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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
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Nittler 202 Nivaltll und 1836, seines Todes auch nicht; so möchte doch die obige Bäuerle'sche Angabe zu bezweifeln sein. Uebrigens erzählte Bauer le viele Züge dieses bescheidenen, ungemein Wichten, sehr gebildeten und ein umfangreiches Wissen besitzenden Privatgelehrten, der in der That den Typus zu Kotzebue'S „Armer Poet" hätte abgeben können. Bemerkens» werth ist noch, daß Ri t t le r für den Bruder des reichen Fleischermeisters Neu» mayr die Grabschrift verfertigt hat und daß diese dem Fleischer so sehr gefiel, daß er, als er von Rit t ler 's Talent und Armuth hörte, ihm für diese Grabschrift durch drei Jahre taglich drei Pfund Fleisch für seine Familie unentgeltlich verabrei- chen ließ. Diesen Umstand habe ich aus dem Munde des alten Gr äffer, mit dem ich befreundet war. Ni t t ler selbst dachte von seiner Schriftstellerei ungemein bescheiden. Er gesteht, daß, wenn in seinen Werken auch einige Körner unter der vielen Spreu zu finden sind, er die- selben noch keineswegs als die Legitima- tion des Schriftstellerberufes anerkenne, und ihm hier nicht nur der Mangel der Fähigkeiten, sondern zugleich eine Menge niederdrückender Umstände, keine gere< gelte und befriedigende Geistcserhebung je gestatteten. Und wie hoch steht den zahllosen unreifen, kaum den unteren Classen entlaufenen und mit den dürftig» sten Kenntnissen — wenn dieses, in Zei. tungs'Comptoirs zusammengeraffte und zusammengestöppelte Wissen mit dem Worte Kelmtnifse bezeichnet werden darf — ausgestatteten Skribenten der Gegen- wart dieser „Arme Poet" aus Oester- reichs jüngster Vergangenheit gegenüber! Oesterrei chische National - Encyklo» pädie von Gräffe r und Czikann (Wien 1835. 8°.) Bd. IV, S. 397. - Ein Cajetan Rit t ler, vielleicht ein Sohn unseres „armen Poeten", lebte als Porträtmaler in Wien und im December des Jahres 1868 verließ er eines Tages seine Wohnung, ein Schreiben an seine Geliebte zurücklassend, worin er, nachdem er ihrerseits eine Erkaltung wahr» nahm und e5 nach einer Unterredung mit ihr zum Bruche gekommen, ihr anzeigte, „daß er seinem überflüssigen Dasein in den Fluthen der Donau ein Ende machen werde". Seit dieser Zeit sind alle von seinen Angehörigen angestellten Nachforschungen über ihn erfolg- los geblieben. F remden-B la t t . Von Gust. Heine (Wien, 4«.) 5868. Nr. 360) Ritz, Franz Xaver. Unter diesem Namen führt die „Neue freie Presse" vom 26. März 4872. Nr. 2723. im Abendblatte, in der „Kleinen Chronik" einen Chorherren des Stiftes St. Florian und correspondirendcS Mitglied der kai- serlichen Akademie der Wissenschaft als am 22. März 1872 verstorben an. Unter diesem durch einen Druckfehler entstellten Namen ist der Chorherr und Geschichts« forscher Franz Xaver Plitz ^Bd. XXI I I , S. 313^ zu verstehen. Rl'Vllltll, Alexius (Bi ldhauer, geb. im Jahre 1730, gest. zu Laib ach im Jahre 1781). Die Nachrichten über die- scn Franziskanermönch der crainisch<5oa' tischen Ordmsprovinz, der dem Laibacher Fcanziskanerkloster seit dem Jahre 175l> durch 3l Jahre angehört hatte und als geschickter Bildhauer gerühmt wird, so» wohl über sein 3ebcn wie über seine Kunst, beschranken sich auf eine kurze Notiz im Todtenbuche seines Klosters, welche lautet: „Oooeiu^riL Hi^ 28. ^nno 4781 obiit I^kdNoi. Reii^iosus lratsr ins Ii.iv2.1tH I^ aaous 6ta.tiull.rin3 in. Z6riti8Liinu8 aot. a oi reiiA. 30. Ueber seine Arbeiten, die wohl zumeist in der Klosterkirche sich befinden mögen, ist nichts bekannt. Qikkk i'uFasIavsi^Icid, d. i. Lexikon der süd» slavischen Künstler (Agram ts5U, Ljud. Gaj, Lex. 8".) S. 370.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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