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durch Fraulein Röcke!'s Spiel möglich
und von Erfolg begleitet war. Die Bio-
graphien in Sachse's „Theater-Chro«
nik" und Perels ' „Deutsche Schau-
bühne" duften stark nach — Reclame.
Nach ihrem Austritte aus dem Burgthea»
ter lebte sie anfänglich ganz zurückgezogen
von der Bühne, dann nach einiger Zeit
trat sie in Hermannstadt in Siebenbürgen
auf und gegenwärtig befindet sie sich in
St. Petersburg, wo sie beifällige Auf»
nähme findet, und wohin auch ihr Gemal,
mit dem sie wieder sich versöhnt, ihr
nachgereist sein soll; daß derselbe je nach
Amerika sich geflüchtet, wird bezweifelt.
Deutsche Schaubühne. Herausg. von Mar»
tin Perels (8«.) <866, S. 73: „Biogra-
phische Skizze", von Müller von derWerra.
— WienerTheater« Chronik. Herausg.
von C. A. Sachse. VII I . Jahrg. (t866),
Nr. 30 u. 31. — Künstlrr 'Alvum. Eine
Sammlung von Porträts in Stahlstich nebst
biographischem Text (Leipzig 1868, Dürr, 4«.)
4. Lieferung. S. 3. — Fremden-Blatt.
Von Gust. Heine (Wien. 4».) 1865, Nr. 328;
1871, Nr. 103; — dasselbe 1870, Nr. 3l)4
süber ihren Vater). — Constitutionelle
Vorstadt.Zeitung (Wien, Fol.) 1865.
Nr. 242, im Feuilleton; 1871 , Nr. 10ä. —
Die Bombe (Wiener Haricaturendlatt)
1871, Nr. 16 lmit ihrem Porträt). — Por-
trat. Unterschrift. Facsimile ihres Namens«
zugeS: Luisabeth Röckel. Nach einer Photo»
graphie. Stich u. Druck von Weg er. Leip»
zig (Stahlstich, Verlag von Dürr, -4").
Rödl, Johann (Maler, geb. im
Jahre 1774. gest. zu Wien im Juli
4836). Unter diesem Namen führt Nag-
ler einen Wiener Maler an, der unter
Maurer ^Bd. XVI I , S. 140^ > und
Füger sBd. V, S. 1) seine künstlerische
Ausbildung erhielt, später selbst Professor
an der Wiener Akademie und Mitglied
derselben wurde, und mit der Aufgabe
betraut war, bei Kunstwerken, die nach
dem Auslande bestimmt waren, zu ent«
scheiden, ob sie von besonderem Kunst» werthe seien, in welchem Falle die Ausfuhr
derselben verweigert wurde und in wel«
cher Eigenschaft er, wie Nag ler schreibt,
ebenso seine Kennerschaft wie Rechtlich«
keit bewies. Bei näherer Nachforschung
ergibt es sich, daß Nagler einen und
denselben Künstler zweimal, und zwar
zueist als Redl j M . X I I , S. 359^,
dann als Rödl ^Bd. XXII l , S. 293)
erscheinen läßt. Unter Johann Röd l ist
nämlich der Historienmaler Joseph Red l
gemeint, dessen dieses Lerikon schon im
XXV. Bande, S. 112 u. 113, ausführ-
licher gedachte. Hier sei nur noch nach-
getragen, daß von Redl ein vortreff«
licheS Bildniß vorhanden ist, das A
Amerl ing im Jahre 1828 gemalt und
F. Stob er gestochen hat. Es ist ein
Quartblatt und gehört in eine Suite von
Wiener Künstlern, welche durch Stö»
ber's feinen und trefflich ausgeführten
Stich sehr beliebt und gesucht ist.
Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar.
Bernh Fr. Voigt. 8".) XlV. Jahrg. (i«26),
S. 1046.
Rodler, I . (Maler, Geburtsort
und Jahr unbekannt). Zeitgenoß. Neber
den Lebens» und Bildungsgang dieses
Künstlers, der allem Anscheine nach an
der Wiener Akademie der bildenden
Künste seine Ausbildung erhalten haben
dürfte, liegen keine Nachrichten vor. Er
lebte in Wien und malte Landschaften
aus Oberösterreich, Stciermark, Salz-
burg, Tirol, Bayern, nüt welchen er
durch viele Jahre, 1834—1830, die
Iahres'Ausstellungen im Akademicoemie«
gebäude bei St. Anna beschickt hat.
Daselbst waren von seinen Bildern zu
sehen im Jahre 1834: „Ner obere UälligsZle
kei Verchlesgaden"; — „Der hche Gühl" ; —
1835: „Nn Uellpuldstrimr Zre in stein-
mark"; — „Uirche zu Eisenerz in Atrier-
mark"; — 1837: „Waldgegend bei Aei-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon