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Neyer 403 Neyer
R. zuerst im Jänner 1826 in den erb-I
ländischen Adel», später aber, im Jänner
4834, in den Ritterstand erhoben. Ueber»
dieß haben ihn die Stände Kärnthens,
seineS Vaterlandes, unter ihre Mitglieder
aufgenommen, und die Stadt Wiener»
Neustadt, in welche er durch den Betrieb
seiner ausgedehnten Zuckerrafferinerie ein
so regeS Handelöleben gebracht, hat ihm
daS Ehrenbürgerrecht verliehen. Franz
Thaddäus von Reyer war seit 1792
mit Constantia gebornen Edlen von
Mi l les i vermalt. — Canstantia von
R. zählte in Triest zu den ersten und
edelsten Frauen der Stadt. Sie genoß
die Verehrung aller Stände, und Erz»
^rzog Johann, Feldmarschall Ra>
d etzky gehörten zu ihren Freunden. Mit
den schönsten Frauentugenden verband
sie sonst die edelsten Gaben des Geistes,
und als die würdige Matrone im hohen
Alter von 9l) Jahren am 14. November
- 1859 das Zeitliche segnete, gab sich die
Theilnahme der Bevölkerung, in der sie
sich alle Herzen durch schrankenloses
Wohlthun gewonnen, in ungeheuchelter
Weise kund. Sie hatte ihren Gatten um
13 Jahre überlebt.
Adelstands'Diplom üäo. 24. Jänner 182L
— Ritterstands'Diplom ääo, 2?. Iän>
ner 1834. — Neuer Nekrolog der Deut.
schen (Weimar, Voigt. kl, 8°.) XXIV. Jahrg.
(1846). I. Theil, S. ?0. — ^.11' «xr«8la
« u,c>l)ils I'amlLlia Ro^sr (I^iosto
«833, 4°.) smit der Abbildung im Stahlstich des für die Familie Reyer gearbeiteten, den
Engel der Auferstehung darstellenden Monu-
mentes von Luiyi Ferrar i) ,
Die Familie Neytr. Noch Ein Decennium und
cs ist ein volles Jahrhundert, daß der Erste
dieses Namen«, Franz Thaddäus, in der
Handelswelt des Kaiferstalltes auftauchte und
den Namen zu einer der bedeutendsten und
glänzendsten Firmen nicht bloß des Kaiser»
staates, sondern des Kontinents und selbst der
überseeischen Handelöstaaten gehoben hat. Der
Großvater Franz Thaddäus^S. 400) hat
die Firma begründet, seine drei Söhne ^uergl.
zur leichteren Uebersicht die unten beigegebene
Stammtafel) haben in seinem Geiste dieselbe
fortgeführt und in die Familie verschiedene
Ehren und Würden gebracht. Schon Franz
Thaddäus ist mit Diplom äclo. 24, Jänner
1826 in den österreichischen Adel», mit einem
zweiten, 6äo. 27, Jänner l«34, in den Nit»
ter«, zwei seiner Söhne aber, Kar l Ferdi-
nand und Constantin, sind gleichzeitig mit
Diplom äclo. 20. April 1839 und sein gleich,
namiger Enkel Franz Thaddäus mit Di»
plom ääu. 28. November »839 in den öster.
reichischen Freiherrnstand erhoben wor>
den. Die Verdienste des Vaters Franz
Thaddäus und seines Sohnes Constan»
tin sind schon in ausführlicheren Skizzen
geschildert worden. Hier folgen nur noch
einige Angaben über Franz Taver und
Kar l Ferdinand, l, Franz Haber, der
älteste der Söhne, durchreiste in den Neschäf»
ten des väterlichen Hauses einen große» Theil
<3uropa'e, war in Triest wahrend seines dor»
tigen Aufenthaltes durch mehrere Jahre Di»
rector des Armeninstitutes und dann königl.
sächsischer Lonsul. Als aber seine Bestimmung
ihn nach Wien rief, stand er daselbst dem
dortigen Grohhandlungshause seines Vaters
und der Zuckerraffinerie in Wiener-Neustadt
Familienstand der Freiherren von Reyer.
/ranz Thaddäus Vener
1826 geadelt, 1»34 Ritter,
geb, 176l, 1- l7. Jänner 184«.
Canftaulia Ldle von Millesi
aeb, 1?09. f 14. November «»»9.
Fra»i ^k. Ritter von N.
-f im Aunust 185>.
/ranz Thaddän»
November 1889 Freiherr,
geb. 24, October 18l4. Aarl /erdlnand
April 185!i Freiherr,
geb. lsliu,
1- 23, October 18?2. C«nstantin
April 1858 Freiherr,
geb, 18!»l,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rasner-Rhederer, Band 25
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rasner-Rhederer
- Band
- 25
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1868
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 446
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon