuerter
Herzog de la Salandra erhielt von dem
letzten Könige Spaniens aus dem Hause
Habs bürg. von dem nachmaligen Kaiser
Kar l VI., mit Diplom 6äo. Wien 8. Octo>
bei i?18 die Bestätigung der «blichen Würde
eines Granden non Spanien erster Classe nach
dem Rechte der Erstgeburt. Sein aus der
Ehe mit einer gebornen Gräfin von Thür»
heim stammender Sohn Jacob Graf Re.
uertera von Salandra ist der Gründer
der österreichischen Linie, deren Familienstand
auS der nebenstehenden Tabelle ersichtlich ist.
Wappen. I n Silber zwei rothe Querbal»
len, welche von drei pfahlweise geordneten
blauen Kugeln begleitet sind. Auf dem Schilde
ruht die Nrafenlrone, auf der sich ein gekrönter
Helm erhebt, Aus der Krone des Helms wächst
ein rechtsgelehrter goldener Löwe. Die Helm»
decken sind roth, mit Silber belegt. — DaS
ursprüngliche Wappen bestand nur aus den
zwei rothen Querbalken in Silber; die blauen
Kugeln kamen erst im !4. Jahrhunderte in
das Wappen, zur Erinnerung an die mit der
spanischen Familie de Castro eingegangenen
verwandtschaftlichen Beziehungen.
Revesz, Emerich (ungar. Schrift,
stellec. geb. zu Neu »Weißensee im
Szabolczei Comitate Ungarns l4. Jan»
ner 4826). Von evangelischen Eltern.
Sein Vater Pau l R. war Ortsnotar,
stacb aber, als der Sohn kaum neun
Jahre alt war; dieser kam nun zu frem»
den Leuten, die für ihn kein Herz besaßen und ihn zum Theile verwahrlosten, ja
ogar darben ließen. Unter so traurigen
Verhältnissen verlebte er die Jugendzeit.
Die Elementarschulen besuchte er zu
TiSzadobi, das Gymnasium in Böször»
meny und Debieczin, wo er auch die
akademischen Studien zurücklegte. Schon
in dieser Zeit seiner Studien ragte er
durch Fleiß und Kenntnisse unter seinen
Kollegen so hervor, daß ihn dieselben
zum Archivar ihreS Lesekreises, dann
sogar zum Vorstande erwählten. Neben
seinen BerufSstudien lag er mit besonde»
rem Eifer jenem der Geschichte und PH,,
lologie ob, und — erst 19 Jahre alt —
unterzog er sich der Beantwortung der
folgenden, von der ungarischen Akademie
1846 aus dem Vermächtnisse Schwart-
ner's ausgeschriebenen Preisfrage: „ lu-
nono in Nurop«, oonäitlim.
iniFr»,tioui8 Zentiuin ab Hunnis,
Er hatte sie bereits eingereicht, hielt aber
die Arbeit noch für zu unvollkommen
und wollte sie vor dem Ausspruche der
Commission zurückziehen. Endlich besann
er sich eines besseren und erhielt — den
Preis. Nach beendeten Studien widmete
er
sich zunächst dem Lehramte und war bis
1830 am Gymnasium und an der Hoch»
schule thätig, dann entschloß er sich, dem
theologischen Fache sich zuzuwenden, und
ging nach Wien, wo er am protestantisch»
theologischen Institute den Studien ob>
lag, zugleich aber an den Wiener Biblio»
theken die aus Ungarn bezüglichen histo»
rischen Handschriften und älteren Druck,
wecke zum Zwecke seiner geschichtlichen
Studien und Arbeiten durchforschte. Als»
dann unternahm er eine größere Reise,
auf welcher er Deutschland, die Nieder»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon