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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 158 -
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Nigler 138 Nihar umfangreichen Werke, das unter dem Titel: „Die Türkei nnd ihre Netvllhner", 2 Bände (Wien 1832. Gerold, 8 erschien und eine erstaunliche Fülle von Original-Mittheilungen über naturhisto» rische, statistische, ethnographische und medicinische Verhältnisse der Türkei in anziehender Weise schildert. Als er im Jahre 1833 zum Professor dcr medicini schen Klinik an der Hochschule in Gral) ernannt worden, ließ er sich nicht mehr von der längst ersehnten Rückkehr ins Vaterland zurückhalten. Nach einer im October 1833 bei dem Sultan Abdu l Medj id glücklich vollbrachten Augen operation verließ er kurze Zeit darauf Constantinopel, wo er nahezu 14 Jahre im arztlichen Berufe zum Besten des in medicinischer Hinsicht arg vernachlässigten Landes thätig gewesen. Mitte Juni 1836 traf er an dem Orte seiner neuen Bestim mung in seiner Vaterstadt Gratz ein, wo er das Klinikum und die dazu gehörige Abtheilung im Spirale übernahm und seine Vorlesungen mit einer Rede eröff« nete, welche den Gang seines Lebens und seine Ansichten enthält und in der „Me- dicinischen Wochenschrift" abgedruckt steht. Als Mitglied der ständischen Medicinab Commission war er wohl auch auf dem dem Gebiete des öffentlichen Sanitats- dienstes wirksam, doch laßt sich seine Thätigkeit in dieser Sphäre nicht entfernt mit jener deS Orients vergleichen, da er dayier im Ganzen geordneten Verhalt- nifsen gegenüber stand, während dort aus dem herrschenden Chaos erst eine Ordnung zu schaffen war. Bald aber war er auch in Gratz ein sehr gesuchter Arzt und leider ihm nicht gegönnt, lange in seinem Berufe zu'wirken, denn im Alter von erst 47 Jahren raffte ihn bereits der Tod dahin. Im Zande seiner vorherrschenden Thätigkeit in der Türkei hatte es ihm an Anerkennung nicht ge» fehlt; bereits im Jahre 1843 erhielt er vom Sultan den Nischihan Iftihar, das Zeichen des Ruhmes in Brillanten, und 1836 bei seinem Scheiden den Medschi» dieh-Orden. Seine Majestät der Kaiser von Oesterreich verlieh ihm im Jahre 1849 den Franz Ioseph'Orden und für sein oberwähntes Werk erhielt er von Preußen und Sachsen die goldenen Me» daillen für Kunst und Wissenschaft, und ehrenvolle Anerkennungen von Bayern, Württemberg und Baden. Aus seiner am 18. November 1843 in Constantino« pel geschlossenen Ehe mit der Tochter eines dort lebenden Wieners, mit Frau« lein Karo l ine Hulka, überleben ihn zwei Söhne: Alexander (geb. zu Con« stantinovel am 20. November 4848) und Kar l (geb. zu Gratz am 10. Mai 1862). Gratzer Zeitung 1862. Nr. 23t, 234, 236. 238. 242 u. 245.- „Rede zum Andenken an Prof. vi». Lorenz Rigler", gehalten von Pro« fessor Heschl. Rihar, Gregor (Componist und Organist der Laibacher Domkirche, geb. im Dorfe B i l l i ch g r a tz in Krain 1. März 1796. gest. zu Laibach 24. August 1863). Der Sohn armer Landleute. zeigte er schon in seiner frühe« sten Jugend Talent und Liebe zur Musik. Sein überaus fein organifirteS Gehör veranlaßte ihn bereits als Knaben, Cla- viere zu stimmen, was ihm seinen Lebens» unterhalt wesentlich erleichterte, und als er in Laibach das Gymnasium besuchte, ihn in den Stand sehte, sogar seine armen Eltern zu unterstützen, dabei be« fähigte ihn sein muslkalisches Talent zum Selbststudium in der Musik. Nach been» deten philosophischen Studien widmete er sich der Theologie, erlangte im Jahre 1829 die Priesterweihe, erhielt aber sofort die Sacristan« und Organistenstelle
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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