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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 208 -
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Noba 208 Gegenwart, der als kais. öfterr. Zögling an der Kunstakademie in Venedig seine Ausbil- dung erhielt. Von ihm waren in der Kunst ausstellung in Venedig im Jahre 1356 zu sehen: „Marino Faliero auf seinem Gang zur Hinrichtung" und „Julie Capuletti nimmt den Schlaftrunk". Roba. auch R M a . Franz (Bi ld Hauer, geb. zu Venedig, lebte im 18. Jahrhunderte). Dieser Künstler, der auch mit zwei b, Robba, geschrieben erscheint und dessen kein Künstler.Lexikon, selbst Na gler, nicht gedenkt, lebte und arbeitete viele Jahre in Laibach, wo auch mehrere Werke seines Meißels noch vor« Handen sind. Die Zeit seines Aufenthaltes daselbst fällt in die letzten zwei Iahrzehnde der ersten Halste des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1728 vollendete er aus Mai> mor eine Büste des Kaisers Kar l VI., welche zur Ausschmückung eines Triumph'« bogens bestimmt war und solchen Beifall fand, daß sie später im Stadthause — ob damit das Magistratsgebäude. die Landeshauptmanns-Residenz, oder das Ständehaus gemeint, ist nicht zu bestim- men — aufgestellt wurde. Im Jahre 1733 begann er in Laibach auf dem Marktplatze, gegenüber dem Rathhause, den neuen Brunnen, bestehend aus einer 30 Fuß hohen Pyramide, nebst vier kolossalen Figuren aus Marmor, die aus Nasen und Ohren und anderen Oeffnun- gen Wasser von sich geben, von welchen H. G. Hoff in dem in den Quellen an» geführten Werke bemerkt, „daß sie jeder Kenner noch heutigen Tages bewundert, und daß Stellung und Ausdruck dieser Figuren in der That auch bewunderungs« würdig seien". Roba arbeitete an die» sem Brunnen zehn Jahre und wurde in Anerkennung seines Werkes Bürger der Stadt Laibach. Im Jahre 1732 arbeitete er für die damalige Jesuiten», heutige Stadtpfarrkirche zu St. Jacob einen marmornen Altar sammt Tabernakel und zwei schwebende Engel, womit R., wiä Hoff schreibt, ein „großes Meisterstück" geliefert. Auf der Rückseite des Altars rechts ist Roba's Name eingemeißelt zu lesen. Endlich sind von ihm noch in der Kathedral- oder St. Nikolauskirche ebenda zwei äußerst gelungen ausgeführte Engel am Tabernakel des Dreifaltigkeitsaltars, aus italienischem Marmor gemeißelt, be> kamit, wofür R. die für jene Zeiten an- sehnliche Summe von 3230 fl. in Silber erhalten hat. Wohl werden in Laibach und vielleicht in Kircben und Schlossern Krams noch mehrere Arbeiten R.'-s, über dessen Lebensumstände übrigens nichts Näheres vorliegt, vorkommen. Mit the i lungen des historischen Vereins für Kram (Laibach. 4°.) Jahrg. 1838, S. 69. — Hofs (Heinrich Georg), Histor. geogr. Ge, mälde von Krain (Laibach 1803), S. 88, 102 u. 105. — ^u5kNsvlc>6«öolNsül ^Ivan), slovnik umMuika.1i i'u308la.v6Q3kib, d. i. Lexikon dersüdslavischenKünstler (Agram 1539, L, Gai, gr. s".) S. 3?o. Roblltz, Ferdinand Mi ldhauer , geb. zuOm lowitz in Böhmen im Jahre 4730, gest. zu Dresden im Jahre 1733). Ueber diesen früh Hingeschiedenen Künstler verdanken wir nur Na gler einige dürftige Nachrichten. Er kam nach Dresden, wo er bei dem Hofbildhauer Peter Coudray (gest. 1770) arbeitete. Er war ein Künstler von Talent, welches aber nicht zur Ausbildung gelangte, da er sich in einem Anfalle tiefer Melancholie im Alter von erst 23 Jahren selbst daS Leben nahm. — Ein anderer Künstler gleichen Namens, August Robatz, ge- hört aber unserem Jahrhunderte an. Er lebte im ersten Viertel desselben zu Wien und im Jahre 4816 in der Iahres-Aus- stellung in der k. k. Akademie der bilden» den Künste bei St. Anna in Wien waren von ihm zu fehen eine Marmorbüste:
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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