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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rasner-Rhederer, Band 25
Seite - 386 -
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386 Növis) wie e3 sich später schrieb: Revertera, von den hohenstauffen'schen Kaisern bedeutende Würden und Auszeichnungen, darunter auch den Grafentitel erhalten, der in späteren Urkunden von den Kaisern aus dem Hause H a b s b u r g anerkannt w urde. Au? der Linie, welche seit dem 16, Jahrhunderte in Neapel sortblühte, »hielt Don F«ancesco Rever» ter im Jahre lS!3 von König Phi l ipp I I I . von Spanien den Titel eines Herzogs von Salandra. Außer diesem in der Provinz Nasilicata gelegenen Lehen besaßen Don Francesco's Nachkommen auch die Mark» arafschaft Calciano, dann Triccmco. Migl!o< nico, Saiagusa u, a, Güter. Seit dem Jahre l?45 führte mit königlicher Zustimmung der «rstgebotne Sohn des jeweiligen Herzogs non Salandra noch den Titel G ra f von Tricarico. Nicolo Ippol i to Reuerter Herzog de la Salandra erhielt von dem letzten Könige Spaniens aus dem Hause Habs bürg. von dem nachmaligen Kaiser Kar l VI., mit Diplom 6äo. Wien 8. Octo> bei i?18 die Bestätigung der «blichen Würde eines Granden non Spanien erster Classe nach dem Rechte der Erstgeburt. Sein aus der Ehe mit einer gebornen Gräfin von Thür» heim stammender Sohn Jacob Graf Re. uertera von Salandra ist der Gründer der österreichischen Linie, deren Familienstand auS der nebenstehenden Tabelle ersichtlich ist. Wappen. I n Silber zwei rothe Querbal» len, welche von drei pfahlweise geordneten blauen Kugeln begleitet sind. Auf dem Schilde ruht die Nrafenlrone, auf der sich ein gekrönter Helm erhebt, Aus der Krone des Helms wächst ein rechtsgelehrter goldener Löwe. Die Helm» decken sind roth, mit Silber belegt. — DaS ursprüngliche Wappen bestand nur aus den zwei rothen Querbalken in Silber; die blauen Kugeln kamen erst im !4. Jahrhunderte in das Wappen, zur Erinnerung an die mit der spanischen Familie de Castro eingegangenen verwandtschaftlichen Beziehungen. Revesz, Emerich (ungar. Schrift, stellec. geb. zu Neu »Weißensee im Szabolczei Comitate Ungarns l4. Jan» ner 4826). Von evangelischen Eltern. Sein Vater Pau l R. war Ortsnotar, stacb aber, als der Sohn kaum neun Jahre alt war; dieser kam nun zu frem» den Leuten, die für ihn kein Herz besaßen und ihn zum Theile verwahrlosten, ja ogar darben ließen. Unter so traurigen Verhältnissen verlebte er die Jugendzeit. Die Elementarschulen besuchte er zu TiSzadobi, das Gymnasium in Böször» meny und Debieczin, wo er auch die akademischen Studien zurücklegte. Schon in dieser Zeit seiner Studien ragte er durch Fleiß und Kenntnisse unter seinen Kollegen so hervor, daß ihn dieselben zum Archivar ihreS Lesekreises, dann sogar zum Vorstande erwählten. Neben seinen BerufSstudien lag er mit besonde» rem Eifer jenem der Geschichte und PH,, lologie ob, und — erst 19 Jahre alt — unterzog er sich der Beantwortung der folgenden, von der ungarischen Akademie 1846 aus dem Vermächtnisse Schwart- ner's ausgeschriebenen Preisfrage: „ lu- nono in Nurop«, oonäitlim. iniFr»,tioui8 Zentiuin ab Hunnis, Er hatte sie bereits eingereicht, hielt aber die Arbeit noch für zu unvollkommen und wollte sie vor dem Ausspruche der Commission zurückziehen. Endlich besann er sich eines besseren und erhielt — den Preis. Nach beendeten Studien widmete er sich zunächst dem Lehramte und war bis 1830 am Gymnasium und an der Hoch» schule thätig, dann entschloß er sich, dem theologischen Fache sich zuzuwenden, und ging nach Wien, wo er am protestantisch» theologischen Institute den Studien ob> lag, zugleich aber an den Wiener Biblio» theken die aus Ungarn bezüglichen histo» rischen Handschriften und älteren Druck, wecke zum Zwecke seiner geschichtlichen Studien und Arbeiten durchforschte. Als» dann unternahm er eine größere Reise, auf welcher er Deutschland, die Nieder»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rasner-Rhederer, Band 25
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rasner-Rhederer
Band
25
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
446
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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