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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 237 -
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Nömer 237 ^ Nömer men. Unter dem Grafen von Gecken» 'dorf machte N. nun im Jahre 1733 H)en Zug an die Mosel mit und hatte an deffen Siege über die Franzosen Theil. Im Kriege gegen die Türken begleitete er im Jahre 1737 den Prinzen von S ach s e n - H i ld bürg hausen nach Bosnien und zeichnete sich im genannten Hahre insbesondere bei Banialuka aus, wo er in dem zu unserem Nachtheile ausgefallenen Gefechte unseren Nachtrab rettete, wie er denn auch bei dem Rück« HUge bei Belgrad über die Save am 18. September 1738 die unseren Trup- pen nachsetzenden Türken mit seiner Kavallerie durch drei Stunden auf» hielt, sie endlich vollends zurücktrieb und Hwang, ihr bereits errichtetes Lager ab» zubrechen und sich vollends zurückzu- ziehen. R. soll damals das Dragoner- Regiment, das vormals Jörg er hieß, erhalten haben; aber im Verzeichnisse der Regiments.Inhaber, welches die Österreichischen Militär « Schematismen enthalten, erscheint er ebenso wenig als Inhaber überhaupt, wie ein Jörg er als Dragoner-Negiments-Inhaber, wäh- rend zwei Iörger , Franz und Anton Aegyd, als Inhaber der Infanterie« Regimenter Nr. 47 und 59 vorkommen. Auch in den letzten, dem Belgrader Frie- den (1739) vorangegangenen Unterneh» mungen wird Römer öfter in ehren» voller Weife erwähnt. Bei Ausbruch des österreichischen Erbfolgekrieges stand R. im ArmeecorpS des Grafen Neuperg an den schlestschen Grenzen. Heldenmüth ig kämpfte er bei Mollwitz am 10. April 1741. Ohne Befehl abzuwarten, stürzte er sich mit seinen Colonnen in die feind» lichen Reihen und warf den Grafen Schulenburg mit seiner Reiterei durch die Reihen seines Fußvolkes zurück, war bis in das Lager vorgedrungen und hatte bereits fünf Kanonen genommen und mehrere unbrauchbar gemacht. Aber der Zuruf des Preußenkönigs auf seine schwankenden, bereits geworfenen Truv< pen: „Brüder, die Ehre der Branden- burger. eureS Königs Leben!" ermannte dieselben von Neuem, und als sie S ch w e- r in auf dem linken Flügel noch Stand .halten sahen, rückten sie noch einmal in'S Treffen. Die von Römer durchbrochene preußische Reiterei hatte Fürst Leopold von Anhalt-Dessau hinter ihm wie- der gesammelt.-Römer schlug sich mit bewunderungswürdiger Tapferkeit durcb dieselbe durch, verstärkte sich mit neuen Truppen und unternahm einen viermali- gen AngriffaufSchulenburg's Reiter, bei dem letzten derselben traf ihn tödtlich eine Kugel, und sein Fall war es eigent« lich. der den Preußen zum Siege ver- half. Römer aber ist der erste öster- reichische General, der in den Kämpfen, in welchen die kurz nach ihrer Thron« besteigung von allen Seiten in fast ehr- loser Weise angegriffene Kaiserin Mar ia Theresia ihre Rechte und ihr Reich heldenmüthig vertheidigte, den Tod auf dem Schlachtfelde fand. Thaten und Charakter züge berühmter österreichischer Feldherren (Wien 1808. Degen. 8°.) Bd. I I , S. 203. — Rei l ly (Franz Ioh. Ios. v.), 2kizzirte Biographien der berühm- testen Feldherren Oesterreichs von Maximi- lian I. bis auf Franz I I . (Wien 18l3. Kunst« und Industrie.Comptoir, kl. 4°.) S. 339. — Noch sind bemerkenswert!): 1. Conrad Roe» mer (k. k. Feldstabsarzt, geb. zu Preßburg in Ungarn 13. October 1807. gest. zu Mai» land 24. Juni 1833). Sein Vater Johann Nep. N. war auch Wundarzt und hatte als solcher in der kaiserlichen Armee gedient und seine drei Söhne Anton, Conrad und Iohann thaten desgleichen. Conrad been» dete die Studien zu Preßburg und trat im Jahre 4823 in das Iosephinum in Wien. Im Jahre 5833 erlangte er die medicinische Doctorwürde und wurde Oberfeldarzt bei Palatinal-Huszaren, welche damals in, Sla»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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