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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 164 -
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Ninn Ninna 1822 die Jesuiten aus Rußland'rev trieben und von Kaiser Franz I. in Galizien aufgenommen wurden, war R. einer der Ersten, der sich in die Gesell» schast aufnehm,n ließ. I n Galizien legt er das Noviziat ab und wurde dann durch viele Jahre im Lehramte verwendet, und zwar als Katechet am Gymnasium in Tamopol, wo er zehn Jahre thätig war, und später an dem unter ihrer Lei nmg stehenden Convicte zur Erziehung adeliger Zöglinge in Lemberg. Zu gleicher Zeit versah er das Predigtamt daselbst, und da er ein ausgezeichneter Kanzelredner war, der sein Thema in volksthümlicher Weise behandelte, so drängte .sich das Volk und die Gebildeten in Massen zu den Predigten, die er in der dortigen Jesuiten- kirche hielt. Ueberhaupt genoß er dort den Ruf eines wirklich gottesfürchtigen und in allen Schichten der Gesellschaft hochgeachteten Priesters, wie Schreiber dieses während seines mehrjährigen Auf> entHaltes in Lemberg dieß selbst zu erfah- ren Gelegenheit gehabt. Es wurde daher die Kunde seines Scheidens von der Be- völkerung mit ungeheuchelten Empfin- düngen des Bedauerns aufgenommen. Als nämlich die neue österreichische Pro» vinz se.nes Ordens errichtet wurde, folgte er im Jahre 1843 dem Rufe seiner Obe- ren, leitete mehrere Jahre hindurch das Ordens'Collegium zu Innsbruck und wirkte seit 18ol) als Spiritual desselben. Ninn hat folgende Werke herausgege- den: „NülhllliZche Neligivlislehre nach dem AlltechismüZ des ehrwürdigen?. Petrus Ouni- Lins 8. ^. erklärt u. Z. m." (Innsbruck 1848, Rauch, gr. 8".); — „Geschichte des alten Bundes als NarZtellung der göttlichen Jarllnstlllten iür das Ghnstenthnin" (ebenda 1843. gr. 8<>.). Ob ?. Rinn noch lebt, ist dem Herausgeber dieses Lexikons nicht nicht bekannt; im Jahre 1886 war er noch am Leben; jetzt müßte er 84 Jahre alt sein. I.sx. 80.) x. 302. Nimm Ritter von Sarenbach, Io . hann Baptist (k. k. Hofrath, geb. zu Soracanins im Pusterthaler Bezirke Enneberg 17. Mai 1764, gest. zu Wien. 6. Mai 1846). Sohn armer Eltern, des- sen sich sein mütterlicher Oheim und Taufpathe, der Priester Ios. Crazo- lara, annahm und durch den er auch im Iahie 1772 Zögling des Casstaneums in Brixen wurde. Nach beendigten Vor- studien sich den Rechten zuwendend, vol» lendete er dieselben im Jahre -1786 und trat nun bei dem Landgerichte Sonnen- bürg in amtliche Praxis. Von dort kam er zum Fiscalamte nach Innsbruck und wurde am 26. Juni 4789 besoldeter Magistratsrath in Görz, wo er. als im Jahre 1794 die städtische Gerichtsbarkeit in daS doit neu errichtete Stadt» und Landgericht überging, dieser Behörde alk Landrath zugetheilt wurde. U '^ber Antrag, des Grafen Rudolph von Thu in., damaligen Landeshauptmanns, der seine Tüchtigkeit kennen gelernt, kam er im Jahre 1793 als Prätor und Kreisdirector nach Gradisca. Nachdem er dort das von seinem Vorgänger im.Amte zurück, gelassene Chaos geordnet und die völlig gesunkene Disciplin wieder hergestellt hatte, nahm ihn Graf Thurn, als er nach dem Frieden von Campoformw zur Besitzergreifung und Einrichtung des neu erworbenen Dalmatiens abgeordnet worden, unter dem Titel eines prouiso« ischen Appellationsrathes zur Leitung »er Rechtsangelegenheiten dahin mit, lhm. als er 1798 Krankheit halber das« Land verließ, die Geschäftsleitung der neuen Provinz ganz überlassend. Das>
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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