Seite - 193 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
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Bitter 193 Nittig
Schriftsteller (Leipzig 1870, Teubner, schm.4«.
Bd. IV, S. 700. — Neue freie Press
(Wien, Fol.) 4868, Nr. 1238, im Feuilleton
„Das Burgtheater von 1848 bis 1868'. Von
Heinrich Laube. XIX." — Presse (Wiener
polit. Blatt) 1868. Nr. 254, im Feuilleton.)
— 2. Joseph Ri t ter , ein zeitgenössischer
Künstler, über dessen Lebensumstände nur
spärliche Notizen uorliegen. Er ist aus Egg
in Vorarlberg gebĂĽrtig, begab sich im Jahre
182? nach Wien, wo er mehrere Jahre sich
aufhielt und von da in seine Heimat zurück«
kehrte. Im Jahre 1830 befand er sich in
Innsbruck. Seines Zeichens eigentlich Por-
trätmaler, hat er sich auch im historischen
Fache versucht und das Museum in Inns»
brĂĽck besitzt uon seiner Hand ein gut und
kräftig gemaltes Bild, darstellend die von
Malern und Zeichnern bereits öfter behan«
delte Scene, wie Graf Rudolph von Habs»
bĂĽrg auf einem Ritte dem Priester begeg-.
net, der sich eben mit der h. Wegzehrung
zum Kranken begibt und dem Rudolph
sein Reitpferd anträgt. Ueber R.'s weiteren
Schicksale und Arbeiten rft nichts bekannt.
^Tirolisch es KĂĽnstler - Lerikon u. s. w.
(Innsbruck 1830, Felic. Rauch, 8".) S. 210.
— Tschischka (Franz), Kunst und Alter«
thum in dem österreichischen Kaiserstaate (Wien
1836, Franz Beck. gr. 8».) S. l39 u. 392. —
Meyer (I.), Das groĂźe Conversations'Lerikon
für die gebildeten Stände (Hildburghausen,
Bibliogr. Institut, gr. 8".) Zweite Abtheilg.
Bd. V, S. 130H, Nr. 11. — Nagler (G.
K. Dr.), Neues allgemeines KĂĽnstler-Lerikon
(MĂĽnchen 1839. Fleischmann. 80.) Vd. X I I I ,
S. 210.) — 3. Joseph Ri t ter (geb. zu
Regen in Bayern 20. October 1695, gest.
zu Wien 8. Mai 1761). Trat im Jahre 1712
in den Orden der Gesellschaft Jesu. in wel<
chem er, die Studien beendete, die philoso-
phische und theologische DoctorwĂĽrde erlangte
und folgeweise zu Grcch. Wien. Linz, Passau
und zuletzt wieder zu Wien anfänglich Poetik
und Rhetorik, dann Ethik und Philosophie
und zuletzt Casuistik und h. Schrift vortrug.
Später leistete er Aushilfe dem Novizenmei»
ster im Collegiathause zu St. Anna in Wien
und dann dem Ordensuorstande der Provinz.
Darauf wurde er zum Beichtvater der Erz.
Herzogin Mar ia Anna, Konigin von Por-
tugal lBd. VI I , S. 26, Nr. 211). einer Toch.
ter des Kaisers Leopold I . , gewählt, mit
der er nach Lissabon reiste. 13 Jahre, bis
zu ihrem im Jahre 1754 erfolgten Tode ver»
v. Wurzbach, viogr. Lenkon. XXVI. fGedr sah er dieses Amt, dann kehrte er in seine
Ordensprovinz zurĂĽck und wurde Reclor des
Passauer Collegiums. Die Titel der von ihm.
herausgegebenen Schriften sind: „St^ria, tsi-
iolix rsIiFions, lsi-tilitats, äslioiis" (Aras-
cii 1727, 8".); — „Oi-aeula Dslxkiea 56U
NKHtli. Frasoorulli ^ostaruin. iorinanäis
2Äoi6506ut.i8 LtuäioLi uioi'idu,2 o^portunI."
(Viennao 1728, VoiZt, 8«.); — „8l»soi.
insu kistorias oknosIIarloi'UiQ Universität^
NoolesiÄS aä Z. Its^Iiaiiuin tzuibus F65tis
a,H vitas UL^uu Knsin iucüai'uolint" (idiä.
1729, 8«.); — ^Vit«, st Virtutss Marias.
^.unas ^rodiäucis ^ustriaa I.soz>oläi l.
st Nlsonoras 5Ü22 Röswas ^ortUßaUi^tz"
(ibiä. 1736, 8«.). davon erschien eine spa-
nische Uebersetzung von?. Joseph Guerra
8. s^. (Madrid 1737, 8«) und eine deutsche
(Passau 1737, 4". u. 8".). R. starb zu Wien
im ProfeĂźhause, im Alter von 66 Jahren.
H.u2ti>iaoa6 LooistĂĽtig ^ssu, (Visnnas 1835,
I.6X. 8°.) 9. 302.) — 4. Kar l Rit ter, ein
zeitgenössischer Maler, der in den Dreißiger«
Jahren und zu Anbeginn der Vierziger in
Wien arbeitete, über dessen LebenSumstände
jedoch nichts Näheres bekannt ist. I n den
IahreslAusstellungen in der k. k. Akademie
der bildenden KĂĽnste zu St. Anna in Wien
waren von Bildern seiner Hand zu sehen im
Jahre 1837: „Ein todter Hase"; — „Veste
Liechtenstein",- — „Ein ländliches Gebäude";
—. „Jagdbeute"; — 1838.- „Stillleben" j —
„Vaumpartie"; — „Partie aus dem Prater";
— 1839: „Landschaft mit Kühen"; — „Ein
Kalkofen"; — 18-tl): „Partie aus der Klause
beiMöoling"; —„Liechtenstein"; —„Maria»
Zell"; — „Landschaft bei Abendbeleuchtung".
Seit dem Jahre 1840 hat R. nicht mehr
ausgestellt, l^Katalo.ge der Jahres«Ausstel»
lungen in der k. k. Akademie der bildenden
KĂĽnste bei St. Anna in Wien, 1837, S. 13.
Nr. 32; S. 14, Nr. 51. 52; S. 2l, Nr. 199;
1835, S 10. Nr. 16; S. 16. Nr. 143, 150;
1839, S. 13, Nr. 6l, 62; S. 15, Nr. l34;
1840, S- 9, Nr. 3, 4 u. 7,- S. 16, Nr. 216.)
Rittersberg, Johann vou und Lud«
wig von, siehe: Ritter von Rittersberg
^S. 182 u. 487).
Rittig von Flammensteru, Andreas
k. k. Artillerie»Haup tmann und
militärischer Schriftsteller, geb. zu
i4.Oci. 1573.) 13
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon