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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 179 -
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Ritter - 179 Nitter Legate bedachte; ja, als im Jahre im Wadowicer Kreise,Cholera und Hur» gertyphus in grauenerregender Weise wütheten, wurden über einen von ihm erlassenen Aufruf auf das Schleunigste Lebensmittel und andere Bedürfnisse in die so schwer heimgesuchten Gegenden in großen Mengen gesendet. Seit 1829 war er Mifcurator des mahrisch-schl.'si schen Taubstummen.InstitutS und der Brünner Commandite der ersten öster» reichischen Sparcaffe, seit 1839 Mitglied der mahrisch-schlesischen Handelscommis- sion, seit 1840 Ausschußmitglied der schaden-Versicherungs-Anstalt und wurde vom mahrischen Landtage wiederholt zum ständischen Ausschußbeisitzer für den Bürgerstand erwählt. Dieses verdienst' lich gemeinnützige Wirken wurde auch von seinen Mitbürgern gewürdigt und anerkannt, seine Vaterstadt Pilsen ver- lieh ihm das Ehrenbürgerrecht und er- nannte ihn zum wirklichen Mitgliede der dortigen Kleinkinder-Bewahranftalt, ein Gleiches geschah von Seite der Städte Kuttenberg und Leitmeritz, in Brunn brachte ihm dos Comit6 der Bürgerschaft einen kostbaren Ehrenbecher dar. Als er sich im Jahre 1848 von den Geschäften zurückzog, verlebte er den Rest seiner Jahre auf seiner Besitzung Neudenburg, wo er im Alter von 73 Jahren starb. Brünner Zeitung l85i, in einer April« Nummer im Feuilleton sein „Nekrolog". Ritter, Eduard (Genremaler, geb. zu Wien im Jahre 1808. gest. ebenda im Jahre 1853). Bei auSgespro» chenem Talente für die Kunst besuchte er Ziemlich jung die k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien und mit einem in Oel gemalten Selbst« bildnisse. welches im Jahre 1830 bei St. Anna ausgestellt war, trat er zum ersten Male in die OeffentlickkeU. Seit dieser Zeit beschickte er regelmäßig die in der k. k. Akademie der bildenden Künste abgehaltenen Iahres-Ausstellungen und seit 1833 auch die Monats-Ausstellungen des österreichischen Kunstvereins, auf welchem noch nach seinem bald darauf im Alter von erst 4p Jahren erfolgten Tode seine Arbeiten von Zeit zu Zeit zu sehen waren. Rit ter arbeitete ungemein rasch und seine aus dem Leben genom- menen, mit gesundem Humor und oft echter Naivetat ausgefühlten Bildchen und Skizzen werden von Wiener Kunst, freunden und auch auswärts gesucht und gekaufl, und in Gallerien sind die Werke dieses anmuthigen Künstlers nicht selten zu treffen. Die kaiserliche Gallerte im Belvedere besitzt in der Abtheilung der modernen Schule von ihm drei Bilder: „Ner znrnckgrkehrte Wallfahrer kramt die mit- gebrachten Andenken ans" (bezeichnet: Eduard Ritter, 1838. auf Holz. 2 Schuh 1 Zoll hoch. 1 Schuh 8 Zoll breit); — „Der Kranke Naldhurnizt" (bezeichnet; E.Ritter, 1847. auf.Holz. 1 Schuh 6 Zoll hoch, 1 Schuh 11 Zollbreit) — und.„Nllnt>nlllk, grüöLtenttiril5 nm tinen Nrnnnen urrsammelt, bereitet sich znm Heimwege nain Kirchtag" (bezeichnet: E. Ritter, 1846. auf Holz, 3 Schuh 1 Zoll hoch und 4 Schuh breit). Auf den Jahres«Ausstellungen iti der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien waren von seinen werken außer verschiedenen Bildnissen zu sehen im Jahre 1832: „Amri betende Schulkinder llllk dem Mge"; — „Znsicht d?2 Kai3. sch!u53kS in Olltenbrnnn"; — „Ansicht der Glll2kllbrik und t>e5 Glu5öchleltllierkr5 in Gnttenbrnnn"; — Porträt einer söjälirigrn Fran"; — 1334 : „Die Kleine Strickerin und t>er mnÜMillige (nabe"; — „Nie beiden KugrlZpieler"; — Der Glldtengraber". nach S e i d l 's Gedicht', — 16351 „Mädchen am Vrnnnen sitzend",
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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