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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 144 -
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Niese 144 Wese-Stallburg mann Edmund Grafen Hacke und ist seit 1839 Witwe. Oesterreichische N a t < o n a l , C' ncyklo pä< die von Grä f fe r und Cz ikaun (Wien 1833, 80.) Bd. IV, S 341. Riese, Karl Freiherr, siehe: Riesse, Franz Karl Freiherr sS. 130, in den Quellens. , Mathias Friedrich Freiherr (H um an i st und großer 3 and> Wirth, geb. in Böhmen 17. Mai 1787, gest. auf seinem Gute in Jungfern- Bi-e2an 14. April 1864). Aus der alten hessischen Familie der Riese — den Namen S ta l l bürg hat erst Frei- herr Math ias Friedrich von seiner Mutter M a r i e F r i e d e r i k e von S ta l l bu rg , der letzten ihres Geschlech- tes, angenommen — abstammend, über welche die Quellen S. 146 nähere Auf» schlaffe ertheilen, ist Freiherr Math ias Friedrich der Sohn des Johann Friedrich von Riese — Senators und regierenden Bürgermeisters der Stadt Frankfurt a. M. — aus deffen zweiter Ehe mit der oberwähnten letzten Na« mensträgerin des Geschlechtes derer uon Sta l lbu rg . Im Elternhause erhielt er von seinem Erzieher, einem Schweizer aus Genf, eine tüchtige Ausbildung, und da er oft längere Zeit auf dem Gute seines Vaters zu Münzenberg in der Wetrerau zubrachte, zeigte er schon in jungen Jahren eine besondere Vorliebe zur Landwirth- schaft. Aber die kriegerischen Ereignisse, welche in seine Jugendzeit fallen, eigneten sich wenig zu seinen Neigungen, und so trat er im Jahre 1803 als Cadet in die kaiserliche Armee, wurde bald Fähnrich im Infanterie-Regimente Hoch« und Deutschmeister, aus welchem er als Lieu« tenant zu dem 3. Dragoner-Regimenie Herzog von Württemberg kam. Mit demselben machte er im Jahre 1803 einen Theil der Campagne in Tirol mit. Als im Jahre 1809 der Kampf gegen N a p o l e o n von Neuem ausbrach, wohnte R. als Oberlieutenant der Schlacht von ASpem bei,' in welcher er in einem Reitergefechte sieben Wunden, darunter eine schwere über das Gesicht erhielt, in Folge welcher er sich genöthigt sah. noch im nämlichen Jahre mit Beibehalt seiner Charge zu quittiren. Er widmete sich fortan seiner Lieblingsneigung, der Land« wirthschaft. Durch den Tod eines Oheims in den Besitz einer ansehnlichen Erbschaft gelangt, kaufte er im Jahre i8!1 die Güter Kamena und Wysokci bei Przibram in Böhmen und bewirthschaftete sie selbst. Die Schwierigkeiten, welche ein steriler Boden seinen Bemühungen entgegen» setzte, entrnuthigten ihn nicht nur nicht, sondern ließen ihn auf Mittel sinnen, dieselben zu bewältigen, und so erzielte er bei rationellem Betriebe der Land» wirthschaft und sorgfaltigster Pflege der Bodencultur die erfreulichsten Resultate. Er führte auf seinen Gütern die Frucht- wechsölwkthschaft mit bedeutendem Kar» toffelbaue ein, errichtete eine Brennerei und betrieb ausgedehnte Viehinästung. Schon im Jahre 1812 begann er mit der Rapscultur auf seinem Gute Kamena und dieß war der erste gelungene Versuch des nachmaligen ausgedehnten RapS« baues in Böhmen. Dem Wiesenbaue wandte R. große Aufmerksamkeit zu und legte mit dem besten Erfolge Kunst» und Wässerungswiesen an. I n dieser Zeit entwarf er auch die trefflichen statisti- schen Tabellen, welche noch heute bei dem Betriebe mancher Wirthschaft als Muster gelten, und führte ein Rechnungs- wesen ein, das von vielen Oekonomen seiner inneren Vorzüglichkeit wegen an» genommen wurde. Im Jahre 1826
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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