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Nodolphe 223 Nöckel
Wundes« Militär-Commission im Alter
von 38 Jahren.
I r e i Herrnstands -D ip l om ääo. Wien
20. October 18l9. — Hirtenfeld (I.). Der
Militär«Maria Theuesien<Orden und seine Mit«
glieder (Wien 1857, Staatsdruckerei, kl. 4«.)
S. 1205 u. l?48. — Leitn er von Leitn er«
treu (TheodorIgn.), Ausführliche Geschichte
der Wiener<Neustädter Militäc<Akaoenne (Her«
mannstadt 18Ü2. Th. Steinhaussen. 8v.) Bd. I,
S. 466. — Verdienstbeschreibung ääo.
'Wien 1. October 1819, unterschrieben von
Feldmarschall'Zirutenant Freih. Prohaska.
— Wappen. Quadrirter Schild, t.- in Silber
ein einfacher blauer Adler mit rechtsgekehr-
tem Kopfe, offenem Schnabel, rothausgefchla«
^ener Zunge, ausgespannten Flügeln und von
^ch gestreckten Fängen; 2: in Blau ein auf«
rechter rechtsschreitender goldener Löwe mit
rothausgeschlagener Zunge, in der rechten
Pranke ein entblößtes Schwcrt erhoben hal-
tend; 3: in Blau ein goldenes Rad, auf
welchem ein zum Fluge sich anschickender
natürlicher Falke steht; 4: in Silber auf felsi-
gem Berge eine alte mehrzinm'ge Burg. Auf
dem Schilce ruht die Freiherrnkrone, auf
welcher zwei zu einander gekehrte gekrönteTur«
nierhelme sich erheben. Auf der Krone des
rechten Helms steht der in 3 beschriebene na«
türliche Falke; aus jener des linken wächst
der in 2 vorkommende goldene Löwe. Die
Helm decken sind beiderseits blau, mit Gold
unterlegt. Schild halt er sind zwei gehar«
nischte Männer mit rothbebuschten Pikelhau,
ben. welche mit einer Hand den Schild, mit
der andern eine Lanze an goldenem Schafte
halten.
Rodolphe, Anton, eigentlich Nudolff,
Anton. Unter diesem Namen wird von
Hlabacz, ferner von Gerber in
seinem alten und neuen „Lexikon der
Tonkünstler", dann von Gaßner in sei-
nem „Universal-Lerikon der Tonkünstler"
ein Hornvirtuose aufgeführt, der, als
aus Leitmeritz in Böhmen gebürtig, sich
in Paris niedergelassen und als Viltuos
auf seinem Instrumente, wie als Compo»
siteur einen Namen gemacht hat. Es
ist dieß eine Verwechselung mit dem in
Straßburg am l4. October 1730 gebor- nen und am 18. August 13l2 zu Paris
verstorbenen Hornoirtuosen und Compo»
siteur Johann Joseph Rodolphe,
dessen F6t is und andere französische
Werke gedenken. Diese Verwechslung
mag dadurch entstanden sein, daß um
dieselbe Zeit einIohcinn AntonRu»
dolph an der Regenöburger Capelle
bedienstet war. Dessen Sohn Anton
(geb. zu Wien im Jahre 1770) kam
gleichfalls nach Regensburg als Hornist
zur Capelle des Fürsten Thurn und
Taxis, wo er von Wilhelm Kaffka
Unterricht im Violinspiele nahm. Spater
ernannte ihn der Fürst zum Concert»
mcister in seiner Capelle und nebenbei
dirigirte er die Oper in Regensburg.
Von diesem Rudolp h sind einige Vio-
lin-Compositionen im Stiche erschienen.
Es könnte wohl derselbe identisch mit
dem Rudol f sein, dessen Dlabacz in
seinem „Allgemeinen historischen Kunst-
ler-Lexikon für Böhmen". Nd.Il, Sp.603.
gedenkt, von dem er berichtet, daß der«
selbe im Jahre 1793 das Dilettanten-
Orchester im Augarten zu Wien dirigiite;
obwohl auch gegen diese Annahme wieder
der Umstand spricht, daß er bereits damals
die Violine in Concerten, Quartetten
und Quintetten vortrefflich spielte, wäh«
rend er doch erst später während seines
Auftnthaltes in RegenSburg bei Kaffka
Unterricht im Violinspiele genommen
haben soll.
Röckel, später Mathes-Röckel, Luisa-
beth (k. k. H ofscha usp ieler in, geb.
zu Weimar um das Jahr 1844). Die
Verwandtschaft möchte wohl das bei wei-
teni Interessanteste bei Fräulein Röckel
sein. Ihr Großvater Joseph August
Röckel (geb. 1783, gest. zu Kochen am
19. Octoder 1870) war ein tüchtiger
Musicus und Freund Beethoven's,
v.Wurzbach, biogr.Lm'kon XXVI. IGedr. 3l. Oct. 1873.)
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon