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Nodich 223 NodicKy
darf die zufällige Stammverwandtschafr
niemals die höheren Ziele der Civilisation
und der Freiheit verrĂĽcken. Ein Mann,
welcher den Frieden von Knezlac geschlos.
sen und hierdurch das traurigste Gedenk«
blait in Oesterreichs Annalen geliefert
Hai, dĂĽrfte nimmermehr zum Statthalter
geeignet fein". Feldmarschall'Lieutenant
Rodich wurde aber doch als Statthal-
ter nach Dalmatien geschickt, auf welchem
Posten er sich noch zur Stunde befindet.
Baron Rodich ist auch Inhaber deS
im Jahre 1860 aus den Infanterie-
Regimentern Nr. 33, 37 und 46 formir«
wirren Infanterie-Regiments Nr. 68.
Ritterstands« Dip lom ääo.WienLl. Sep.«
tember 1830. — Frei Herr n stands « Di-
plom ääo. Wien 13. December 1560. —
Neues Wiener Tagblat t 18N9. Nr. 303.
— Neue freie Presse 1870, Nr. 2068:
„Correspondenz aus Dalmatien"; Nr. l934:
„Die Pacisicatwn in Dalmatien". — Frem-
den» Blat t . Von Gust. Heine (Wien. 40.)
1870, Nr. 84: „Die Mission des Frldmar«
schall-Lieutenants Rodich". — Acten des
Maria Theresien-Ordens. — Wappen. Qua«
drirter Schild mit Mittelschild. Im blauen,
mit rothem Schildesfuß versehenen Mittel»
schilde ein zurĂĽcksehender Reiter in silbernem
goldberänderten Harnisch, mit offenem Helm
und einem Säbel in der Hand, auf einem
weißen, schwarz gezäumten Pferde mit rother,
golden verbrämter Schabrake, einen schräg«
rechts aufsteigenden Stein hinaufsprengend
und eine von Schwarz über Gold quer ge»
theilte Fahne auf einem Lanzenschafte ĂĽber
sich schwingend. Hauptschild. 1: in Noth
eine Ansicht des Stadthauses von Ragusa
mit seiner Ringmauer und der im Hinter»
grĂĽnde sichtbaren Stadt; 2: in Gold zwei
ounkt'lgcfärbte Felsenberge, welchen ein Mann
im Montenegriner NationalcostĂĽm, in der
Rechten ein Gewehr zu Boden stemmend, die
Linkr in die HĂĽfte eingelegt, vorgestellt ist;
3: in Silber ein auf offener See einwärts
steuernder KriegSdampfer mit Kanonen auf
dem Verdeck; 4: in Noth die offene See, in
deren Hintergrund auf Felsen ein Thurm
von zwel Stockwerken mit einer links ange-
brachten Warte sich erbebt, auf dessen unterer
Bastion eine nach einwärts gerichtete rau» chende Kanone zu sehen ist. Auf dem Schilde
ruht die Freiherrnkrone, auf welcher sich zwei
zueinander gekehrte gekrönte Turnierhelme
erheben. Aus der Krone des rechten Helms
wächst ein Mann mit silbernem goldberän«
dertem Harnisch, mit offenem Helm, einen
Säbel ari goldenem Griffe über sich schwin-
gend und vorwärts gekehrt. Auf der Krone
^ des linken steht ein von Silber und Roth
geschachteter AdlerflĂĽ^el. Helm decken. Die
des rechten sind blau, jene des linken roth,
alle mit Silber unterlegt. > S ch
i ldh alter.
Auf einer unter dem Schilde sich verbreiten-
den goldenen Arabeske stehen zwei gegen«
gekehrte goldene Löwen mit ausgeschlagenen
rothen Zungen, welche mit den beiden Vor-
derpranken den Schild anfassen. — Das
frĂĽhere Ritterstandswappen bestand aus dem
obbeschriebenen Herzschilde (ohne SchildesfuĂź)
und dem vorbeschriebenen Helmschmucke.
Noch ist eineS Daniel Nodi^ oon Ber l i nen-
kampf, k. k. Oberlieutenants. zu gedenken,
der am 22. October 1803 folgende Soldaten-
Stiftung gemacht hat. Er bestimmte nämlich
das nachstehende, ciuS verschiedenen Staats«
obligationen, und zwar im Nominalwerthe
von 2816 fi. W. W.. 2393 si. C. M. und
304 st. ĂĽ. W. bestehende Capital dazu, daĂź
deren jährliche Interessen einem Knaben seiner
Verwandtschaft zugewendet werden sollen.
Das Verleihungsrecht stand dem Oberlieute,
nant Stephan von Rodi6 und nach dessen
Tode dem von ihm hierzu Ernannten zu.
M i l i t ä r» Schematism us des österrei-
chischen KaiserthumeS (Nien, Staatsdrucke,
rei. 8«.) l863. S. 823, Nr. 46.)
Rodiczkl) von Sijip, Freiherr von
Weichselburg, Karl (Feld marsch all.
Lieutenant und Ritter des Maria
Theresien-Ordens, geb. zu Schupanok
im Banale im Jahre 1787, gest. zu
Frankfurt a. M. 29. Juli 1845).
Nachdem er 1800—1803 in der Neu-
städter Akademie seine militärische Aus«
bildung erlangt, kam er im Jahre 1805
als Fähnrich zu Lusignan-Itifanterie.
mit welchem Regimente er den damali-
gen Feldzug in Frankreich und Italien
mitmachte. Noch am 20. November d. I .
wurde er z>im Lieutenant im St. Georger
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon