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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 235 -
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Nöllig 233 Nöllig nung von Bergleuten, die er aus den Berg« städten bei der nahen Gefahr zusammenderu' fen, monti'rt und im preußischen Kriege negen den Feind geführt hat — wahrscheinlich im siebenjährigen Kriege (l?56—1763) — liegen leider keine näheren Berichte vor. sKunitsch (Michael). Biographien merkwürdiger Männer der österreichischen Monarchie (Grätz t8t):>, Tanzer, kl. 8".) Bochn. I I , S. ö6.^ l Röllig.Karl Leopold (Harmonika- spieler, geb. nach Hans l ick um das Jahr 4760, n. A. 1761. gest. zu Wien 4. März 4804). Ueber die früheren Lebensschicksale dieses seiner Zeit viel» genannten Musikdilettanten. Verbesserers und Erfinders mehrerer Musikinstrumente ist fast gar nichts bekannt. In den Jah- ren 1781—4788 machte er Reisen in Deutsckland und mit seinem Harmonika« spiele in Concerten großes Aufsehen. Im Jahre 4787 erscheint er in Berlin, wo er auch auf seiner Harmonika sich hören ließ, aber schon im Jahre 4782 — also im Alter von erst 24 oder 22 Jahren — soll er in Hamburg eine Oper zur Auf« führung gebracht haben. Zuverlässig ist die Mittheilung v. Mosel's, welcher zu« folge R. im April 4792 an Stelle deS zum Officialen im geheimen Cabinete ernannten ScriptorS Schonenbosch zum Bibliotheksdiener ernannt wurde, und daselbst bis zu seinem im Jahre 4804 erfolgten Tode verblieb. Mosel berichtet über ihn, daß seine Kenntniß in der Tonkunst, namentlich in Beziehung auf deren Theorie und auf die Structur der musikalischen Instrumente eine be« sondere Erwähnung verdienen, daß er ferner während seiner Dienstleistung vor« züglich bemüht war. die in dem großen Bibliothekssaale zerstreut gestandenen, theoretischen und praktischen Werke der Tonkunst zu vereinigen und — so viel die damals noch mangelhafteSammlung der- selben es zuließ — systematisch zu ordnen. Im Jahre 1794 trat Rö l l ig mit seiner Harmonika, einem Instrumente, das im Musikleben des vorigen Jahrhunderts eine eigenthümliche Rolle spielte, jetzt aber verschollen ist. in Wien öffentlick auf. Für Musikhistoriker sei in dieser Bezie- hung auf den Abschnitt: „Glasharmonika und verwandte Instrumente", aufS.433 bis 436. in HanS lick's „Geschickte des Concertwesens in Wien" (Wien 4869) hingewiesen. R. ist. wie schon bemerkt worden. Erfinder verschiedener, jetzt be- reits verschollener Instrumente, nämlich der Orphika, eineS mit Draht- oder Darmseiten bezogenen Tasteninstrumen- tes von vierthalb Octaven, und der Tän orphika. einer Art Bogenclavier oder Bogenflügel. U^berdieß gab er über seine Erfindungen besondere Schilf» ten und auch mehrere Hefte Kompositio- nen für dieselben heraus. Die Titel der von R. herausgegebenen Schriften sind: „Versuch einer innZiKalischrn Internallentabelle M SnSllinnienZctMg aller üblichen Tonleitern, Aciorde untl ihrer Verwechslungen, lnr jnnge Musiker und Dilettanten" (Leipzig 1793, Fol.)', — „Grpliika, ein musikalisches In- Ztrnment, ertnndrn uan .. ." (Wien 1793, Blumaner. 8".. mit 3 K. K.) l>ich im Februarstück des Journals des Luxus und der Moden. 1796); — „Arbrr die Harmonika, ein Fragment" (Berlin 1787, 4".); — „Xanorrchika, ein musikalisches GeigenbogeN'Instrument mit einer Cla» viatur", im' Fedruarstücke des Mode« journals für 48l)1 und ebenda die „Ge. schichte des von Hans Hayden 1610 erfundenen Gambenwerkes"', — „Ehren« rettung des berühmten Ritters Ren.aut Schatline de Cousy, Troubadours auS dem 42. Jahrhunderte, gege:' einige neuere, wioer ihn erhobene Vorwürfe und Beschuldigungen", in der „Leipziger musikalischen Zeitung", Jahrgang IV,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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