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Bohrer 232 Näll
Yen bei drr «lette"; — 1842:
chrn mit einem Nichte"' — „2 Pur-
träts"; — „Nrr Murgrn nach einem Balle".
Nacd diesem Jahre erscheinen seine Bilder
nicht mehr in den Ausstellungen' und
über die ferneren Schicksale des Malers
ist ebenso wenig bekannt, wie über seinen
früheren LebmS- und Bildungsgang.
Kataloge der Iabres»Ausstellungen in der k. k
Akademie der bildenden Künstr zu St. Anna
in Wien (8".) 4889. 1840, 1841 u. «842.
Röhrer. Johann, siehe: Rohrer.
Joseph IS. 284).
Rölich, siehe: Röllig, Karl Leopold
>^S. 233, zu Ende des Artikels, und
Mhlich, Joseph ^.230).
Roll, Anton (Botaniker, geb. zu
I a ros law in Galizien 24. November
4832, gest. zu W ien 23. Oclober 1833).
Sein Vater war technischer Lehrer an
der Hauptschnle in Iaroslaw. Mit dem»
selben, der im Jahre 1842 nach Wien
übersetzt wurde, kam aucb der Sohn dahin,
beendete daselbst fünf Gymnafialclafsen,
und durcb die Ereignisse des Jahres
1848 in seinen Studien unterbrochen,
trat er in den eben erweiterten pädago»
gischen Lehrcurs an der Normal'Haupt«
schule zu St. Anna in Wien ein. Im
Jahre 1830 setzte er seine Studien am
akademischen Gymnasium fort. insbeson«
dere der Naturwifsenschaft und Mathe»
matik sich zuwendend, aus denen er sick
für eine Lehrer stelle vorbereiten wollte.
Unter Unger, Fenzl und Ko l la r
trieb er mit besonderem Eifer Botanik
und Zoologie. Im Jahre 4834 unterzog
er sich den Prüfungen für die Lehrfächer
der Physik und Naturgeschichte an Ober.
Realschulen, die er mit günstigem Erfolge
.ablegte. Ungeachtet ihn während dieser!
anstrengenden Studien schwere Krank«!
heiten, wie Typhus. Cholera, physisch! erschöpften, setzte er sie doch mit größ-
tem Eifer zur Erlangung des philosophi»
schen Doctorates fort. aber ein plötzlich
eingetretener Bluthusten vereitelte alle
vorangegangenen und befreite ihn in
der Blüthe seines Lebens auch von
allen ferneren Mühen. So jung R.
war, so war, er doch in seinen Lieb-
lingsgegenstanden auck mehrfach als
Schriftsteller thatig. I n dem von Dr.
Skofitz herausgegebenen botanischen
Wochenblatte sind von ihm enthalten,
im Jahrgange 1833, Nr. 6: „Recension
über Wagner's Unternehmen"; —
Nr. 12: „Ueber die
chemischen Kenntnisse
von den Kryptogamcn"; — Nr. 23:
„Ueber die Farbe des Meeres"; —
„Neue Stoffe zur Papierfabrication"
und Nr. 38: „Ueber einen neuen Webe»
stoff"; — in den Verhandlungen
des zoologisch«botanischen Vereins. 4834:
„Die Bearbeitung der Abtheilung der
Pilze inPokorny's Vorarbeiten zur
Kryptogamenflora Unlerösterreichs"; —
„Ueber das Vorkommen der Trüffel";,
— 1835: „Ueber Photographie nach
lebenden Pflanzen"; — „Britrage zur
Kryptogamensiora UnterösterreichS"; —
— im Jahresberichte der k. k. me-
teorologischen Ceniral-Anstalt, I I . Jahr«
gang. 4834.' „Beobachtungen der ersten
Blüthen im Gebiete der Wiener Flora";
überdieß veröffentlichte er seine in dieser
Anstalt nach der bezeichneten Richtung,
gemachten Beobachtungen von Zeit zu
Zeit in der amtlichen Wiener Zeitung.
Zuletzt beschäftigte sich Ro l l u. a.
mit der Bearbeitung der Flora deS
Marchfetdes. Auch als Sammler war-
R. ungemein thätig; so besaß er ein
schönes Herbarium, eine große Camm»
lung von Schmetterlingen, Käfern, Mi»
neralien und anderen Naturproducten.
Dabei förderte er wo und wie er nur^
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Rhedey-Rosenauer, Band 26
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Rhedey-Rosenauer
- Band
- 26
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1874
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 436
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon