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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 185 -
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Kitter 186 Mtter steller und Künstler entschieden zurückzu- weisen. Ferner war es R., der den erster Impuls zur Errichtung eines Denkmals in Prag für W. A. Mozar t gab. di Geschäfte des Comites leitete und sich überdieß bemühte, die sämmtlichen Werke des unsterblichen Tonmeisters ausfindig zu machen, zum allgemeinen Gebrauche zu sammeln und mit dessen von dem Bildhauer M ax in weißem Marmor aus geführten woblgetroffenen Büste in einem Saale der kaiserlichen Bibliothek in Prag aufzustellen. ^Vergleiche darüber dieses Lexikon, XIX. Bd.. S. 262: „Der Mo- zartschrank in Prag.^ Bei einer am 48. Juni 4841 unternommenen Fahrt hatte R. das Unglück, von dem Wagen, mit dem die scheu gewordenen Pferde durchgegangen waren, herabzustürzen und die Hirnschale zu zerschmettern. I n einem seinein Andenken gewidmeten Nach- rufe heißt es wörtlich von ihm: „er hatte sich im Felde als tapferer Krieger, im Frieden als Freund des classischen Alter« thums. der Wissenschaften und Künste, wie auch als Schriftsteller ausgezeichnet, und sowie or im Leben von Jedermann, der ihn kannte, geschätzt und geachtei wurde, so erregte auch sein unerwarteter, augenblicklicher Tod das allgemeinste Bedauern". Nit ter von Rit ters berg war Mitglied einiger ausländischer und fast der meisten Prager Humanitats« und wissenschaftlichen Vereine. AuS seiner im Jahre 1809 geschlossenen Ehe mit der Tockter dcs Generals Voge l sang überlebte ihn ein Sohn 3udwig, dessen besondere Lebensskizze auf S. 187 folgt. Oesterreich ische National» Encyklopä« die von Gräffer und Czikanu (Wien 4835. 8«.) Bd. IV, S. 394. — Wiener Zuschauer. herauSg. von I . S. Ebers» derg (Wien, 8°.) 484t, Nr. 40. S. 797. Ritter, Joseph, siehe S. 193. in den Quellen Nr. 2 u. 3^>. Ritter, Karl (Blumenzüchter und Hortolog, geb. zu 3 un g w i tz bei Dres« den im 1.1800). Die Schulen besuchte er in seiner Vaterstadt Dresden, bezog dann die Leipziger Hochschule, kehrte aber wie- der nach Dresden zurück, wo er sich aus« schließlich dem Studium der Gartenkunst widmete und durch seine Geschicklichkeit die Gunst des damaligen Prinzen, nach« maligen Königs Anton von Sachsen erwarb. Um sich in seiner Kunst noch ferner auszubilden, begab sich R. im Jahre 1817 nach Wien, wo er von sei» nem Mäcen, dem Prinzen Anton, an Kaiser FranzI . empfohlen, eine Unstet« lung im kaiserlichen Wintergarten auf der sogenannten Terrasse in der Hofburg erhielt. I n dieser Anstellung setzte aber R. seine theoretischen Studien, zu deren Verbindung mit den praktischen ihm über» dieß Gelegenheit geboten war, steißig fort, benutzte die in den von ihm culti- virten Richtungen an Prachtwerken aller Art reiche Hofbibliothek, die Naturalien' Cabinete, lernte Sprachen, Zeichnen, legte Sammlungen aus der österreichi» schen Flora an und betrieb überdieß fleißig das Studium der Naturgeschichte, emie und verwandten Fächer. Im Jahre 1819 beauftragte ihn Kaiser Franz I. mit einer naturhistorischen Reise nach Hayti, welches Land eben durch die damals veröffentlichten Schil- derungen die Aufmerksamkeit von Natur« forschern, namentlich Botanikern, erregte. Im December 1819 schiffte N. zu Trieft sich ein und gelangte Anfangs April 1820 an das Ziel seiner Reise. Obwohl er mit Geschenken für den dortigen Neger- könig versehen war, so fand er doch in seinen Unternehmungen wenig Unter« Atzung und konnte erst nach dessen Tode 'ich ganz der Lösung der übernommenen Aufgabe widmen. Nach fast zweijährigem
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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