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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26
Seite - 238 -
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Seite - 238 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Rhedey-Rosenauer, Band 26

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Vömel 238 Nasch vonien lagen. Im Jahre 1836 kam er in aleicher Eigenschaft zum Infanterie»Regimente Baron Hetz Nr. 43 nach St. Polten. Nach- dem er im Jahre 1837 zum Regimentsarzte bei Gollner-Imanterie Nr, 38 befördert wor« den, begab er fich an seine neue Bestimmung nach Vorarlberg.- kam, als das Regiment im Jahre 1839 nach Croatien marschirte. nach Agram und führte daselbst interimistisch die Geschäfte des dirigirenden Feldstabsarztes. Im Jahre 1845 stand er mit seinem Regimente in Fiume. im folgenden Jahre zu Trieft in Garnison. Als zu Beginn des Jahres 1848 sein Regiment — mittlerweile Erzherzog Ernst genannt — zur Verstärkung der italienischen Armee nach Verona marschirte. wurde R. mit der provisorischen Leitung der feldstabs» ärztlichen Direction im Hauptquartiere be- traut. Daselbst entfaltete R eine segensreiche Energie. In kürzester Zeit wurden 14 Noth« feldspitäler mit allen nöthigen Erfordernissen aufgestellt, eingerichtet und mit 7000 Ver- wundeten und Kranken belegt. Seine Leistun» gen nach der Schlacht von St. Lucia, der Erstürmung von Vicenza und allen darauf folgenden Kämpfen, dann wäbrrnd der Be» lagerung Venedigs, da die Zahl der Kranken nach Tausenden zunahm und es nicht blos galt, die schweren Wunden des Krieges zu heilen, sondern auch gegen die noch drohen« deren und verderblicheren Epidemien der Cholera, des Typhus und Lagunenfiebers die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, waren so vortrefflich, daß er im December 1848 mit der großen goldenen Civil-Verdienstmedaille ausgezeichnet wurde. Nicht minder treffliche Dienste leistete R. als zu Ende 1649 bei den in Toscana stationirten k. k. Truppen die egyptische Augenepidemie ausbrach. Im Jahre 1851 übernahm R. die chefärztliche Zeitung des Garnisonßspitals in Mailand und bewies bei der Revolte, die am 6. Februar 1833 statthatte, als nämlich eine fanatische Rotte auf die kaiserlichen Truppen eindrang, ebenso viel Muth als Umficht. Aber schon wenige Monate darnach erlag R. einem Leiden, das äußerlich keine sichtbaren Spuren zeigte, aber R. schon ein Jahr vor seinem Tode mit der Ahnung desselben erfüllte. Er starb, von der Armee, deren Wohlthäter er war, tief be- trauert, im Alter von erst 46 Jahren. Doctor Römer genoß auch den Ruf eines ausge» zeichneten Operateurs. ^Oesterrei chisch er M i l i tä r «Kalender. Herausg. von I . Hirtcnfelo (Wien kl. 3°) V.Iahrg. (1854). S. 138.1 — 2. Heinrich Römer, ein Vtu. menmaler in Wien. von dem in der Jahres' Ausstellung 1820 in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wi<n zwei in Oel gemalte „Blumenstücke" ausge» stellt waren. Ueber seinen Lebens» und Bil< dungsgang liegen keine Nachrichten vor, auch waren in späteren Ausstellungen von ihm keine Bilder mehr zu sehen. ^Katalog der Iahres-Ausstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St, Anna in Wien, 182l>, S. 17. Nr. 107; S. 19, Nr. 150.) — 8. End, lich ist auch ein mährischer Botan iker Namens Römer zu erwähnen, der seit meh- reren Jahren als Fabriksbeamter in Mahren lebt, namentlich die Gegend um Trebitsch in nördlicher Richtung botanisch durchforscht und viele mährische Pflanzen durch die Wiener Tauschanstalt auch in andere Gegenden ver« breitet hat. Daß er, wie er angibt, in der Gegend um Trebitsch die Mediteranpflanze Nroäiuiu, mosobatuui gefunden habe, be» zweifelte Dr. Reissek und vermuthet dabei eine Verwechslung mit dem drüsenhaarigen Nroäium. oiouta.riuiu, welches auch auf deln Iulianower Berge bei Bmnn gefunden wurde. ^Notizenblatt der historisch «statistischen Section der k. k. mahr,-schlesischen Gesellschaft- zur Beförderung des Ackerbaues, der Natur« und Landeskunde. Redigirt von d'Elvert. (Brunn, Rohrer's Erben, 4<>.) 1857, Nr. 2, S. 11. im Aufsatze: „Zur Geschichte der Pflan. zenkunde in Mähren", von F. S. P so geschrieben erscheint auch der seiner Kunstfertigkeit halber bereits im XXV. Bande, S. 303, Qu. Nr. 1. erwähnte Benedictiner auS Mondsee. Aemil ian Resch; und zwar erwähm seiner als Aemilian Rösch das Ho r» mayr'sche „Archiv", im XIX. Jahrg. (t828). Nr . i i t . S.391, indem es eines, von ihm ausgeführten „herrlichen Pro- spectes" der Universitätskirche in Salz- burg gedenkt, den die Universität aus Dankbarkeit für den Abt PlaciduS von St. Peter von Johann Ulrich. Kraus in Augsburg hatte in Kupfer stechen laffen. Rösch, siehe: Reissenstein I S. 494).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Rhedey-Rosenauer, Band 26
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Rhedey-Rosenauer
Band
26
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1874
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
436
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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