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Nittinger 198 Nittinger
den und VibZrnZchllMich dargestellt" (Wien
1861. Gerold. 8"., mit 2 Fig.-Taf.); —
„Nie allgemeine Zndnstrie-ZluöZtellnng in Tan-
dün im Illhle 1^863. Kurze Mittheilungen über
die Verg- und Mttenuiesens-MllFihinen und
NllNgegenZtände. In 138 ZelbZitstündiglN, durch
Holzschnitte illuZtr. Srtikeln" (Wien 1862,
Staatsdruckerei, gr. 8".); — „Nnrze Mit-
ttzeilnngen über Vrrg- und Hnttenulesens-Ma-
zchinen u. 5. w. ant der allgemeinen Industrie-
Ausstellung in Paris H8ö7. In M Zelbststän-
digen illnstr. Artikeln" (Wien 1867, Staats-
druckerei. gr. 8".). Auch verfaßte R. ein
„Dhrbuch der ZlntbenitnngLkunde" (186?).
wozu im Jahre 1870 ein Nachtrag er«
schien, und veröffentlichte in verschiede»
nen Fachblättern, wie im „Bergwerks»
freund", in der „Zeitschrift deS österrei«
chischen Ingenieur«VereinS", in Hin-
genau's „Zeitschrift für das Berg» und
Hüttenwesen" u. s. w. verschiedene, in
sein Gebiet einschlägige Artikel, deren
wichtigere Poggendorf f 's „Biogr.
liter. Handwörterbuch zur Geschichte der
eracten Wissenschaften" aufzahlt. I n
Folge seiner Tüchtigkeit als Theoretiker
und Praktiker wurde R. zu zahlreichen
wichtigen Commissionen in Dienftange«
legenheiten beigezogen, außerdem aber
im Jahre 1830 auf eine Instructionsreise
nach Deutschland, Belgien und Frank«
reick, im Jahre 183l zur Industrie-AuS-
stellung nach London, im Jahre 1833
als Iury-Mitglied nach PariS und im
Jahre 1862 wieder nach London entsen«
det. Auch wurden wahrend seiner 33jäh«
rigen Dienstleistung nach verschiedenen
Richtungen hin durch ihn wesentliche
Verbesserungen und Erfindungen einge»
führt, und zwar im Au fbereitungS-
fache: der Spitzkasten.Apparat, die
Waschdromel, die Saulenquetsche, der
continuirliche Setzherd, der continuirliche
Stoßh^rd, der Drehherd; im Berg ' mafch inen fa che: die einachsigen Pum»
pcn, die directwirkende Wafferhaltungs»
Dampfmaschine ohne Hebelsteuerung;
im Markscheidefache: die Paraly.
sirung deS Einstuffes des Eisens auf den
Compaß bei Aufnahmen, dos Visirinstru-
ment; im montanistischen Lehrfache:
der Entwurf des 1860 eingeführten
neuen Lehrplanes für die Bergakademien
und des praktischen Ausbildungsganges
für Berg-Praktikanten, und im admini»
strativen Baufache: der Entwurf der
im Jahre 4837 eingeführten provisori-
schen Bau'Instruction für die k. k. Berg-,
Hütten» und Salinenamter. R. galt in
seinem Specialfache als eine Autorität
ersten Ranges und sein Wirken wurde
ah. und sonst noch in mehrfacher Weise
gewürdigt. Im Jahre 1863 wurde ihm
in Anerkennung seines Wirkens der
Orden der eisernen Krone 3. Classe ver>
liehen, welcher Verleihung statutengemäß
die Erhebung in den österreichischen Rit>
terstand folgte. Im Jahre 1864 ehrte
ihn die Stadt Ioachimsthal in Anecken«
nung seiner Verdienste um den dortigen
Bergbau durch das (5H:eiibürgerrecht. Der
österreichische Ingenieur» und Architekten»
Verein, dessen, wie auch anderer Volks«
wirtschaftlicher wichtiger Vereine Mit«
glied R. war wählte ihn in den Jahren
1860, 1861 und 1862 zu seinem Vice-,
in den Jahren 4863, 1864 und 1863
zu seinem Präsidenten, und im Ialre
1868 wurde R. zum Prüfungscommissär
für die Maschinenbauschule am Wiener
polytechnischen Institute ernannt. R.
starb im Alter von 61 Jahren und Staat
und Wissenschaft verloren an ihm einen
der tüchtigsten Männer, der überdieß
durch seine Pflichttreue, wie durch seinen
leidenschaftlosen, bescheidenen und biede»
ren Charakter allseitiges Vertrauen und
die allgemeine Hochachtung genoß. Ihn
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon