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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 156 -
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Nigler 136 Nigler wunderungswürdigen Selbstbeherrschung unterzog. Er besaß eine große Kenntniß der Classiker. und H omer. Xenoph on, Thukydides, Sophokles, Horaz Sueton, Sal lust , Cicero, Taci- tus und von den späteren und den Heroen des Geistes in der Gegenwart waren Shakespeare, Goeihe, Rol» l in , Bukle seine stehende Lectüre. Daß er schriftstellerisch nicht productiv war, erklärt sein Biograph. Director Pein» lich, der ihm in einer anregend geschrie- benen Lebensskizze ein schönes Denkmal gesetzt, folgendermaßen: I n den jüngeren Jahren hielt ihn Bescheidenheit ab, die er im höchsten Grade besaß; in den spä- teren ließ ihm die gewissenhafte Erfüllung seines pädagogischen Berufes keine Zeit zu schriftstellerischer Thätigkeit. DaS Tagebuch seiner zu pädagogischen Selbst« studien unternommenen Reise läßt je- doch nach den von Director Pein- lich mitgetheilten kleinen Auszügen auf einen Inhalt schließen, der vielleicht wei- tere Verbreitung verdiente. Aus seiner Ehe mit der Tochter des Marburger Advocaten Oi-. Kaspar Sei l ler hinter- ließ er sechs Kinder: drei Söhne und drei Töchter. Peinl ich (Richard Dr.). Friedlich Edler von Nigler. Ein Lebensbild (Giatz <868, 8».. 2l S.). — (Peinlich, Richard Dr.) Fried« rich Edler von Nigler, gestorben am 24. Sep. tember 1867 (Gratz !867. kl. 8".. 14 S.). — Gratz er Zeitung 1864, Nr. 93- „Scheiden deö k. k. Schulrathes von Riglrr aus der öffentlichen Wirksamkeit". —Ja hres bericht des k. k. Obergymnasiums zu Gratz für 1868 (Gratz, Kienreich. 40.) S. 30. Rigler, Lorenz(Arzt. geb. zu Gratz in Steiermark 20. September 1813. gest. ebenda 16. September 1862). Bruder oder Stiefbruder des Schulrathes Fried- rich von R. ss.d. Vorigen^; denn sein Vater Franz X. Rigler , k. k. Staats- güter-Inspector für Steiermark besaß aus vier Ehen 18 Kinder. Der Sohn Lorenz erhielt nach beendeten philoso- phischen Studien die Aufnahme in die Iosephs'Akademie in Wien, wohin er sich im Herbste 4833 begab. Daselbst hatte er während der Studienzeit, 1833 bis 1837, mit mannigfachen Entbehrun- gen zu kämpfen. Am 3. Februar 1833 wurde er Doctor der Medicin und Chi» rurgie, Magister der Augenheilkunde und Geburtshilfe, und gab aus diesem Anlasse eine Abhandlung: „Neber öie Wuthkrankheit deZ Menschen. Inangnral-Nissertlitimi" (Wien 1838, gr. 8".) heraus. Im Anbeginn wendete er sich mit Vorliebe der Augen- heilkunde zu und wurde am 1. Jänner 1839 zum Assistenten bei der damals von Professor Jäger versehenen Lehr« kanzel der Augenheilkunde ernannt. Er arbeitete in dieser Zeit auch an einem belgischen Journale für Augenheilkunde mit, schrieb eine Preisschrift ophtalmolo« gischen Inhalts, welche nach dem Aus- spruche des Präsidenten der Gesellschaft leider zu spät eingelangt war, sonst wäre sie mit dem Preise gekrönt worden. In - dessen widmete N. seine ganze Aufmerk- samkeit dem Umschwünge zu, welcher durch Skoda's Ernennung zum Prima- rius im Jahre 1840 und durch daS Erscheinen des großen Werkes uon Noki- tansky im Jahre 1842 in der medici» nischen Wissenschaft eingetreten war. Es hatte nämlich die auf Grundlage der Physik und pathologischen Anatomie begründete Periode der Medicin be> gönnen. Die Grundlagen deS ärztlichen Handelns wurden völlig geändert, indem man überall nach anatomischen Verände- rungen des kranken Körpers suchte und so hinter den täuschenden und wechseln« den Symptomen die Einheit derselben, die Kränkelt aufsuchte und oftmals fand,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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