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Neviczky 394 Neviyky
vortrug. Im Jahre 1760 übertrug ihm
5er Orden — wie Stöger schreibt,
„ob LinFuIarem inoruiQ LknäorLiu," —
die Mission nach Ofen, um dort bei der
königlichen Curie und der Septemviral>
tafel die Angelegenheiten des Ordens
zu vertreten, welche Aufgabe er so zur
Zufriedenheit seiner Oberen gelöst, daß
er dann in Ofen zum Rector ernannt
wurde. Nach Aufhebung des Ordens
wurde er Pfarrer in Ofen, infulirter Abt
zu S. Salvator de Leker und General»
Feldvicar für das ganze Königreich Un»
gärn. Die Titel seiner Schriften sind:
iae 1731, 4°.); — „^ans«?«/««««
1732, 12».); — „ i/n!»«?'««« Hla^esso«
i?'«!!!« ^N5il'ieuil'o". ?artL8 tres (ibiä.
1752 et 1733, t ^ . 2,1:26., 8«.); -
1786—1738, 8«.); — „
?2rt68 äuo (ibiä. 1787 6t 1788, 4°.).
Sein philosophisches Lehrbuch ist em
Kompendium nach DeS Car teS, daö
seiner Zeit sich günstiger Aufnahme er»
freute.
I.ex. 8°.) I>. 293. — H,?-llnz,l ^ i e i i l ^ ,
»ell^ti« eäiti« nodoruin (Vieuuas i??6, ^..
Loeve, 8».) 2'om. I I I , z>. t7U ^„ach diesem
geboren am l?. Jänner i?23^, — F>^«^
4».) i>. ?3 lnach bieftm geb, im Jahre
— (De Luca) Das gelehtte Oesterreich,
Cin Versuch (Wien l??8, 0. Trattnern, 8».)
I. Bds, 2. Stück. S. 2l snach diesem und
nach Stoeg er geb, am l2, Jänner i?23). —
P 0 ggend 0 r f f ( I . «2.) Biographisch'Iiteraii. sches Handwörterbuch zur Geschichte der «.
.acten Wissenschaften (Leipzig <839, Ioh. Ambr.
Barth, 8°.) Bd. I I , Sp. L1L
Reviczky Freiherr von Redisnye
Karl Gmerich Graf (Diplomat, geb.
zu Wien 4. November 1737, gest.
ebenda 10. August 1793). Ein Sohn
des Joseph Franz von R. aus dessen
Ehe mit Anna Mar ia von Nartho»
dciszky. Erhielt eine sorgfältige Er>
ziehung im Elternhause, und bei seiner
großen Vorliebe für fremde Sprachen
verlegte er sich mit besonderem Eifer auf
Erlernung derselben, und eignete sich
bald die Kenntniß der deutschen, slavi»
schen, italienischen, französischen, engli»
schen, griechischen, hebräischen, persischen
und türkischen Sprache an, ein Umstand,
der wohl wesentlich auf seinen Eintritt
in die diplomatische Laufbahn mitgewirkt
haben mochte. Die orientalischen Spra»
chen hatte er sich unmittelbar im Orient/
wo er sich längere Zeit ausgehalten, an-
geeignet. Ueberdieß besaß er auch noch
umfassende Kenntnisse in anderen Wissens»
zweigen. R. lebte lange Zeit am Hofe des
Bischofs von Neutra. Später wurde er
zu verschiedenen Gesandtschaften verweil»
det, u. z. als außerordentlicher Gesandter
zuerst zu Warschau, dann 1782 in gleicher
Eigenschaft zu Berlin und seit 1786 zu
London. An letzterem Orte leble er auch
längere Zeit als Privatmann und kehrte
zuletzt nach Wien zurück. Der Graf, ein
großer Freund und Verehrer der Wissen»
schaften und in denselben in mannigfacher
Weise schriftstellerisch thätig, besaß eine
reiche und kostbare Bibliothek, welche er
im Jahre 1789 dem Lord Spencer in
London für eine jährliche Leibrente von
300 Pfund Sterling überließ. Hr genoß
dieselbe nur vier Jahre. Der Graf hat
folgende Schriften im Drucke heraus»
gegeben: ^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon